Oliver78 (23.08.2011)
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Darauf gekommen ist eigentlich Oliver78 über diesen Thread zum Thema "Akkus von Fremdherstellern" - auch bei Tintenpatronen ist es so, dass ja teilweise ein Vielfaches in Euros aufgerufen wird für vermeintlich "gleiche" Patronen. Auch das Chippen der Patronen der Originalhersteller hält Drittanbieter nicht ab, Patronen nachzubauen (mit und ohne Chip, mit Resetter oder mit Chip-Umbau von Patrone zu Patrone) - andere Dritthersteller bieten Tinte zum Nachfüllen oder gar ganze Schlauchsysteme an, der Markt an Druckertinte ist unglaublich weit gefächert...
Was ist Eure Erfahrung? Nur Tintenpatronen vom Druckerhersteller, oder darf auch Fremdtinte verspritzt werden?






So, ich fange mal gleich mit meiner Erfahrung an:
Ich hatte es tatsächlich einmal versucht, meinen Pixma Pro 9000 Mark II mit Fremdtinten zu bestücken. Diese Tinten waren (auch hier) nicht die billig-Tinten aus der eBucht für wenige Euro, wohl aber günstigere Tinten mit Chip und angeblicher "Originaltinte wie sie von Canon verwendet wird" - angeblich gibt es ja eh nur sehr wenige Hersteller der Farben.
Der Grund: Canon ruft pro Patrone (es sind 8!!) ca. 15,- auf, die Nachbauten kosten 6,- (die Billigen ab 1,- - war aber klar dass das nix wird).
Ich will es kurz machen, und Euch die komplette Geschichte ersparen (gerne bei einem guten Rotwein): Ich habe während der Umstellung auf die Fremd-Tinten den Überblick im Mischbetrieb verloren, und irgendwann alle Patronen weggeworfen und durch Originale ersetzt, da die Druckergebnisse (eines kalibrierten Workflows) schlichtweg unerträglich waren.
Wer Fremdpatronen nutzen möchte, sollte:
1.) EINEN Hersteller wählen, der immer gleiche Qualität und Tinten liefern kann
2.) KOMPLETT die Originalpatronen herausnehmen, und durch die Fremdpatronen ersetzen
3.) Drucker komplett neu kalibrieren, besser noch das Gesamtsystem
4.) bloss keinen billigen Mist kaufen
Wer 1-4.) nicht beherzigt, sollte die Finger vom selber drucken lassen, und die (eh meistens günstigeren) Onlinedienste bemühen... ...just my 2 cents
Oliver78 (23.08.2011)




Meine Erfahrungen mit Fremdtinten:
- verstopfte Düsen
- Farbstich
- schnell ausbleichende Bilder
- Sauerei im Drucker
Tausende Euro für Kamera, Objektive und Eizo-Monitor ausgeben und dann am Ende der Kette sparen?? Paradox





Ich steh mit Leib und Seele auf Müllvermeidung, Recycling und teile im Ansatz und im Einzelfall Mirkos Ansicht, dass die Hersteller durch verschiedene technische und nicht-technische Maßnahmen dafür sorgen, dass der eigentlich leicht mögliche Ersatz des Originalzubehörs erschwert bis unmöglich wird.
Das Ärgernis mir dem Verhalten der Hersteller bekommt man nur im direkten Kontakt mit den Herstellern in den Griff:
1. Vor der Kaufentscheidung kann man beim Hersteller und beim Fachhändler konkret anfragen, ob Fremdzubehör unterstützt wird. (Bevor ihr jetzt loslacht und was von naiv und so schreibt: Mir ist völlig klar, wie die Antworten auf diese Frage ausfallen. Der Punkt ist aber: Nur durch diese konkreten Nachfragen und auch ggf. mal eine entsprechend begründete Ablehnung eines Prduktangebts bekomen die Hersteller und Händler mit, dass es für uns Kunden ein wichtiges Thema ist. Schließlich lassen wir doch sehr viele Euros in den Läden und kaufen in aller Regel nicht den billigsten Ramsch, sondern Produkte mit recht ordentlichen Margen.)
2. Wenn es die noch gibt, sollte man die Alternativen bei der Anschaffung einer Geräts auswählen, die den Anwender nicht auf Originalzubehör festlegt.
3. Wenn es keine Alternative gibt, hilft das Jammern nichts und ich muss wohl oder übel neben dem Originalprdukt auch das Originalzubehör kaufen. (Vielleicht hilft es ja, monatlich die leeren Druckerpatronen als Päckchen an den Vorstand von Canon/Epson & Co zu schicken, mit dem Hinweis, dass man das ja gerne vermeiden möchte, aber die Sch...Kiste ja keine Re-fill-Tinte verarbeitet ...
Ich bin bei 3. gelandet, nachdem ich einen relativ alten Drucker (Canon Bubblejet ...) mit offenbar minderwertigen Refillpatronen total versaut und verstopft habe und ...
beim Nachfolgedrucker (Canon i865) eine zeitlang mit eigenhändigem Nachfüllen der Originalpatronen mittels Spritze (Barock-Kit) experimentiert habe. Das endgültige Aus kam dann mit dem Thema Farbmanagement: Der Versuch, das mit den Refill-Tinten und einer (einzigen) Sorte "Foto"-Papier (gutes Hanemühle-Papier) in den Griff zu bekommen, ist nach einem ganzen Stapel Testdrucken kläglich gescheitert. Noch während dieser Testphase hat mir dann ein Profifotograf seine Geschichte erzählt. Er wollte - ähnlich wie Mirko - die Diktatur der Hersteller auch nicht hinnehmen und versuchte ernsthaft, für seine "Quick & Dirty Drucke" eine Lösung mit Hanemühlepapier und Fremdtinte hinzubekommen ... er hat kapituliert und schwört seither auf das Trio "Drucker - Tinte - Papier" alles von einem Hersteller.
Seither verwende ich zu meinem Canon Drucker das Canon Papier (PR 201) und die Canon Tinte und das Ergebnis steht seither stabil und gut.
Wenn es größer als DinA4 und wirklich gut sein soll oder wenn ich mehr brauche und Geld sparen will, geht der Auftrag dann eh in ein gutes Labor ...
Soviel zu meiner Lernkurve zum Thema Drucken ...
Ciao
Jürgen





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