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Eigenbau-Transporthilfe

Dieses Thema im Forum "Zubehör" wurde erstellt von Bernd54, 20. Dezember 2014.

  1. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo zusammen,

    mit diesem Beitrag möchte ich alle die ansprechen, die auch gerne Tieraufnahmen in freier Natur machen und mit schwerem und langbrennweitigem Fotoequipment unterwegs sind. Nun ist es ja so, das man nicht immer mit dem Auto direkt an den Standort fahren kann, und in Kauf nehmen muss, auch eine Zeit lang zu Fuß zu gehen um an einen geeigneten Standort zum Beobachten und Fotografieren zu gelangen. Und damit man nicht schon mit Rückenschmerzen und/oder schweißgebadet ankommt, weil der Foto-Krempel auf die Dauer zu schwer wird, ist eine praktische Transporthilfe unabdingbar. In Anlehnung meines Berichtes vom 16. April über meinen Stativ-Eigenbau in dieser Rubrik möchte ich jetzt meine selbst gebaute Transporthilfe für meine Fotoausrüstung vorstellen.
    Ursprünglich ging es mir darum, mein Stativ fahrbar zu machen, weil dieses an sich schon mit Kugelkopf ca. 10 kg wiegt. Und daran sollte dann die Fototasche, Tarnzelt und Klapphocker dran gehängt werden. So sollte das Stativ an sich schon als Transporthilfe dienen. Aber: Aufgrund dessen, das die Stativbeine nicht rund, sondern eckig sind, war eine parallele Anbringung der Räder wegen des 120°-Versatzes nicht ohne Weiteres praktikabel, zumal ich den anderen Fotokram trotzdem hätte schleppen müssen. Ursprünglich wollte ich mir eine Transporthilfe nach diesem Vorbild machen: Transportwagen. Ich habe dies dann aber wieder verworfen und habe eine für mich praktikablere Lösung gefunden. Nach langem hin- und her überlegen fiel mir ein, das ich noch ein oranges PCV-Kanalrohr mit 20 cm Durchmesser und 2 Meter Länge hatte. Da ich keine Verwendung dafür hatte, baute ich dieses Rohr zu einer Transporthilfe für mein Fotoequipment um. Zuerst trennte ich 80 cm mit der Flex ab. Das war die ideale Höhe für das Stativ, welches in dieses Rohr zusammengeklappt gestellt wird. Das Rohr musste an der Unterseite mit einer Verschlussmuffe versehen werden, welche im Baumarkt erhältlich sind. Unten bohrte ich dann 2 gegenüberliegende Löcher, durch diese eine Achse von 2 cm Durchmesser und 50 cm Länge gesteckt wurden. Mit Stellringen wurde die Achse am Rohr fixiert und an den Enden brachte ich mit Luft befüllten Räder mit 25 cm Durchmesser und 2 cm Achsdurchmesser an, die ebenfalls mit Stellringen fixiert wurden. Damit es optisch auch noch vollständig aussieht, steckte ich dann noch Abschlusskappen drauf. Eine ausgediente Schneeschaufel mit Handgriff am Stiel baute ich dann als Handdeichsel um, um die Transporthilfe im Gelände zu ziehen. Und damit der Fotokarren nicht nach hinten umkippen konnte, brachte ich dann noch unten einen Regalwinkelhalter mit Querleiste an. Zum Schluss schraubte ich noch 2 Querleisten im oberen und unteren Bereich des Rohrtubus an. Die untere Leiste dient als Halterung für den Fotokoffer und die obere für das Tarnzelt, damit dies nicht seitlich wegrutschen kann. Und um möglichst unauffällig in der Wald- und Wiesenumgebung zu sein, in der ich mich vornehmlich aufhalte, um Tiere zu fotografieren, habe ich alles mit Camouflage-Klebeband (Rohr, Leisten, Deichsel) und Tarnstoff (Fotokoffer) überzogen. Sieht vielleicht etwas zum schmunzeln aus, aber deutlich unauffälliger als das schäbige Orange des Rohrtubus und die grelle Aluoberfläche des Koffers im Gelände ist es alle mal. Alles zusammen einschließlich Transporthilfe bringt es 25-30 kg auf die Waage. Und wie das in der Praxis aussieht, könnt Ihr an den Bildern sehen. Den orangenfarbenen Handgriff und die grellroten Radfelgen will ich noch der Vollständigkeit halber "umfärben" - passt ja gar nicht [​IMG].
    Vielleicht kann ich den einen oder anderen unter Euch anregen, selbst so etwas in dieser oder ähnlichen Art zu bauen, um nicht seine Fotoausrüstung herumschleppen zu müssen. Sämtliche Teile sind in jedem Baumarkt zu haben. Gekostet hat mich das alles zusammen noch keine 50 Euro und ein Wochenende Arbeitsaufwand.

    Gruß
    Bernd

    Transporthilfe unbeladen.JPG Transporthilfe Radanbringung.JPG Transporthilfe beladen_2.JPG
     
  2. Ma-Le

    Ma-Le canikon Mitglied

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    Hallo Bernd,
    sehr interessant Danke für deinen Bericht. Derzeit schleppe ich nicht das Zeug noch mit mir rum aber der sperrige Tarnzelt des ja im Prinzip nicht viel wiegt geht mir am meisten auf den geist...... :)

    Grüsse,
    Matthias
     
  3. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo Matthias,

    wieso ist Dein Tarnzelt sperrig ? Ist das nicht zusammenfaltbar? Ein gute Alternative wäre auch ein Tarnnetz, welches man über sich selbst und die Kamera mit Stativ überwirft. Damit hat man dann auch einen besseren rundum Blick als aus dem Zelt heraus, wo man durch die Fenstergröße eingeschränkt ist. Tja, alles hat seine Vor- und Nachteile.
    Danke für dein Feedback.

    Gruß
    Bernd
     
  4. Ma-Le

    Ma-Le canikon Mitglied

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    Hallo Bernd,
    na ja eine grosse Story mach ich derzeit noch nicht raus sonnst hätte ich wahrscheinlich schon mehr zeit damit verbrachtem etwas zu ändern. Das Zelt ist ähnlich wie das auf deinem Wagen. Als Tarnzelt habe ich ein 1,5mx1,6m x2,0m (- nicht erschrecken der Katalog geht auf SWEDTEAM® Tarnzelt "Wood" Art.Nr00-952 (Seite 78 unten)) es hat den Vorteil as man ab und zu mal richtig aufstehen kann Es ist aber Zusammengefalted im Durchmesser zu gross um es unter dem Arm zu klemmen (jedenfalls sind meine Arme zu kurz). Auf den Fotorucksack lässt es sich auch nicht Spannen, dann kommt man kaum durchs Gestrüpp... Und trage ich es am Tragriemen dann schleift es trotzdem fast auf dem Boden.


    Bist du auch unter dem Namen manchmal im Dforum?


    Grüsse,
    Matthias
     
  5. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo Matthias,

    mein Zelt ist dieses "Doghouse" 1,5 x 1,5 x 1,7". Ganz gerade stehen kann ich nicht darin bzw. so gerade eben. Mir hat diese Zeltvariante so zugesagt, weil es sehr geräumig ist.
    Zusammengefaltet kann ich es trotzdem bequem auf dem Rücken tragen bzw. jetzt an die Karre hängen.


    Nee, ich fotografiere immer noch analog auf Diafilm. Ist aber gut möglich, das ich parallel auch digital fotografieren will, wenn ich meine Teleobjektive an eine Digitalkamera adaptieren kann. Mit dem MicroFourThird-System ist das für das Canon FD-Objektivsystem kein Problem, wenn man von den Automatikfunktionen mal absieht (Panasonic Lumix, Olympus u.a ).

    Gruß
    Bernd