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ewa-marine U-B 20m - erster Erfahrungsbericht über ein Unterwassergehäuse
Was tut man nicht alles, wenn man Urlaub auf Sardinien macht?Wie wir ja schon gesehen haben, entstehen dort wunderbare Panos ("Blumen"
für hanswerk) oder herrliche Makroaufnahmen. Von einigen erfahrenen Forumsmitgliedern inspiriert, habe ich mich mal - auf Zehenspitzen sozusagen - in die Unterwasserfotografie eingefühlt. Mein erster Eindruck: macht total Spaß und funktioniert.
Der Finanzaufwand von über 230.- € muß je nach familiärer Sensibilität mehr oder weniger mit der Familienkasse abgestimmt werden. Es ist zu teuer, um es nur einmal auszuprobieren, aber dafür schreibe ich ja meinen Artikel, um euch zu motivieren.
Das Gehäuse selbst, das bis zu einer Tauchtiefe von 20 m geeignet sein soll, wird aus Spezialfolie hergestellt und hat eine integrierte optische Planglasscheibe. Es ist -laut Hersteller - hervorragend einsetzbar zum Schnorcheln, Tauchen (bis 20 m), am Strand, in der Wüste, bei Regenwetter oder in Gegenden mit hoher Luftfeuchtigkeit. Der Verschluß des Gehäuses besteht aus zwei Klemmschienen, die mit drei Schrauben zusammengeschraubt werden und dadurch das Gehäuse wasserdicht verschließen. In das Gehäuse selbst können Bleigewichte gelegt werden, um das Gehäuse auszutarieren, was beim Schnorcheln aber nicht notwendig ist. Das Gehäuse wird in einer gelben Tragetasche geliefert, in die eine wasserdichte Seitentasche eingebaut ist.
Die Handhabung ist wirklich einfach. Auf das Objektiv wird lediglich ins Filtergewinde ein Adapter geschraubt, der dann von innen auf den Rahmen der Planglasscheibe gesteckt wird.
Die Bedienung der Kamera unterwasser ist zwar theoretisch möglich, aber praktisch wegen der sehr dicken Folie extrem schwerfällig und fehlerbehaftet. Am besten stellt man alles überwasser an der Kamera ein, was man benötigt, und genießt das Schnorcheln. Der Blick durch den Sucher oder gar das Fotografieren mit liveview sind eine Utopie wegen der schwierigen Lichtverhältnisse und der zahlreichen Brechungsindizes, denen das Licht vom Objekt übers Wasser durch die Linse über die Kamera und dem Pentaprisma wieder hinaus aus dem Sucher durch die Folie und das Wasser und die Taucherbrille mit Luft ins Auge hinein ausgesetzt ist.
Kurz: einfach üben und aus der "Hüfte" zielen. Drehen des Zoomrings ist ebenso unmöglich wie das allseits gewohnte Bildbetrachten nach dem "shot". Voller Akku und große leere Speicherkarte garantieren am ehesten den Spaß, den ich wirklich damit hatte.
Aufnahmetechnisch bin ich an einem sonnigen Tag und Schnorcheltiefen bis 2 m sehr gut mit ISO 200, 16mm Brennweite, Programmautomatik und Autofokus zurechtgekommen. Der automatische Weißabgleich bringt die besten Ergebnisse, dennoch sind nachträgliche Tonwertkorrekturen erforderlich. Da unter Wasser alles etwa ein Viertel größer zu sein scheint, habe ich mich für das erste Mal für 16mm Brennweite enschlossen.
Ich kann soweit nur bestätigen, dass alles bestens funktioniert hat.
Meine Bilder sind keine wertvollen Fotowerke, sie sollen lediglich meine ersten "Schwimmversuche" zeigen.
Soviel steht fest, auf diesem Gebiet werde ich weiter fotografieren! Das macht richtig Spaß!
Technik: Nikon D300s, AF-S 16-85/3,5 @ 16mm, ewa-marine UB20 Unterwassergehäuse
Bild 1: Cam und Geäuse von vorne
Bild 2: Halten der Cam und Bedienmöglichkeiten mit Daumen und Zeigefinger
Bild 3 und 4: Fotos halb unter halb über Wasser machen Laune und bereiten dem Autofokus keine Schwierigkeiten
Bild 5 und 6: Meeresgrund und kleines Getier
Bild 7: Anwärterfoto fürs neue Avatar - vielleicht.
Viel Spaß beim Betrachten und schöne Urlaubszeit!
Viele Grüße, Thomas
Hi Thomas,
welche Immunsuppressiva nimmst du denn, daß schon der nächste Virus innehält....Glückwunsch... .
Frei nach dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung trifft dies nun auch für deine Cam zu. Somit kannst du nun bei Regenwetter Panos über Wasser und bei Sonnenschein Panos Unterwasser machen, ja das hat schon was. Und auf Folgebilder bin zumindest ich gespannt.
Ich finde Unterwassergehäuse ja auch faszinierend, hier sehe ich einwenig das Problem wie du es beschreibst, daß Einstellungen an der Cam (Bedienknöpfe) nur sehr schwer bzw. exakt zu verstellen sind, wie schnell lässt sich das Gehäuse denn öffnen, um eine Veränderung vorzunehmen?
Und noch ne Frage, wie verhält sich der Autofokus so unter Wasser, geht das problemlos?
Hat nicht Kris Kelvin (Johannes) auch ein UW-Gehäuse? vielleicht kann er mal sein Gehäuse im Vergleich vorstellen.
(ich glaube er hat es schon... ich muss mal suchen gehen)
Für mich hätte so eine UW-Folie den Reiz auch wirklich bei strömendem Regen mit der Kamera unterwegs zu sein.
Danke Thomas für die Vorstellung...![]()
Grüßle Hans
To live outside the law you must be honest. (BOB DYLAN)






Hallo Hans,
beim Autofokus kann ich dich "beruhigen", der funktioniert einwandfrei. Die Folie selbst ist mit drei Schrauben und einer Leiste wasserdicht verschlossen. Das Öffnen und wiederverschließen dauert theoretisch ca. 3 Minuten. Praktisch ist das allerdings insofern problematisch, da z. B. das Gehäuse so frisch aus dem Wasser erst mal mit klarem Wasser gereinigt werden soll und beim Öffnen am Strand immer Sandkörnchen in die verschraubte Dichtungsschiene gelangen, was fatale Folgen unterwasser hätte. Ein Entpacken und Neueinstellen der Kamera während einer Unterwassersession ist somit weit zeitaufwändiger und sensibler als unter "Trockenbedingungen".
Als Schutz bei Regenwetter, an Land sozusagen, kannst du die Kamera besser als in der Folie bedienen, da mußt du sie nicht zwingend auspacken.
Probiers einfach mal aus, wenn du Gelegenheit hast...
Viele Grüße, Thomas
Danke Thomas,
vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit sowas "live" zu sehen und zu "handeln".
Grüßle Hans
To live outside the law you must be honest. (BOB DYLAN)