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Thema: "Wie quäle ich den Verschluss" oder "Zeitrafferexperiment"

  1. #1
    Avatar von Proglifter

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    Standard "Wie quäle ich den Verschluss" oder "Zeitrafferexperiment"

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    Hallo liebes Canikon-Forum.

    Demnächst wird neben meiner Wohnstättel ein Fertighaus hochgezogen. Ein beliebtes Objekt für Zeitrafferaufnahmen.
    Gleich mal die Möglichkeiten gecheckt:
    Da gäbe es also Kabelfernauslöser mit Timer ab ca. 60 Euro. Ist mir eigentlich zu teuer, da ich so etwas nicht ständig machen will. Zufällig bin ich aber auf das Programm DCamCapture gestoßen. Läuft mit meiner D90. Der kurze Test im Wohnzimmer war vielversprechend.
    Heute hab ich dann mal ein längeres Experiment gewagt: Wolken spotten, ne ganze Stunde lang. Alle 10 Sekunden ein Foto. Macht 360 Bilder für einen Film mit ca. 14 Sekunden Länge.
    Erst dachte ich, die Wolken wären heute zu langsam, hat aber doch ganz gut geklappt.

    Für die Nachahmer noch einige Tipps:
    - Erst fokussieren, dann den AF abschalten. Sonst fährt das Ding evtl. spazieren und es gibt zwischendrin unscharfe Bilder
    - Blende fest einstellen
    - Belichtungszeit fest einstellen (hab ich vergessen, deswegen flimmert der Film etwas)
    - Weißabgleich fest einstellen

    Kein Video im gedachten Sinne dieses Unterforums aber doch ein Video:


    Noch der Link zum Programm:
    DCamCapture
    Gruß
    Jochen

    500px

  2. Folgende 3 User bedanken sich bei Proglifter:

    TOMTOM (20.04.2010), Volker Arnold (20.04.2010), zoz (19.04.2010)

  3. #2
    zoz
    Avatar von zoz
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    Toll!

    Ich oute mich mal als nixwisser:
    Wie macht man aus den Einzelbildern denn einen Film?
    Grüße!
    Steffen

    --------------------------------------------
    FARBE ist nicht nur überbewertet, sie ist eine Illusion!


  4. #3
    Avatar von Mark
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    Uiii, TimeLapse? Das wollt ich auch schonmal probieren - was braucht man denn dazu an Software? In welcher Auflösung schiesst Du? Ach ja - und was machst Du, wenn mitten im Bau des Fertighauses der Akku schlapp macht?

  5. #4
    Avatar von Proglifter

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    Zitat Zitat von zoz Beitrag anzeigen
    Toll!

    Ich oute mich mal als nixwisser:
    Wie macht man aus den Einzelbildern denn einen Film?
    Ich nutze das Programm kdenlive unter Linux. Einfach die Bilder mit der Laufzeit "1 Frame" in die Zeitleiste einfügen und dann rendern.
    Soll in Windows mit dem MovieMaker auch recht einfach klappen.

    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    Uiii, TimeLapse? Das wollt ich auch schonmal probieren - was braucht man denn dazu an Software? In welcher Auflösung schiesst Du? Ach ja - und was machst Du, wenn mitten im Bau des Fertighauses der Akku schlapp macht?
    DCamCapture funktioniert mit so ziemlich allen aktuellen Nikon-DSLRs. Dazu das normale USB-Kabel der Kamera und los gehts.
    Jedes Video-Schnittprogramm sollte die Einzelbilder zum Film machen können.
    Die Bilder habe ich in der niedrigsten Auflösung gemacht - ist immer noch mehr als Full-HD.

    Mit dem Akku muss man ein bisschen tricksen. Alles weg was Strom braucht:
    - VR aus (steht eh aufm Stativ)
    - die ganzen LEDs im Sucher aus
    - Bildrate verringern. usw.
    Könnte trotzdem ein Problem werden. Die Bilder für's Video haben ca. 30% Akku-Leistung gekostet. Ich rechne mit 1.000 Bildern pro Tag. Das ergibt einen Film mit 40 Sek. Länge (bei 25 FPS).
    Gruß
    Jochen

    500px

  6. Folgende 3 User bedanken sich bei Proglifter:

    Mark (20.04.2010), Volker Arnold (20.04.2010), zoz (19.04.2010)

  7. #5
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    Avatar von Thosch

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    Moin moin,

    ein Problem bleibt noch zu knacken, das bereits erwähnte manuelle Einstellen der Belichtung...
    Die Automatische Belichtung arbeitet für ein Video-Rendering leider nicht konsistent genug, was sich durch ein deutliches Flackern bemerkbar macht.

    Aber wenn man die Belichtung manuell einstellt, heißt das andererseits, daß man die Aufnahmen nicht nebenbei laufen lassen kann, da man auf jede Änderung der Lichtsituation reagieren muß... (wird wohl für ein Baufortschritts-Video kaum infrage kommen)
    Wenn z.b. Wolken durchziehen und abwechselnd Sonnenschein und Schatten herrscht, kommt man um eine Anpassung der Belichtungszeiten nicht herum.
    Sonst saufen entweder die Schattenszenen völlig ab, oder die Sonnenscheinszenen brennen aus.

    Eine Möglichkeit, nach der ich noch suche wäre eine Software, die bei den mit Automatischer Belichtung geschossenen Fotos die Helligkeit vor dem Rendern des Videos angleicht und Ausreißer nach oben oder unten korrigiert.
    Aber so eine Software ist mir bislang nicht bekannt. (wenn jemand da etwas kennt wäre ich für einen Hinweis dankbar).

    Helfen kann noch, den Belichtungsmeßmodus zu wechseln, manche Kameras machen im Modus "mittenbetonte Integralmessung" weniger Ausreißer aber das muß man mit einem Testvideo für jedes Kameramodell ausprobieren. Einen Versuch ist es sicher wert.

    Habe schonmal Timelapse-Videos mit meiner EOS 20D gemacht, zum Rendern habe ich die Freeware VirtualDub und den XVid-Codec verwendet. Belichtungseinstellung erfolgte dabei manuell.



    Achja, es handelt sich um ein Video von Nachtleuchtenden Wolken (auch als NLC, Abk. für noctilucent clouds bezeichnet). Das sind stratosphärische Wolken, die in ca. 85km Höhe weit über dem Wettergeschehen liegen und im Hochsommer manchmal im Norden auftreten.
    NLC sind in der späten Abenddämmerung bis ca. 2h vor lokaler Mitternacht und dann wieder ab ca. 2 h nach lokaler Mitternacht sichtbar, da sie aufgrund ihrer gewaltigen Höhe dann noch von der Sonne beschienen sind.

    Gruß,
    Thorsten
    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis meist größer.

    Bilder, die ich im Board Bildbesprechung eingestellt habe, dürfen gerne von anderen bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.

  8. Der folgende User bedankt sich bei Thosch:

    Volker Arnold (20.04.2010)

  9. #6
    Avatar von Hans Schaechl

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    Moin Steffen,

    z.B. mit VirtualDub. Erstes JPG-Frame öffnen, dann erkennt das Programm bei fortlaufend numerierten
    Bildern eine Sequenz, dann als AVI speichern. Wenn gewünscht, kann man mit sog. Filtern beim Erzeugen
    des AVIs noch Umrechnung der Ausgabegröße und fast beliebige andere Bildmanipulationen anstellen.

    Grüße,
    Hans

  10. #7
    Avatar von m.gilg

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    Ich habe mir schon einmal überlegt, ob ich mir für solche Zwecke eine günstige Kompactdigi mit manueller Steuerung anschaffen soll. Diese würde ich auf elektronische Fernauslösung umbauen. Auf die Dauer belastet die Geschichte, wie es im Titel schon angedeutet ist, den Verschluss eine DSLR schon erheblich. Wenn ich bei solch einem Fall ca. 1000 Bilder pro Tag schieße, ist der Verschluss einer normalen Consumer-DSLR unter Umständen schon nach 40 Tagen dem Tode nahe. Es kann ja auch eine ältere Digi mit einer geringeren Auflösung sein. Für Filme werden ja eh keine hochauflösenden Bilder verlangt.
    /Gruß
    Manfred


    Bilder, die ich im Board Bildbesprechung gepostet habe, dürfen nur dann von anderen bearbeitet werden, wenn sie im selben Thread wieder hoch geladen werden.

  11. #8
    Udo
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    Die Canon G9 (höhere vermutlich auch) haben Zeitraffer eingebaut. Da wäre mir mein DSLR-Verschluss auch zu schade.
    Der fertige Film ist dann gleich von der Karte abrufbar, nix mehr rendern.

  12. #9
    Avatar von Carsten
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    Also meine 400D hat die 2600 Auslösungen in 45 Minuten gut überstanden, der Zähler müsste jetzt knapp bei 60.000 sein, aber die Cam schnurrt noch wie am ersten Tag!
    Gruß vom demotivierten Verschlussquäler

    Fuji X100 und nen bissel Canon Zeugs... - Abblenden? - Wie geht das denn?
    TTL: Testen Testen Lassen....


    Webseite - Hochzeitsblog - privater Blog
    Bilder die ich im Board Bildbesprechung gepostet habe dürfen bearbeitet und wieder hoch geladen werden.
    http://www.facebook.com/Hochzeitsemotionen


  13. #10
    Udo
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    Wirkt denn wohl die Spiegelvorauslösung für den gesamten Zeitrafferzyklus? Das würde die ganze Angelegenheit ja schon mal eine Ecke leiser machen. 4000 mal KLACK pro Stunde würde mich aus den Socken hauen.

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