Mark (05.09.2011)
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Da haben wir mal wieder ein schönes Thema zur Kaufberatung: Eine liebe Kollegen kam gerade auf mich zu, und fragte die berühmte Frage: "kannst Du mir eine Kamera empfehlen"?
Damit ich nicht wieder pauschal "Nikon Dxxx" antworte, frage ich doch lieber mal Euch.
Der Rahmen: Es soll eine DSLR sein, mit der man anspruchsvolle Fotos vom Nachwuchs und allgemein der Familie machen kann(Ausflüge / Urlaube / Kinderbilder). Die Dame möchte gerne auch auf Leinwand die schönsten Bilder an die Wand hängen. Zur Technik: die Teilnahme an einem Workshop (bei teamzwo ;-) ist geplant.
Budget: ca. 1.000,- - es soll möglichst eine Canon / Nikon werden, sie soll auf jeden Fall neu sein. Ich glaube, das waren die Rahmenbedingungen
Ich bin gespannt, was Eure Meinung ist...






Ach ja, so sah mein Tipp aus:
Bei Deinem Budget „um die 1.000,- Euro“ gibt es tatsächlich schon richtig gute Kameras und Objektive. Bitte niemals zugunsten einer höherwertigen Kamera ein günstigeres (billigeres!) Objektiv wählen, das rächt sich! Bitte vergreife Dich nicht an einer 18-200 „Allround-Linse“ – das sind eigentlich immer schlechte Kompromisse.
Interessant bei Nikon ist die D7000 im Paket mit dem 18-105mm:
Nikon D7000 SLR-Digitalkamera Kit inkl. AF-S DX 18-105: Amazon.de: Elektronik
Vielleicht auch interessant: Der Vorgänger der D7000 ist die D90, die gerade recht günstig abvermarktet (sind allerdings auch echt Welten zur D7000, die ich für eine Hammer-Kamera halte):
Nikon D90 SLR-Digitalkamera Kit inkl. 18-105mm: Amazon.de: Elektronik
Von Canon gibt es in der (zufällig) gleichen Preislage die D60, auch eine sehr erwachsene Kamera:
Canon EOS 60D SLR-Digitalkamera Kit inkl. EF-S 18-135: Amazon.de: Elektronik
Aus meiner Sicht ist die Nikon D7000 die erwachsenste Kamera in dem Preissegment, sie ist auch die Aktuellste im Club. Von der Bedienung her sind Canon und Nikon in der Praxis sehr unterschiedlich: Nikon bietet meistens ein paar mehr „Knöpfchen und Schalterchen“, während Canon lieber ein paar zusätzliche Menüpunkte integriert.
In Summe möchte ich aber empfehlen: Nehmt die beiden Kameras mal in die Hand! Technisch und von den Bildern her sind alle Kameras in dem Segment wirklich hervorragend. Die unterschiedlichen Bedienungs-Philosophien sind menschenabhängig – und auch die Form ist unterschiedlich. Meine Meinung: Die Kamera, die man gerne dabei hat, in der Hand hält, und gerne bedient, macht immer die Besseren Bilder, als ein technisches Wunderwerk, das man nicht dabei hat, oder nicht mag.
Oder anders: Nehmt ne Nikon D7000 ;-)
Wenn es sich um jemanden handelt, der noch nicht mit Linsen vorbelastet ist und im näheren Umfeld auch nicht die Chance hat auf Jemanden zurückzugreifen der ihm bei irgend einer C oder N Marke unter die Arme greifen kann (die ja nun mal am weitesten verbreitet zu sein scheinen), habe ich in letzter Zeit bereits mehrere Leute zu Sony geschickt.
Zum Teil waren das Leute mit genau dem von dir beschriebene Aufgabengebiet (ist wohl bei ziemlich vielen Leuten der Punkt wo erst mal eine "gescheite" Kamera angeschafft werden muss) aber ich hatte hier meist auch die Option einer Gebrauchten offen.
Die Alpa 500, 550 sind hier richtig erwachsene Kameras geworden mit einer ordentlichen Technik und einer wirklich ansehlichen Bildqualität (die man auch gebraucht zu erstaunlich guten Preisen bekommt). Im Zusammenspiel mit einigen alten Minolta Schätzchen, die es immer noch vergleichsweise günstig (allerdings auch gebraucht) abzugreifen gibt, läßt sich da für relativ kleines Geld Ansehliches zusammen stellen.
Zum Teil sogar mit Funktionsumfängen bei denen ich als Canon-user mit vergleichbaren Kameras in die Röhre schauen muß oder noch mal richtig Geld in die Hand nehmen muß. (Beispiel: drahtloses Blitzen mit Steuerung über den internen Blitz gibt es bei Canon erst bei der 7D)
Geändert von lueckge (05.09.2011 um 10:06 Uhr)
Mark (05.09.2011)


Hab meinem besten Kumpel vor kurzem auch ne Kamera verpasst.
Ich weiß nicht, ob man da gleich so hoch greifen muss.
Er hat von mir ne 550D mit 18-135 IS verpasst bekommen. Das Ganze hat im Set knapp 800,- EUR gekostet und reicht für diese Art der Fotografie vollkommen aus.
Ich hab ihm aber auch ganz klar gesagt, nimm das Ding erst in die Hand und probiere es aus.
Es gab auch keine Präferenz in Richtung Canon von mir. Aber er hat eine Canon und eine Nikon in die Hand genommen und sich sofort für die Canon entschieden. Sie Sache mit den vielen Knöpfen schreckt Amateure anscheinend eher ab. Aber es geht eben nix über ausprobieren.
Aber schlussendlich - Kameraberatung ist fürchterlich.
3 Leute - 5 Meinungen...
Mark (05.09.2011)
Hab gerade mal die Aufstellung rausgekramt die ich einem Bekannten von Jan bis Mai diesen Jahres in Foren zusammen gekauft habe:
- Alpha 500 (mit Zusatzakku, 4GB Speicherkarte und einer Kata Holstertasche)
+ 18-70 Kitlinse (gar nicht so schlecht wie immer behauptet und alle Mal besser als die neuere Kitlinse)
370.-
- Minolta 50mm 1:1,7
110.-
- Minolta 100mm 1:2,8 Makro (absolute Traumlinse nicht nur bei knackscharfen Makros sondern auch mit wunderschönem Hintergrund bei Offenblende!!!)
265.-
- Blitz HVL42
140.-
Macht zusammen 885.- Teuros und eine Ausrüstung mit der mann schon eine ganze Menge anfangen kann. Und ich bin mir ziemlich sicher, daß wir bei C oder N für Vergleichbares mehr bezahlt hätten.
Ein 4.0 Ofenrohr hat er sich jetzt noch für knapp 90.- in der Bucht ersteigert und hat damit auch noch mehr Zoom abgedeckt.
Er hat mittlerweile richtig Spass daran und die Bilder vom Nachwuchs (in dem Falle Enkel) können sich sehen lassen.
Geändert von lueckge (05.09.2011 um 11:16 Uhr)
Mark (05.09.2011)
Na ja, aber oft ist das der Anlass, um sich mal näher mit dem Thema "Foto" auseinander zu setzen. Und der Einstieg für weiteres (Kamera-, nicht unbedingt Nachwuchstechnisch)
Unterschreib!
Vor allem wenn die einzige Vorstellung die auf Nachfragen zu Tage tritt "soll gute Bilder machen" ist!!!
Wenn aber jemand ernsthaft bereit ist sich mit dem Thema eingehender zu beschäftigen, macht mir das auch schon mal Spaß.
Mark (05.09.2011)






Wenn dann aber nach ca einem Jahr immer noch der Vollautomatikmodus genommen wird und der interne Blitz beim Fokussieren von alleine hochschnellt, hätte sich der andere das Geld lieber sparen oder mir schenken sollen
Mit Sony habe ich mich zu wenig auseinandergesetzt und ist mir daher noch zu "exotisch". Wahrscheinlich würde ich - wie Mark - zu einer D90/D7000 mit 18-105 raten. Und für die Potraitfotos des Babys wäre ja vielleicht noch Geld für das neue AF-S 40 / 2.8 übrig. Ob die D7000 so viel besser als die D90 ist, kann ich nicht beurteilen ... und ich will's auch nicht ausprobieren!![]()
Geändert von Oliver78 (05.09.2011 um 12:06 Uhr)
Mark (05.09.2011)






Ein richtiger Hundeführer führt eine Hündin und
ein richtiger Fotograf fotografiert mit einer Nikon!
Hab ich mal gehört,
ich tue beides nicht!
Ich führe einen Rüden und fotografiere mit Canon![]()
Grüße
Uwe
______________
........ausreichend umfangreich.......
![]()






Ich denke hier ist es wichtig sich vor der Kamera einige Gedanken um das(die) Objektiv(e) zu machen.
Kinderfotos bedeutet ja meistens Bewegung und nicht selten auch schlechtes Licht (Turnhalle, Schulaufführung etc.)
Nach meiner Erfahrung macht da ein Lichtstarkes Objektiv und/oder ein Blitzgerät welches über das eingebaute hinaus geht und indirektes Blitzen Erlaubt Sinn.
Auch für "anspruchsvolle" Kinderportraits wünscht man sich sicher etwas mehr als f/5,6...
Und dann ist man beim Zubehör schnell bei einigen Hundert Euro...
Bei Canon würde ich dem 18-135 das 15-85 oder weil wohl zu teuer das 17-85 als Standard Reisezoom vor ziehen. (Besserer Abbildungsleistung, bessere Verarbeitung, besserer AF) Ein 2,8er Zoom sprengt wohl finanziell den Rahmen und ist auch im Brennweitenbereich idR auf 50/55mm begrenzt was etwas knapp ist, wenn man nicht noch längeres besitzt.
Als Ergänzung dazu ein 1,8/50 für Portraits mit geringer Schärfentiefe, oder bei wenig Licht.
Dann noch ein Blitz welcher auch indirektes blitzen zulässt. (430EX)
Und dann wird es bei einem Etat von 1000€ zu knapp für eine 60D!
Ich finde es schwierig bei einem Etat von 1000€ zu einem Body zu raten der alleine schon über 800€ kostet.
Da bleibt für Objektiv und Zubehör ja fast nichts über!
Ich kann gerade für den Einstieg immer nur zu einem Gebrauchtkauf raten!
Und dann zu einem etwas älteren Body greifen der dafür vielleicht eine Klasse höher lag. (z.B. eine 50D oder 40D statt einer 550D oder 1100D)
Und dazu höherwertige Objektive die einem dann einfach mehr Möglichkeiten bieten.
In der Regel bietet der eine Klasse höher angesiedelte ältere Body besseren Sucher, bessere Verarbeitung, besseren AF und schnellere Bildfolge.
Die meist etwas geringere Auflösung ist idR aber immer noch mehr als groß genug. Einzig wenn man die Kamera auch für Videos nutzen will ist man mit älteren Geräten eingeschränkt.
Bei Nikon kenn ich mich aktuell nicht so aus:
Was trennt denn die D7000 von der D90?
Taugt das 18-105 was?
Grüße!
Steffen
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FARBE ist nicht nur überbewertet, sie ist eine Illusion!