kris.kelvin (02.11.2010)
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Hallo!
Also ich möchte mir gerne so ein Heimstudio einrichten.
Habe auch schon einiges gelesen und viele DVDs angesehen (z.b. Galileo Design von Kaplun, oder auch das andere über Studiofotografie und auch Aktfotografie usw.)
Da wird jedoch immer eher weg von den günstigen Blitzköpfen und hin zu den teureren geraten.
Dazu hätte ich gerne mal die Frage:
Was ist denn und das keine günstige?
Diese Walimex sind das die günstigen oder ist das schon was ordentliches?
Pavel Kaplun macht ja auch fast alles mit Walimex oder?
Wieviel Watt braucht man denn? Wieso braucht man im dunklen Studio 600W und mehr?
Selbst mit den kleinen Systemblitzen kann man ja schon ganze Räume ausleuchten.
Worin unterscheiden sich die günstigeren Modelle zu den teuren wie Briese Händel oder Multiblitz? (Gibt es j auch in nur 200 oder 300 Watt.
Ist das Licht da auch anders/besser?
Bezüglich Hintergründen:
Ich denke für ein Homestudio ist wohl so ein Karton/Stoffhintergund den man auf der Decke/ Wand befestigen kann das beste oder? Gibts da auch qualitatie Unterschiede oder Dinge auf die man achten sollte?
Immer wieder hört man die MArke Walimex. Warum? Sind die so billig, oder sind sie so gut?
Bei Reflektoren weiß ich dass sie halt unglaublich günstig sind. Aber qualitativ halt schon schlechter als z.b. ein Sunbbounce.
Wie ist das bei Hintergründen und Blitzanlagen mit Aufsätzen.
Merkt man da auch einen Unterschied?






Huhu,
du hast bei günstigen Blitzköpfen wie den Walimex-Geräten ein paar "Mängel" die du bei teureren Geräten nicht hast. Das wäre z. B. die Farbtemperatur welche sich bei günstigen Blitzen je nach Temperatur der Geräte, Laufzeit und Alter verändert. Das kann dazu führen das du bei einem Bild das mit 3 Blitzen gemacht ist 3 verschiedene Farbtemperaturen hast. Der nächste Punkt wäre die verfügbaren Lichtformer, das Walimex System bietet zwar relativ viele Lichtformer, allerdings sind diese bei weitem nicht so gut wie bei teureren Herstellern. Ein tolles Beispiel dafür ist der Beauty Dish. Bei manchen Geräten schaut z. B. die Blitzröhre an der Deflektorplatte des Dishes vorbei, das ist ein absolutes NoGo. Abgesehen davon ist der Walimex-BD einfach nur eine Schüssel mit Deflektor, bei anderen Herstellern steckt da eine genaue Berechnung dahinter bei wie viel Licht, wie viel raus kommt und vor allem wohin und mit welcher härte. Letzter wichtiger Unterschied wäre die wertigkeit. Ein Walimex-Blitz und ein Hensel-Blitz sind schon allein von der Haptik und der Materialqualität ein großer Unterschied.
Jetzt ist natürlich die Frage ob die oben genannten Punkte für dich wichtig sind. Wenn du in Zukunft kein Geld mit deinen Bildern verdienen willst sondern nur, in deinem Heimstudio, deinem Hobby nachgehen möchtest tun es sicher ein paar Walimex Blitze. Falls du aber damit irgendwann Geld verdienen möchtest oder einfach viel Wert auf Qualität legst solltest du mehr Geld investieren.
Grundsätzlich ist ein Papierhintergrund einfacher zu handhaben da er nicht verknittert oder ähnliches. Natürlich wird dieser dreckig, aber das lässt sich in PS relativ leicht entfernen bzw. kannst du einfach neues Papier abrollen. Aber es ist natürlich auch auf dauer teurer als Stoff. Grundsätzlich würde ich jedem aber Papierhintergründe empfehlen.
Viele Grüße
Chris



Danke.
Mich wundert nur dass sogar Profis wie Pavel Kaplun nur mit Walimex arbeiten.
Und die von dir genannten Probleme/Schwachstellen sind bei elinchrom, Hensel oder Multiblitz nicht oder?
Diese 3 sind schon ziemlich top oder?
Auch bei den unteren Produktgruppen wie z.b. der DLite Serie?
Danke






Schau dir mal die neuen Priolite an !!
kris.kelvin (02.11.2010)






Grüße!
Steffen
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FARBE ist nicht nur überbewertet, sie ist eine Illusion!






wie sagte mein alter lateinlehrer so nett: "fama est."*
;-)))
von dem phänomen lese ich immer wieder, wenn es um das thema "preiswerte oder teure bllitzanlage?" geht.
daher mal etwas aus meiner persönlichen erfahrung...
ich habe vor einer weile mal alles durchgemessen, was ich selbst habe und bei befreundeten fotografen gefunden habe. da war alles dabei, sytemblitze (canon 430/580 ex II), preiswerte geräte (visico vc bzw. wallimex vc 600), das solide mittelfeld (bowens gemini pro) und schweitzer highend (broncolor minicom). gemessen habe ich mit meinem kenko color meter kcm-3100 (was nichts anderes ist als ein minolta colormeter 3 in neuer verpackung. seit sony vor ein paar jahren konica-minolta gekauft hat).
die ergebnisse haben eine solche bandbreite, dass man zwar tendenziell sagen kann, dass preiswerte geräte bei der farbtemperatur und der leistungsabgabe nicht so stabil sind wie teure, aber um diese abweichungen hinzubekommen, muss man sie zum teil wirklich lange laufen lassen. über stunden. die abweichung halten sich selbst bei einstiegsgeräten im rahmen (< 300 K), die sind eher bei der leistungsabgabe problematisch. da kann schon mal eine halbe blendenstufe daneben gehen. in allen werten am stabilsten sind die systemblitze, die haben die kleinsten abweichungen.
die alterung ist auch etwas, was sich massiv bemerkmar macht. seltsamerweise besonders bei den teuren brons. da werden aus 5250 K nach dem wechsel auf eine neuen röhre plötzlich 5850 K. bei den billigen ist es wesentlich weniger, dafür kann die abweichung von gerät zu gerät größer sein und das bei gleicher nutzungszeit. ähnlich sieht es bei der leistungsabgabe aus. da bedeutet in der einsteigerklasse ein gleicher wert noch lange nicht die gleiche leistung. abweichungen bis über eine halbe blende sind drin, je wärmer die geräte werden, desto größer sind sie. und sie sind extrem unberrechenbar.
wie so vieles. mich hat das alles eher verwirrt als tatsächlich schlau gemacht und ganz kriminell wurde es mit lichtformern. da kriegt man dann mit softboxen locker abweichungen bis über 1500 K, abhängig vom zustand der innenbeschichtung, vom alter der innen- und aussendiffusor und von der staub-/zigarettenteerschicht auf diesen. das ist dann oft reines rumprobieren und rantasten, verlässliche regeln lassen sich da keine mehr aufstellen. tendenziell produzieren teure lichformer weniger abweichungen, aber nur in gutem zustand, softboxen mehr als beautydishes oderbutterflies. die geringste abweichung von allem hatten übrigens simple styroplatten aus der selben packung.
...
klingt zum verzweifeln, ist es aber gar nicht. die abweichung fallen zum teil nicht auf, schließlich lichtet man selten das fogra-testbild ab. selbst bei weissem hintergrund sieht man es oft nur, wenn man es weiss. die schwachstelle bei all dem sind in meinen augen eindeutig die lichtformer. mit denen kann man sich viel versauen, die abweichungen sind zum teil beängstigend, besonders mit softboxen, die schon ein paar jahre auf dem buckel haben.
und in all den diskussionen um teure oder preiswerte blitzanlagen (um wieder zum ausgangspunkt zurückzukehren), hab ich bis jetzt leider wenig über eben diesen faktor gelesen, obwohl der am ende viel mehr einfluss auf die farbtemperatur hat, als das gerät selbst.
daher würde ich eher zu einer günstigen anlage mit guten lichtformern von einem hersteller raten, als zu einer teuren anlage und lichformern aus dem unteren preissegment. egal ob softboxen, schirme, oktoboxen oder windowlights, das ist am falschen ende gespart. ideal ist natürlich eine teure anlage ab dem oberen mittelfeld, mit wirklich guten lichtformern.
für einen profi... !!!
;-)))
das ist jetzt meine erfahrung und so eine testreihe aus der hüfte ist eher ein richtwert als eine klare aussage.
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*= "es geht die sage, dass..."
....
"es ist ganz einfach im leben, schwein hat man oder man hat es nicht" --- kermit der frosch
ja, einen fotoapparat besitze ich auch und inzwischen endlich auch eine webseite...
ah9 (03.11.2010), ako (18.01.2011), Anne Lippert (02.11.2010), brembo (02.11.2010), elastico (02.11.2010), Marc (02.11.2010), Proglifter (02.11.2010), Spuckie (27.01.2011), Volker Arnold (02.11.2010), zoz (02.11.2010)






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Grüße!
Steffen
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interessant. so hab ich das noch nie gehört. versteh ich zwar nicht ganz, das seine Softbox so merklich altert aber klingt auf jedne fall mal sehr spannend.