Hallo Edgar,
die Bilder wirken auf mich irgendwie flach. Blende 8 ist zu groß, der Schärfebereich zu gering. Das Braun des Hintergrundes passt auch nicht zu den Farben des Käfers (und entstauben hättest du ihn auch können)
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So, hier zwei Versuche von heute.
Die Nummer 1 ist nur mit available light fotografiert, wobei ich die Blende auf f8 zugemacht habe. Da ich das Bild croppen wollte. habe ich ISO100 eingestellt. Der Käfer saß fast unbeweglich da, so daß ich die 15s Belichtungszeit akzeptieren konnte.
IMG_0152.jpg
Beim zweiten Bild habe ich zusätzlich den Blitz eingesetzt, den ich auf ein Stativ geschraubt hatte. Hätte ich ihn als alleinige Lichtquelle verwendet, so wären die interessanten Farben des Käfers verloren gewesen. So setzte ich ihn nur als Unterstützung ein und akzeptierte eine Belichtungszeit von 1/2s. Der Crop ist so gewählt. daß der Eindruck erscheint, der Käfer würde auf dem Bildrand laufen. Den Focus habe ich so gelegt, daß Auge und vorderer Fühler scharf sind (Hat mich ein paar Bilder gekostet, weil der Käfer seine Trägheit verloren hatte und sich nur von Zeit zu Zeit ausruhte.
IMG_0165.jpg
Ich hoffe, ich hab das mit dem Kontrast zum Hintergrund jetzt besser hinbekommen.
Edgar
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Hallo Edgar,
die Bilder wirken auf mich irgendwie flach. Blende 8 ist zu groß, der Schärfebereich zu gering. Das Braun des Hintergrundes passt auch nicht zu den Farben des Käfers (und entstauben hättest du ihn auch können)






Erklär´s mir Franz. Was kann ich tun, daß es auf dich nicht mehr so flach wirkt?
Das Braun des Hintergrundes gefällt mir persönlich aber gar nicht mal so schlecht. Und für eine kleinere Blende hatte ich nicht genügend Licht. F16 und 30s hätte nicht funktioniert. Und bei noch mehr Blitz beim zweiten Bild waren die Farben weg, das hab ich ausprobiert. Außerdem wäre ich dann bei der Entfernung in der Beugung, was das gesamte Bild etwas unscharfer macht. Auch das hab ich ausprobiert.
Edgar
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Warum gehst du nicht mit der Zeit auf 1/100stel und verwendest mehrere Blitze? Wichtig dabei ist, daß du die Blitze unbedingt mit einem Bouncer (z.B. Joghurtbecher) abschwächst und streust. Gerade bei so glänzenden Motiven hast du sonst immer unschöne Lichtreflexe. Ich verwende meist den eingebauten auf 50% oder weniger, und zwei kleine, kabellose Seitenblitze für die Tiefe (die dürfen ruhig weiter weg stehen, mit der Entfernung bestimme ich die Lichtstärke), und bei Blende 16 hast du noch keine Beugungsunschärfe. Ich nehme meist die zweitkleinste Blende, das kann auch 22 sein, je nach Objektiv, vor allem bei Retroaufnahmen. ISO 100 verwende ich auch meist, mit den Blitzen hab ich ja genug Licht. Und die Hintergrundfarbe ist natürlich Geschmacksache. Croppen vermeide ich auch möglichst, obwohl ich einen 13MP Sensor habe.
Franz






ich weiß, das weiß ist nicht jedermanns sache...
würde ich aber auch heute noch ganz ähnlich machen, auch wenn die bilder uralt sind und sie rein technisch meinen aktuellen maßstäben lange nicht mehr genügen (mit einem manuellen 55 mm micro nikkor, vorhandenem tageslicht und einer d70, die keine automatikfunktion bei mf-objektiven unterstützt, geht es leider nicht viel besser). da finde ich lediglich die farben und den weißen hintergrund vorzeigbar.
ich persönlich finde, weiß lenkt am wenigsten vom motiv ab, die farben kommen am besten raus und es wirkt sehr pur. ich mag das. zwischendurch habe ich es immer wieder mit anderen hintergründen und etwas stärker inszeniertem licht probiert (so wie auf den bildern unten), das hat mir aber letztendlich nie so gut gefallen wie das weiß.
ist aber geschmacksache und da kann man nicht wirklich drüber streiten......
....
"es ist ganz einfach im leben, schwein hat man oder man hat es nicht" --- kermit der frosch
ja, einen fotoapparat besitze ich auch und inzwischen endlich auch eine webseite...






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Neu fotografieren kann ich den Goldkäfer leider nicht, da er das Weite gesucht hat. Ich versuche mich aber trotzdem heranzutasten mit dieser neuen Bearbeitung der Frontalansicht. Wirkt diese Bearbeitung immer noch so flach?
IMG_0152_01.jpg
Zu den Blenden sag ich später noch was, da das ein Thema für sich ist.
Edgar
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Viel besser, Edgar. Vielleicht war es der braune Hintergrund, der das Bild so flach wirken ließ. So kommen auch die Farben besser zur Geltung.






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So, dann will ich mal das für die Qualität der Bilder Wesentliche aus dem Thread herausziehen:
Hintergrund zu uniform und grün.
Dem stimme ich inzwischen (mit einem Abstand von ein paar Tagen) voll und ganz zu. Das Bild ist langweilig!
Zu mittig, rechts kein Platz gelassen
Stimmt! Ich weiß nicht, was mich geritten hat...
Schärfe(nebene) in Ordnung:
Die Schärfe auf die Augen legen und alles ist im grünen Bereich. Die Bilder hier hab ich alle manuell fokussiert. Ich muß mal ausprobieren, wie das bei Makro mit dem Autofocus aussieht. Der von meinem Tamron-Objektiv ist so unendlich langsam, dank eines Mikromotors.
Hintergrund weiß
Das wäre für die Farben des Käfers wohl das richtige. Es müsste nur so inszeniert werden, daß es nicht so aussieht, als ob der Käfer an einer Stecknadel als Präparat sein in diesem Fall verloschenes Dasein fristet. Und wenn ich einen Käfer vor einem weißen Hintergrund fotografiere, sieht es hundertprozentig so aus. Deswegen werde ich von dem Weiß, wo es geht, Abstand nehmen.
Bilder wirken flach
Ich muß zugeben, daß mich diese Aussage vor ein Problem gestellt hat, denn ich war von den Ergebnissen des Shootings, bei dem ich auf dem Bauch liegend dem Käfer mit der Kamera hinterherrobbte, durchaus überzeugt.
Wie ich sagte: Ich war... Mit ein paar Tagen Abstand ist die anfängliche Euphorie gewichen und ich betrachte die Bilder nüchterner.
ich denke, mein Fehler bei den Bildern 2 und 3 lag in der EBV. Ich habe mich nicht dazu durchringen können, ausgebrannte Stellen zu akzeptieren. Das Ergebnis war eine flaue leblose Entwicklung, bei der ich mehr Wert auf Details, als auf Leben gelegt habe.
Ich werde versuchen, den nächsten Bildern dieses Leben zu geben, indem ich ein paar Peaks am Rechtsanschlag des Histogramms akzeptiere.
Beim letzten Bild hab ich übrigens in darktable mit einem Verlaufsfilter gespielt. Den hatte ich bis jetzt immer unterschätzt. Es ist erstaunlich , was man damit alles erreichen kann.
Blende zu groß:
Ich habe das Tamron-90mm-Makroobjektiv, das bei mir die besten Ergebnisse, was Kontrast und Schärfe betrifft, zwischen f5,6 und f8 zeigt. f4 ist schon schwächer und f2,8, also Offenblende unakzeptabel im Makrobereich. Da ich aber doch etwas Tiefenschärfe im Bild haben will, kommen die beiden ersten Blendenstufen für mich sowieso nicht in Frage.
Weiter gehts in die andere Richtung, in der ich aber etwas differenzieren muß
Wenn ich das Bild in 19 Zoll Monitorgröße verwenden will, ist schärfetechnisch f11 und f16 in Ordnung. f22 und die kleinste Blende f32 kann ich vergessen, da zu unscharf.
Nun verwende ich ganz gern einen Ausschnitt des Ursprungbildes. Objektiv und die EOS600d lassen das zu. Bei einem größeren Crop wird es bei f11 schon leicht unscharf, was ich aber durchaus noch als akzeptabel einschätze. F16 tut meinen Augen manchmal aber schon weh.
Und noch ein Grund, warum ich meisten bei Blende 8, maximal Blende 11 aufhöre: Bei f11 werden sie schon leicht, bei f16 sehr deutlich sichtbar, die Sensorflecken. In einem bewegten Bild fällt das nicht auf. Wenn der Hintergrund dann aber gleichmäßiger wird, stört es ganz eminent.
Blitz
Ich kann im extremen Makrobereich nur einen externen Blitz benutzen. Mehr hab ich nicht und mehr gibt mein Budget im Moment auch nicht her. Und den internen Blitz brauche als Unterstützung nicht dazuschalten, da er durch den dann langen Objektivtubus abgeschattet wird.
Ich danke nochmal für eure Antworten. Dieser Thread hat mir eine Menge gebracht
Edgar
P.S.: Der Prüftermin der Kaltlichtquelle sollte mal einer Begutachtung unterzogen werden![]()
Geändert von escho (19.04.2012 um 19:18 Uhr)
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