Mark (27.06.2010)
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Ich bin gerade dabei, meine persönlichen Merkzettel bezüglich Farbmanagement, Monitorkalibierung und -profilierung etwas in Form zu bringen. Ich stell das Ganze dann als Wiki-Eintrag in der Linupedia ins Netz. Hier der Link zu dem Artikel:
Kalibrierung und Profilierung
Wenn ich fertig bin mit dem Wiki, dann geb ich euch Bescheid. Hier erstmal ein kleiner Appetithappen:
EdgarEinleitung
Nehmt mal ein Bild aus eurer digitalen Spiegelreflexkamera und schaut es euch an drei verschiedenen Bildschirmen an. Ihr werden denken, drei verschiedene Bearbeitungen vor euch zu haben. Da kommt Freude auf. Es wird sich ein Gefühl einstellen, das einen Überkommt, wenn man in einen Grossmarkt zum Fernsehkaufen geht. 1000 Bildschirme, überall das gleiche verrauschte Programm, und auf jedem der Geräte sieht das Bild anders aus. Befriedigend...
Wir als ambitionierte Hobbyphotoografen können hier aber was dagegen tun. Nein, nicht gegen die 1000 unterschiedlich eingestellten Supermarkt-Fernseher. Wir können aber unseren Monitor, den wir fürs Ansehen und für die Bearbeitung unserer Fotos verwenden, so einstellen, daß die Farben stimmen und zwar reproduzierbar stimmen.
Das Zauberwort heißt Farbmanagement.
Um solch ein Farbmanagement aber auch sinnvoll einsetzen zu können, ist es notwendig, seinen Monitor erstmal vernünftig einzustellen (kalibrieren) und von dem, was er dann zeigt, eine ICC-Datei zu erstellen (Profilieren).
"Tja nu, wo ist da das Problem?", werdet ihr fragen. "Da gibt es doch Farbmessgeräte, Colorimeter oder so ähnlich heisen die Dinger. Installieren, Programm starten, fertig!"
Und ich kann nur niedergeschlagen antworten: "Seelig sind die Freunde von Redmond, denn mit ihnen sind die Hardware-Fabrikanten. Seelig sind die, die von den Herstellern überschüttet werden mit Treibern für ihre Geräte!" Und ich werde hinzufügen: "Ja, ich bin einer von denen auf der anderen Seite, denn bei mir am Computer arbeitet Linux. Ich gebe es zu! Ja, ich habe gefehlt, als ich die Windows-Welt verlassen habe. Aber lasst euch eines sagen, ich habe es noch keine einzige Minute bereut, diesen Schritt getan zu haben!"
Und ihr werdet mich ansehen, vorsichtig und vielleicht sogar etwas ängstlich ob dieses Verrückten, der da vor euch steht. Und ich werde zurücksehen und euren Blicken standhalten. Denn ich bin mir bewusst, daß auch ich eine Möglichkeit kenne, Farbmanagement zu benutzen, sogar unter Linux!
Ich freue ich mich über jeden Kommentar zu den Bildern, die ich hier zeige. Diese Bilder dürfen selbstverständlich auch bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.
Mark (27.06.2010)






Fertig erstmal: Kalibrierung und Profilierung
Edgar
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Carsten (28.06.2010), DerTrickreiche (12.10.2010), m.gilg (27.06.2010), Mark (27.06.2010)






In dem oben erwähnten Linupedia-Artikel habe ich das Kalibrieren und Profilieren eines Monitors unter Linux beschrieben. Die dazu verwendete Tool-Sammlung ist ArgyllCMS. Dabei handelt es sich um Kommandozeilenprogramme.
Für ArgyllCMS gibt es eine Bedienoberfläche. Die Installation und Anwendung dieser GUI habe ich nun in den Artikel aufgenommen. Hier noch einmal der Link:
Kalibrierung und Profilierung – Linupedia
Edgar
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m.gilg (10.10.2010)




Hallo Edgar,
danke für die tolle Beschreibung!
Du bist übrigens nicht der einzige Pinguin-Jünger
Ich verwende auch seit vielen Jahren Linux.
An das Thema Farbmanagement hab ich mich zwar praktisch noch nicht herangewagt (nicht zuletzt, in Ermangelung eines Colorimeter)
Ich hab allerdings da auch schon eine ganze Weile recherchiert, und denke, daß der folgende link für dich interessant sein sollte:
DOHM - CoCa, Color Camera Calibrator
Gruss
Harry






Bitte schön, gern geschehen!
Dieser Artikel, wie auch einige andere von mir in der Linupedia, ist übrigens aus purem Eigennutz entstanden.
Ich habe nämlich die Angewohnheit, meine Notizen, ob digital oder in Papierform von Zeit zu Zeit ungewollt zu schreddern. Also dachte ich mir: Schmücke deine Aufzeichnungen etwas aus, bringe sie in eine ansehnliche Form und stelle sie ins Netz. Dann habe ich etwas Sicherheit, es doch im Fall der Fälle wiederzufinden und ihr habt vielleicht auch ein bißchen was davon.
Deinen Link werd ich mir dennächst mal ansehen. Jetzt geht es erstmal ein paar Tage fort in Urlaub.
Edgar
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ich wünsch dir nen schönen Urlaub!
Harry






So, Harry, jetzt hab ich mir deinen Link mal angeschaut.
Das scheint ein interessantes kleines Windows-Tool zu sein, um Scanner bzw. Kamera zu kalibrieren. Es ist aber nicht dazu gedacht, einen Monitor zu kalibrieren. Dazu sollte man sich wirklich ein Farbmessgerät zulegen. So ein Teil ist gar nicht mal so teuer (ich hab keine 50 Euronen dafür gezahlt) und die Ergebnisse sind reproduzierbar und anwendbar.
Das Farbmanagement ist ein umfangreiches Thema und ich habe ziemlich lange recherchiert und getestet, bis ich zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis gekommen bin. Dieses Ergebnis habe ich in dem oben erwähnten Linupedia-Artikel zusammengefasst. Den programmspezifischen Teil habe ich dabei speziell auf OpenSuse zugeschnitten, denn das ist das Betriebssystem, das ich (ausschließlich) benutze. Den allgemeinen Teil, also die Grundlagen, die Erklärung der Grundbegriffe des Farbmanagements, das sollte auch für den Windows-User interessant sein.
Wenn ich dir einen Tip geben darf, Harry: Wag dich ran an die Materie. Und wenn´s nicht das Farbmanagement selber ist (das braucht nicht jeder), dann tu´s allein darum, um deinen Monitor zu kalibrieren. Ich auf jeden Fall möchte meinen mit einem Colorimeter regelmäßig kalibrierten (Billig-)Monitor nicht mehr unkalibriert wissen.
Der Urlaub war übrigens schön, schön nebelig. Aber ein Wolkenloch am Watzmann haben wir dann doch gefunden. Waren leider nur drei Tage.
Edgar
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Hallo Edgar,
Es gibt auch eine Linux-VersionZitat von escho
Mir ist schon klar, daß das nicht für Monitore ist, aber, wenn ich das Thema zu Ende denke, komm ich zwangläufig zu der Überlegung, daß auch der Drucker kallibriert sein sollte.
Den kann ich aber überhaupt nur mittels eines kallibrierten Scanner kallibrieren. (oder teure Spezial-Geräte).
Ja!
Ich werd mir auch mal so ein Gerät beschaffen.
Ich hab mich da auch schon eine ganze Weile theoretisch damit beschäftigt. Ich glaub zumindest das Prinzip verstanden zu haben, und werd mich da jetzt wohl auch praktisch ranwagen.
SuSE-Linux mag ich übrigens gar nicht (mehr).
Bis zur Version 7 war ich auch glühender Verfechter von SuSE.
Bis dahin konnte man das für spezielle Anwendungen soweit abspecken, daß das auch auf Systemen lief, die nur eine 16MB-CF-karte als HD hatten.
Danach haben die das massiv aufgebohrt, und der Yast wurde dermassen langsam, daß wir damals über das "Nürnberger Windows" gepottet haben.
Ich hab mich dann Debian zugewendet, wo mir das Paket-Management wesentlich besser gefällt.
Auf speziallisierten Servern verwende ich das immer noch(mein VDR-Server und Client z.B.), aber auf dem Desktop hat schon seit einigen Jahren Ubuntu einzug gehalten.
Deinen Artikel kann ich trotzdem gebrauchen!
Nochmal Danke dafür!
Gruss
Harry
Geändert von DerTrickreiche (29.10.2010 um 00:02 Uhr)






Hallo Harry
Ist zwar jetzt ein bißchen OT, aber Wurscht: Yast ist inzwischen ziemlich schnell geworden und ich bin mit OpenSuse in Verbindung mir KDE ziemlich zufrieden. OT Ende
Ich geb dir Recht, daß der Drucker mit Hilfe eines mit einem IT8-Target kalibrierten Scanners ohne allzu grossen Aufwand kalibriert werden kann. Das ist im Moment für mich aber keine Option, da ich nicht mit einem photofähigen Drucker ausgestattet bin. Ich laß die Bilder ausbelichten. Mit Softproof über das vom Ausbelichter angebotene ICC-Profil komme ich dabei zu guten und reproduzierbaren Ergebnissen.
Danke für deine Anmerkungen
Edgar
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Ich habe ein Update des Howtos durchgeführt. Folgende Änderungen sind haupsächlich eingeflossen:
Getestet mit OpenSuse 11.4 und KDE 4.6 (64 Bit)
Bug im Profilloader von dispcalGUI ist behoben
Hinweis auf die Repositories für ArgyllCMS und dipcalGUI aktualisiert
Kalibrierung und Profilierung
Edgar
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