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M4/3 - III - Eine etwas längere Geschichte...

Dieses Thema im Forum "Systemkameras" wurde erstellt von lueckge, 10. März 2013.

  1. lueckge

    lueckge canikon Legende

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    Um die Hieroglyphen im Titel etwas verständlicher zu machen:
    Das ist jetzt mein dritter (III) Anlauf im Micro-four-third System (M4/3) und ich bin im Moment selbst gespannt was daraus wird...

    Was bisher geschah:
    Vorwand um einen Kauf zu rechtfertigen, war vor ein paar Jahren zum Einen der Bestand an wunderbaren Leica Festbrennern (R-Bajonett) die man ja recht gut adaptieren kann und die seit dem Umstieg auf digital nur noch in der Ecke standen.
    Zum Zweiten war meine damalige, geliebte Urlaubskamera Pana FZ30 schon etwas in die Jahre gekommen und es gab da im Bekanntenkreis einen Junior, der da schon ziemlich begehrlich schielte...

    Zu diesem Zeitpunkt brachte Pana die G1 auf den Markt und für mich war das die Idee, hier zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
    Resümee vorab:
    Die Kamera ist nie so richtig "meins" geworden, denn:
    Was mir gefallen hatte:
    - sie hat zumindest so etwas ähnliches wie ein Sucher
    - Tolles Klappdisplay (das ich aber, wenn ich ehrlich bin, sehr wenig wirklich benutzt habe)
    - Größe und Gewicht zu Urlaubsgepäck passend
    - RAW fähig und hier recht gute Bildqualität herausholbar
    - eingebauter (Not-) Miniblitz
    Was ich nicht so prall fand:
    - (Hauptkritikpunkt) es gab für jeden Firlefanz an der Kamera einen eigenen Knopf, so daß das Gehäuse übersät war mit Knöpfen
    Kamera zwei mal rein und wieder raus aus der Tasche und irgendetwas war garantiert verstellt!
    Da ich die Kamera nicht täglich benutzt habe, war ich jedesmal wieder am suchen, was jetzt wieder los ist und wie ich das wieder zurückdrehe... :motz:
    - zwar recht gut verarbeitetes aber eben Plastikgehäuse
    - Die Größe (und vor allem die Menge Knöpfe) hatten für meine riesigen Pranken auch einiges an Nachteilen
    - Die JPG out of Cam waren eher mäßig, was für mich bei der eher entspannten Urlaubsknipserei dann wieder eine RAW-Nachbearbeitung nach sich zog.
    Das hatte ich eigentlich in dem Bereich vermeiden wollen.
    - Stabi in den Linsen, was mir bei dem adaptierten Altglas nicht wirklich hilft.
    - Angebot der damaligen Panalinsen eher mittelbrächtig und nicht viel lichtstarkes dabei.
    - Bildrauschen und Qualität kaum über Iso 200 vertretbar

    Versuch II:
    Irgendwann lief mir dann gebraucht, recht günstig eine Olly Pen (E-P1) zu:
    Ich gebe zu, das Oldie-Design hatte es mir angetan.
    Allein das Anfassgefühl dieses Metallklops ließ mich die Pana recht schnell wieder verkaufen.
    Aber hier war das Kamerakonzept ein komplett anderes, daß neben einigen Verbesserungen auch wieder einige Nachteile brachte:
    Was mir gefallen hatte:
    - Edles Gehäuse, was toll verarbeitet ist und mit einer adaptierten Festbrennweite schon fast nach einer kleinen M Leica aussah (klar subjektives Kriterium ;D)
    Zudem gepimpt mit (Kunst-) Lederbezug: edelst!
    - Knöpfe nur noch für Nötiges und alles andere ins Menü verbannt
    Ich weiß, daß das von anderen Nutzern eher negativ an Olly gesehen wird, aber mir kam das entgegen, zumal die vorhandenen Knöpfe und Rädchen schwer genug gingen (oder wie im Falle des Programmwählrades zum Großteil abgedeckt montiert)
    daß ein unabsichtliches Verstellen beim rein- und rausnehmen aus der Tasche, gar nicht mehr vorkam.
    Okay: wenn ich dann mal doch eine der weniger wichtigen Funktionen benötigte, hab ich mich in den Olly-typischen Menüstrukturen auch dumm und dusselig gesucht, da die Kam eben genauso wenig meine "everyday"-Begleiterin war wie zuvor die Pana.
    - JPG out of camera sehr knackig (beinahe schon zu dolle) abgestimmt, aber als Urlaubskamera zu gebrauchen.
    - Stabi im Gehäuse, was bei adaptiertem Altglas ungeahnte Möglichkeiten eröffnete
    - Mittlerweile auch ein recht interessantes, lichtstarkes (jetzt allerdings wieder von Pana!) 20mm Pancake im Fuhrpark (wohl eher kein Kameraabhängiges Kriterium. Ist aber zeitmäßig in den Lebenszyklus dieser Kam gefallen)
    Was ich nicht so prall fand:
    - Das Fehlen des Klappdisplays. Konnte aber recht gut verschmerzt werden
    - Gewichtsnachteile gegenüber der Pana wurden unter dem Gesichtspunkt "Stil" locker verschmerzt
    - kein eingebauter Blitz. Noch nicht einmal im Notfall, im Urlaub ein wenig aufhellen zu können, ist meiner Meinung nach schon ein ziemliches Manko.
    Den stylishen kleinen Aufsteckblitz hab ich dann auch noch teuer erstanden, aber entweder hatte ich den im Fall der Fälle gar nicht dabei, oder der kleine AAA Akku war leer (was ja kein Wunder ist wenn ich bedenke, wie oft ich den Blitz wirklich benutze)
    - Iso über 200 auch nicht wirklich guten Gewissens zu empfehlen.
    - (Hauptkritikpunkt) Ich kann nicht fotografieren ohne Sucher!!!
    das Bildermachen am ausgestreckten Arm ist einfach nicht meins.
    Und jedesmal wieder, wenn mir die Kam vor die Nase gehauen habe, nur um festzustellen das ich durch das gerade nicht zugekniffene Auge irgendwie recht wenig von dem angepeilten Motiv zu sehen bekam, wurde ich mir wieder, leicht fluchend, der Tatsache bewusst, daß die Kam nu mal keinen Sucher hat!

    Die Kam ist zwar bis heute geblieben (wohl eher zwecks der Alibifunktion wegen des Leica-Altglases. Was aber doch eher sehr sehr selten benutzt wird) aber eben nur als Nieschenprodukt, gehasst und irgendwie doch geliebt.
    Aber: eben auch nicht wirklich "meins"

    Am liebsten wäre mir ein Gehäuse aus einer Mischung der beiden bisherigen:
    Die Wertigkeit und das Metall-feeling der Olly, mit dem Bildschirm und dem "Sucher" der Pana. Aber bitte nur mit ausgewählten und wohlsortierten Knöpfen wie die Pen.
    Dazu noch ein modernerer Sensor mit ordentlicher Bildqualität und einer halbwegs rauschfreien Iso-Fähigkeit die einer Verwendung wenigstens bis 800 nicht im Wege steht (ja ich weiß: Digitalien hat uns verwöhnt. Früher...)
    Ganz losgelassen hat mich das Thema M4/3 nie.
    Und das Pana-Pancake in das ich zwischenzeitlich investiert hatte ist auch ein Schmankerl...


    Ein weiterer Akt bahnt sich an:
    Dann hatte ich einiges über die Bildqualität der neuen Sensoren bei der E-P3 gelesen und über den wohl wirklich sehr schnell gewordenen AF...
    Ja und einen Miniblitz für den Notfall ist ja mittlerweile auch an Bord.
    Und mein Hauptproblem: der Sucher?
    Da gibt es ja den VF2 Aufstecksucher... (bei meiner Ur-Pen ja leider nicht verwendbar)
    Ein Blick durch dieses Aufsteckgeschwulst hat mich schon überrascht welche Fortschritte elektronische Sucher seit meiner Pana-Zeit gemacht haben. Nicht schlecht!
    Aber hab ich das Ding dann auch immer dabei wenn es gebraucht wird? (siehe obige Erfahrung mit Aufsteckblitz)
    Und wenn ich das Ding immer auf der Kamera lasse: Wie oft überlebt das Teil ein aus der Tasche Rein- und Rausgezerre? (Siehe oben mit Panaknöpfen)
    Fast war ich schon versucht und hatte schon etwas auf den Gebrauchtmarkt geschielt...

    Dann kam der längst fällige Versuch Canons mit Spiegellosen auch ein Stück des Kuchens zu ergattern.
    Darauf hatte ich schon eine Weile gewartet.
    Hätte ja den Charm relativ problemlos meinen Groß-Glas-Bestand, den ich sonst immer nutze anflanschen zu können, aber will ich das wirklich?
    Im Moment ist da aber mangels Angebot an brauchbaren Linsen wohl nicht viel anderes machbar.
    Ein wenig testen hat mich aber sehr schnell kuriert.
    Absolut ENTTÄUSCHEND!
    Der AF wird seines Namens nicht wirklich gerecht. Da ist meine alte Pen ja besser und wenn Canon da nicht wirklich nachbessert...
    Thema vorerst gegessen :igitt:

    Seit einiger Zeit beobachte und lese ich aber jetzt einiges über die OM-D
    Klar: die OM-2 hatte es mir damals schon angetan. Kein wunder, daß mir die kleine digitale auch gefällt.*tippl*
    Schon wieder nur ein beigepackter Aufsteckblitz, aber der Rest kommt doch meinem Traum (siehe oben: Mischung aus Pana und Pen + guten Sensor) schon gefährlich, für meinen Geldbeutel sogar sehr gefährlich nahe.
    Sollte das die Urlaubs- und Altglas-Kamera für mich sein?
    Zudem kamen da einige sehr interessante M4/3 Linsen auf den Markt (z.B. 45mm 1:1,8 ) die, von der Preisgestaltung relativ moderat, ganz gut in mein Urlaubsportfolio passen würden.
    Dann aber Qualitätsprobleme mit Lack und Haarrissen im Displayrahmen und was man nicht so alles liest...

    Olly OM-D
    Was soll ich sagen? Ich habs noch mal gewagt!
    Beim großen Fluss gibt es zur Zeit eine Aktion: Beim Kauf des Gehäuses bekommt man das 45mm für die Hälfte und den Batteriegriff ebenfalls für die Hälfte.
    Meine Canon Kompaktknipse G12, mit der sich meine Frau sowieso nie richtig anfreunden konnte sondern lieber die alte SX200, die ich schon längst ausrangieren wollte, weiter verwendet, war schnell verkauft und die Bestellung ging raus...

    Freitag hatte ich sie endlich in Händen (zunächst erst mal...)

    Das Teil ist wirklich klein und edel. Wunderbar kühles Metall und für die Größe beachtliches Gewicht.:-*
    Wenn ich sie neben meine alte AE-1 (dient mittlerweile nur noch als Lampe. Siehe passenden Fred über Umbau...) halte, ist sie selbst hier noch kleiner und tritt damit würdig in die Fußstapfen der OM-2 die damals auch schon kleiner war als vergleichbares von Canon oder Minolta.

    Mit meinen Pranken stellt sich der Batteriegriff als gute Investition heraus:
    Ohne halte ich das Ding doch ziemlich verkrampft (fast nur mit den Fingerspitzen) und der Auslöser liegt dann wieder so weit zurück, daß ich denn Zeigefinger einrollen könnte um da hin zu kommen.
    Zumindest die erste Ausbaustufe des Griffes (ohne Zusatzakkufach und Hochformatauslöser) trägt hier Größenmäßig nur gering auf, schafft aber für meine Hände (Handschuhgröße 12) schon angenehme Abhilfe und der nach vorn verlegte Auslöser liegt damit auch im Bereich des Erreichbaren.
    In der Zweiten Ausbaustufe liegt sie richtig gut in der Hand (auch hochkant) da dann auch der kleine Finger Halt findet und nicht unter der Kamera landet, aber dann büsst die Kam auch schon fast wieder alle urlaubsrelevanten Größenvorteile ein.
    Ausbaustadium 1 scheint mir hier ein vertretbarer und für mich wohl der meist praktikable Kompromiss darzustellen.
    Ungewohnt: Der erste Akku verbleibt in jeder Ausbaustufe des Griffes im Batteriefach der Kamera.
    Bedeutet aber auch, daß bei jedem Akkuwechsel auch der BG abgeschraubt werden muß. Ob das der Weisheit letzter Schluß ist?

    Die 45mm Linse ist niedlich klein und leicht. Fast will man ihr die große Blendenöffnung von 1,8 nicht abnehmen wenn man das Teilchen so sieht.
    Bin gespannt auf das was das Ding kann. Hab da in einigen Foren ja schon hübsche Bilder gesehen mit einem wirklich ansehnliche Bokeh...
    Wir werden sehen.

    Der kleine Zusatzblitz bleibt ein kleiner Wermutstropfen.
    Immerhin ist er einiges kleiner als der Pen-Blitz und das mitgelieferte Täschchen scheint sich am Kameragurt befestigen zu lassen, was die Wahrscheinlichkeit ihn dann auch dabeizuhaben, etwas erhöhen könnte.
    Und er wird direkt an die Kamera angeklemmt, über eine Buchs die hinter einer Kunststoffabdeckung, unterhalb des Blitzschuhs versteckt ist.
    Perfekt getarnt. War mir erst gar nicht aufgefallen und sieht dem Metall drum herum zum Verwechseln ähnlich.
    Immerhin scheidet damit auch das im Bedarfsfalle, fast sichere Versagen des zusätzlichen, aber nur sehr selten benutzten Akkus wiederum aus...
    Vielleicht muß ich mir das Teilchen auch einfach nur noch ein wenig weiter schön reden.

    Meine 5er haben ja schließlich auch keine Notfallfunzeln an Bord!
    Aber bei denen kann ich die Notwendigkeit eines solchen auch durch den Dreh am Iso-Rad entsprechend minimieren, wie ich das bei M4/3 in diesen Regionen niemals konnte, und auch diesmal wohl nicht vergleichbar werde tun können.
    Aber wenigstens so ein klein wenig weiter auf der Iso-Leiter wäre schon toll...
    Nur Versuch macht Klug
    Also schnell den Akku ins Ladegerät
    Ist leider nicht der gleiche wie bei der Pen und als Zusatzakku noch unverschämt teurer als der bei meinen 5er Canons schon ist. Und ich dachte Canon sei hier schon vom Stamme "nimm" bei der Preisgestaltung.
    Als das Ladegerät nach einer gefühlten Ewigkeit endlich beschließt mit dem Blinken aufzuhören, ist der Akku schneller in der Kamera als die Lampe zuvor geblinkt hat.
    Und dann?
    Die Kamera rödelt kurz etwas herum, der Sucher wird hellgrau, ohne daß er etwas anzeigen würde, und schon ist wieder alles aus...?!? :confused:
    Ich glaube zuerst an einen leeren Akku. Also noch mal ins Ladegerät: Blinkt kurz wieder und geht wieder aus! Der ist voll.
    Gleiches Spiel und selbes Ergebnis wieder.
    Akku defekt?
    Eine weitere gefühlte Lade-Ewigkeit später weiß ich leider, nach den selben Symptomen mit dem Zweitakku, daß es nicht an dem Akku gelegen hat.:eek:
    Heute Morgen habe ich sie dann wieder zur Post gebracht und als defekte Retoure zum großen Fluss (und über den Jordan) geschickt :'(

    Das fängt ja gut an!
    Sollte mir das etwas über die Qualität von der kleinen Olympus sagen?
    Ob das noch mal was wird mit mir und M4/3?
    ...?
    Ich hoffe daß ich Mitte nächster Woche mehr weiß.
    Vielleicht kann ich dann schon bald mehr sagen über die Punkte die ich bei den ersten beiden M4/3 Versuchen kritisiert habe.
    Vielleicht auch schon bald über die Bildqualität und über die Iso-Fähigkeit
    Vielleicht auch über das leckere Linslein, daß hier jetzt ganz alleine herumsteht (aber zu Tests an der Pen habe ich im Moment nicht wirklich Lust. Dazu war das Trockenüben an der OM-D zu verführerisch um jetzt die Pen ernsthaft in die Hand zu nehmen und mich wieder über die oben genannten, und endlich gelöst geglaubten Kritikpunkte zu ärgern)
    Vielleicht, vielleicht, vielleicht...

    Wenn nur das Warten nicht wäre, denn irgendwie angefixt hat mich das Kleine Ding schon ordentlich!

    FRUST!!! :motz:
    So!
    Der Frust musste erst mal raus.
    Sorry wenn ich hier jetzt alles zugetextet habe.
    Mein Beileid an diejenigen, die das jetzt bis hierher auch noch gelesen haben, nur um dann festzustellen, daß ich keinerlei Erkenntnisse liefern kann.














     
    #1 lueckge, 10. März 2013
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2013
  2. Bettina

    Bettina Aktiver canikon

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    Moin German,

    was für eine Odyssee - der Frust ist nachvollziehbar. Und ja: ich habe ALLES gelesen
    (im Lazarett geht je gerade eh nicht viel mehr...). Bloß die Schriftgröße hättest Du
    größer wählen dürfen - für alle Alterssichtigen ;).

    Ich gehe davon aus, dass Du uns hier auf dem Laufenden hältst, wenn der Ersatz da ist?

    Liebes Grüßle
    von der Bettina.
     
  3. zoz

    zoz Moderator

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    Ich habe auch schon zwei Ausflüge ins MFT-Lager hinter mir.
    Der erste war ein kompletter Einstieg ins System mit dem Gedanken, dafür mein KB-System sehr stark abzuspecken und quasi nur noch vom Stativ zu benutzen.
    Ich musste dann allerdings feststellen, dass die Bildqualität auf den zweiten Blick eben doch nicht mit der großen mithalten kann.
    Ich drehe in der Bearbeitung gerne mal heftig an den Schrauben und da vertragen die Bilder aus dem KB-Sensor einfach mehr als die aus dem FT-Sensor...
    Der zweite Anlauf war die Überlegung meine Kompakte durch eine MFT mit Pancake und kleinem Zoom zu ersetzen. War eigentlich ganz schön, aber als ersatz für die Kompakte ist eine MFT mit Zoom dann oft doch noch zu groß, und mit dem Pancake blieb sie dann doch einfach zu oft liegen und ich griff dann doch zur SLR mit einer Festbrennweite.

    Hauptgrund für MFT war für mich immer was kleineres leichteres mit möglichst wenig abstrichen in der Bildqualtität zu haben. Der größengewinn ist aber dann doch nicht so deutlich ausgefallen, dass es den Verlust an Bildqualität für mich wett gemacht hätte. Gerade im Urlaub will ich eigentlich nicht auf die BQ verzichten. Mittlerweile handhabe ich es so, dass ich einfach nicht so viele Linsen mitnehme wenn ich nicht so viel mit mir rum schleppen will. Manchmal auch nur das 40er Pancake...
     
  4. PeterO.

    PeterO. canikon Legende

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    Moin German,

    ich schaue auch immer mal wieder zu den "Spiegellosen" und spiele mit dem Gedanken, um Größe und Gewicht zu reduzieren, meine 5DII abzustoßen.

    Mehr noch als MFT hat es mir das Fuji X-System mit seinem etwas größeren Sensor und der lt. Hörensagen noch bessere Bildqualität als bei MFT angetan. Die Sensorgröße (High-ISO + Brennweitenverlänerung) ist denn auch für mich bei MFT neben der Ergonomie(Knöpfe + Menü) das größte Manko bei Olympus und da reicht momentan auch das sehr feine und kompakte Objektivprogramm als "Lockmittel" nicht aus, hier einzusteigen.
    Bei den Fujis(X-E1 und X-Pro1) ist der Größen- und Gewichtsvorteil im Vergleich zu MFT gegenüber der DSLR schon deutlich geringer. Weitere Kröten, die momentan zu schlucken sind, ist das noch unvollständige Objektiprogramm, es ist lt. Roadmap aber im Werden, und der wohl immer noch etwas lahme AF. Bildqualität, vor allem auch JPGs OOC, und die Leistungen der 14er und 35er Festbrennweite sowie des 18-55er Zooms sind dagegen wohl hervorragend. Und auch das Problem mit dem RAW-Konverter soll seit der letzten Lightroomversion, müßte ich auch noch anschaffen, gelöst sein. Ja, und auch mir fehlt hier das Klappdisplay.

    Dagegen stehen dann immer wieder die Erfahrung mit meiner 5DII. Gerade am letzten Wochenende habe ich auf einer privaten Geburtstagsfeier fotografiert(ca. 550 Bilder) und wieder einmal festgestellt, wie sehr ich mich an diese Kamera gewöhnt habe und mich quasi blind auf sie verlassen kann. Und das Bedienkonzept ist bei mir ein ganz wesentlicher Punkt, ich kann mich schnell auf wechselnde Verhältnisse einstellen ohne nach Miniaturknöpfchen oder gar in irgendwelchen Menütiefen suchen zu müssen und weiß immer, wie meine Kamera gerade tickt. Und natürlich konnte ich mich, wie immer, auf die Bildqualität und Reserven des Vollformatsensors verlassen. Auf diese Eigenschaften mag ich auch im Urlaub nicht verzichten und mache lieber Kompromisse an anderer Stelle.

    Deshalb habe ich vorerst beschlossen die 5DII bleibt und ich werde wohl dem Beispiel von Steffen folgen und noch in ein paar kompakte Canon Festbrennweiten investieren - falls ich mich denn endlich dazu durchringen kann und nicht noch mehr Zeit damit verplempere, über mögliche Alternativen nachzudenken 8):-\.
     
  5. lueckge

    lueckge canikon Legende

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    @Bettina: Ja, ich habe mir vorgenommen zu berichten wie es weiter geht. Voraussichtlich Donnerstag soll die Austauschkamera hier sein... *tippl*

    @Steffen & Peter:
    Mir kommen beide Ansätze sehr vertraut vor.
    - wegen der Bildqualität war ich schon versuchte einen ähnlichen Weg zu gehen wie Steffen und mit wieder eine Ur-5er zu holen und ein bis zwei kleine Festbrenner. Das wäre bei den momentanen Gebrauchtpreisen mit Sicherheit der günstigere Weg gewesen und Bedienung und Handling wäre vertraut wie immer.
    Und: Ja, genau deswegen auch mein Interesse an Steffens Erfahrungen mit dem 40er Pancake.
    Diese Überlegung war schon ziemlich weit gediehen und vernunftmäßig ist das auch durchaus mein Entschluss gewesen...

    Dann hatte ich aber zum ersten mal eine OM-D in der Hand und hab mich mal ein wenig mit dem Teilchen befasst.
    Ich hoffe immernoch, daß die Bildqualität hier inzwischen ein wenig aufgeholt hat, da das ja auch bei mir bisher Kritikpunkt an mFT war.

    - Nein Peter, meine beiden 5er würde ich dafür auch nicht hergeben!
    Da geht es mir ziemlich wie dir: Da weiß ich was ich habe, kann die Teile "blind" bedienen und weiß auch daß ich mich darauf verlassen kann.
    Ich will auch gar nicht auf die Idee kommen, die nächste Hochzeit mit der OM-D zu fotografieren. Da müsste sie meine Erwartungen schon kolossal übertreffen um in dieses Aufgabengebiet überhaupt Einlass zu finden.
    Was mir neben den "Arbeitssystem"-5er fehlt, ist das Urlaubs- oder Spaßsystem. Klein genug um auch mal mit im Fahrradgepäck zu landen und dabei trotzdem noch anspruchsvoll genug um mich nicht gar zu sehr zu limitieren in den Möglichkeiten.
    Aus dieser Überlegung heraus war dann auch vor knapp 2 Jahren die G12 gekauft worden. Auch wegen der Nähe der Bedienung zu den gewohnten Canons.
    Das war von Größe und Gewicht zwar mehr als angenehm, aber von dem was machbar ist zu wenig. Ich habe einfach zu oft im Stillen bei mir gedacht: "Jetzt hätte ich doch meine große Kam gebraucht..."
    Und genau das Gefühl hasse ich!
    Hier hatte ich als Ausweg auch auf eine spiegellose Canon gehofft aber die ist ja wohl völlig daneben, was mich doch schwer enttäuscht hat. :(
    Zumindest gegenüber meinen Erwartungen wäre ich da zu all den Kritikpunkten die ich an meiner bisherigen Pen habe, außer vielleicht in der Bildqualität (die habe ich nicht mehr wirklich getestet), in wirklich garnichts etwas gebessert.

    Das Fuji System kenne ich nur vom sehen und da gefällt es mir auch sehr gut.
    Dagegen gesprochen hat bei mir aber, daß ich die ganze Zeit immer noch ein rudimentäres mFT sortiment (Pen1, ein wirklich sehr schönes 20mm 1:1,7 Pancake und mehrere Novoflex Adapter für Altglas mit Leica-R und C-FD Bajonett) hier herumliegen habe.
    Und noch eine Baustelle eröffnen wollte ich nun wirklich nicht!!!

    Aus dem allem heraus gab es eben zum einen den oben beschriebenen Weg einer Ur-5er mit Festbrenner, oder zu sehen was mFT mittlerweile kann und dabei, als kleiner Nebeneffekt, auch gleich noch das Handling mit meinem vorhandenen Altglas etwas attraktiver gestalten zu können.
    Ich will jetzt mal den zweiten Weg testen.




    ...Eine alte 5er bleibt als Alternative aber immer noch im Hinterkopf. *Angel*
     
    #5 lueckge, 11. März 2013
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2013
  6. Benno Steuernagel-Gniffke

    Benno Steuernagel-Gniffke canikon Legende

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    Eigentlich darf ich in diesem sehr interessanten Thread mangels eigener M 4/3-Erfahrungen gar nicht mitreden. Aber wie Ihr mich kennt, stört mich das - und hoffentlich auch Euch - überhaupt nicht.

    Auch ich hege die letzten Jahre den Wunsch nach einer kompakten Alternative für die Gelegenheiten, wo ich nicht die DSLR mitschleppen möchte. Daher verfolge ich auch die Berichte über die Kameras im 4/3-Segment mit einem großen Interesse. Die Berichte kommen zunächst von der Herstellern, dann von den beruflichen frühen Testern, über die meist begeisterten "early adapters" unter uns in den Foren.

    Doch dann kommt lange Zeit gar nichts mehr ...

    Und ein Jahr später findet man dann oft unter Verkäufe "wegen Nichtgebrauch ..." diese nun auch nicht so preiswerten Kameras.

    Und so warte ich weiter mit meinem Wunsch ab, bis dieser Zyklus vielleicht doch mal durch "die Kamera" durchbrochen wird.
     
  7. MadDog J

    MadDog J Live Performance Artist

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    oh man der MadDog gibt seinen Senf zum besten
    erst mal liest sich der Startbeitrag richtig interessant!! DANKE!

    Dann hab ich zum technischen zu sagen, Pana ist irgendwie meine Hemdgröße geworden ... meine FZ 50 schackelt noch super, ist aber im daily der kleineren Lumix LX 5 gewichen.
    Warum? 4:3 ist am Objektiv einstellbar, wie auch 1:1, 3:2 und 16:9. Dann noch full HD Video ... Urlaubsknips wat willste mehr ...
    Scherbe super 2.0-er Leica Glas mit vertretbaren Blendenwerten Werten wenns länger wird und naja 24-90mm reicht oft aus bei 16Mpix ist auch genug cop reserve.
    robustes Metall Gehäuse und extrem Messefest! 3 CeBITs sprechen echt für das Eisen!!!
    bin manchmal etwas ditschig ... sprich Reflexe im Alter ... da naja ... n tocken hier n rumserle da ... aber hey . Kratzer ok, nur eben kein nachhaltiger Schaden.

    und dammich was bin ich faul, ich will keinen Objektiv Wechsel - deswegen ist mir das ganze trendy 4/3 als system irgedwie ... naja ich habs verpennt als trend ... der Mad eben --- alte Schnarch Nase
    klick klick an der Pana das Rädchen gedreht und ... bist Du Blitz alder? cheers Mad
     
  8. Anonym076

    Anonym076 Guest

    Genau so halte ich es auch!
     
  9. zoz

    zoz Moderator

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    Ob es "die Kamera" wirklich gibt?
    Ich habe da mittlerweile meine Zweifel, bzw. glaube ich, dass ich "die Kamera" eigentlich die ganze Zeit schon hatte, aber man ist ja irgend wie immer nicht zufrieden... (wie beim Wetter!) ;)

    Natürlich wünscht man sich das ganze würde auch kleiner und leichter und dabei lichtstärker, rauschärmer und billiger sein!
    Tatsache ist aber, dass kleiner und leichter eben immer auch mit Verzicht verbunden ist.
     
  10. PeterO.

    PeterO. canikon Legende

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  11. zoz

    zoz Moderator

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    Aber das wird glaube ich mehr oder weniger immer so bleiben.
    Zwar wird die Bildqualität auch bei den kleinen Sensoren besser, aber die Unterschiede in Handling und Suchergröße/Qualität wird bleiben.
    Und was ich auf jeden Fall gelern habe ist: Kauf Dir kein zweites System, Du stehst dann immer da und fragst Dich welches Du mittnimmst...
     
  12. .hs

    .hs canikon Legende

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    Ob ein Bild gelingt hängt von vielen Faktoren ab: "Handling und Suchergröße/Qualität" sind einige aber nicht alle Faktoren.

    Gewicht und Auffälligkeit sind z.B. die Gegenspieler.

    Wer wann mit was, was erreicht, dafür gibt es leider kein Patentrezept. ;)

    Ich habe neben Canon FF noch eine X100, die beiden *Systeme* beissen sich meiner Meinung nach nicht. Und selbst wenn ich die X100 nicht hätte, auch mit *nur* Canon habe ich so meine Probleme bei der Frage "Was nehme ich mit?". Habe einfach zuviel. [​IMG]
     
  13. Benno Steuernagel-Gniffke

    Benno Steuernagel-Gniffke canikon Legende

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    Helmut, da könnte ich Dir gern völlig selbstlos abhelfen .... ;D
     
  14. .hs

    .hs canikon Legende

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    Das hilft doch bei der Frage auch nicht weiter. [​IMG]

    Ob es nun heisst:

    - "Warum habe ich das EF* nicht dabei?"
    oder
    - "Warum habe ich das EF* an Benno verschenkt?"

    macht bei der Problemlösung doch keinen Unterschied. [​IMG]

    Ich lass das mal. :p;D
     
  15. Benno Steuernagel-Gniffke

    Benno Steuernagel-Gniffke canikon Legende

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    Frei nach Otto, am Ende seines ersten Kino-Films: "Und da war es wieder, mein Problem." ;D
     
  16. becksbier

    becksbier canikon Mitglied

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    Ich habe eine E-PL5 und einige Festbrennweiten, ein 100-300, den elektr. Aufstecksucher und bin sehr zufrieden damit. Ansonsten verwende ich eine D700 mit vollem Geraffel. Bei Landschaft und Co. mit ISO 200 würde ich fast behaupten die kleine liefert die detailreicheren Bilder. AF ist immer 100% auf dem Punkt, solang das Motiv groß genug ist und sich nicht bewegt (AF-C ist prinzipbedingt unbrauchbar). Ist für mich die Sonntags- und Sommer-Radtour-Knipse, die auch gerne mal auf einem Reisestativ ruht. Dynamik ist erstaunlicherweise gleich zur D700! Also solange keine D800 oder vergleichbares ins Haus kommt, eigentlich ein sehr gutes Teil für das normale Geknipse. Für Sport und Konzerte und solcherlei Dinge nehme ich aber den Ziegelstein mit Keule vorne dran, schon weil die Bedienung eben fummelig ist und ich da was Reelles in der Hand haben muss, was ich blitzschnell bedienen kann und was keinerlei Auslöseverzögerung hat. Erfahrungen zu mFT stehen auch in meinem Blog, z.B. der hier gstoever fotografie: Olympus E-PL5 - Ein Erfahrungsbericht aber auch noch anderen (da teilweise noch E-PL3).
     
  17. Tango

    Tango canikon Mitglied

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    Bisher war ich mit meinem Canonsystem immer sehr zufrieden. Nur auf Reisen oder Ausflügen ist mir eine 1er oder 5er mit Linsensatz zu schwer und unhandlich. Deshalb habe ich mir als Zweitsysten die GH3 mit Lichtstarken Zooms zugelegt. Bisher gibt die Leistung der Panasonic keinen Grund zur Klage, Dynamik und Bildqualität sind hoch. Größe und Gewicht der Ausrüstung sind für mich auf Reisen perfekt.
     
  18. lueckge

    lueckge canikon Legende

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    Hallo zusammen,
    mittlerweile hab ich bereits ein wenig rumprobieren können, deswegen ein kleiner Zwischenbericht.

    Zu einigen posts:
    Ja, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, wenn ich Bennos Formulierung mal gebrauchen darf: die Kamera irgendwann mal in Händen zu haben.
    Wobei ich im Normalfall mit der Canon 5DMIII für mein "normales" tun schon verflixt nahe an die Kamera für mich gekommen bin.
    Soll heißen:
    Unzufrieden bin ich mit dem System auch in keinster Weise.
    Aber:
    Für den Urlaub- oder "mal eben schnell"- oder Radgepäck- Fall + die Altglasadaptierung fehlte noch eine Ergänzung die eben kleiner und leichter sein sollte.
    Ich suche also nicht die generelle universal- EierlegendeWollMilchSau- Kamera, sondern nur die Kamera für den beschriebenen Zweck

    Und:
    Ja, mir ist auch klar, daß ich hier Abstriche machen muß zu meinen 5ern.
    Diese Abstriche sollten aber (für mich!) vertretbar sein und mich nicht alle Nase lang ärgerlich denken lassen: "hätte ich mal doch die große mitgenommen...!"
    Wenn ich es schaffe diesen Gedanken in Grenzen zu halten, hab ich doch schon mein Ziel erreicht.
    Bisher haben das verschiedene Kameras (darunter eben auch meine beiden bisherigen M4/3 siehe oben) nicht wirklich überzeugend geschafft.

    Vorweg:
    Diesmal könnte das, nach bisherigem Gefühl, durchaus besser klappen.


    der Reihe nach:
    Die (Ersatz-) Kamera kam Freitag mit UPS bei mir an.
    Diesmal habe ich erst mal vorsichtig getestet ob sich überhaupt etwas rührt, bevor ich den vermutlich ziemlich leeren Akku zunächst wieder erlöst habe und ins Ladegerät gesteckt habe.
    Ergebnis: funzt! Na wenigstens was...

    Dann habe ich nach erfolgreicher Ladung und erfolgreichem Einschalten der Kamera (soll ja nicht immer so erfolgreich sein...) versucht mich durch die Menüs zu pfriemeln und die Kamera so einzustellen wie ich das gerne möchte...
    Die Benennung der Menüpunkte und deren Anordnung sind da aber wirklich manchmal nicht gerade hilfreich!!!

    Ich beginne langsam zu verstehen warum hier im Netz häufig die Menüstrukturen von Olympus kritisiert werden.
    - Entweder sind Punkte im Menü aufgeführt, die ich niemals im Menü verstellen würde, da es dafür auch Schnellzugriffe oder sogar eigene Tasten gibt, was das Menü nur unnötig aufbläht und unübersichtlich macht...
    - Oder die Funktionen sind als Unterpunkt zu einem Menü eingepackt wo sie schlicht nicht hingehören, weil sie zu dem Thema eigentlich gar keine Beziehung haben und sie vermutlich auch kein Mensch dort suchen würde...
    - Oder die Funktionen sind so benannt, daß man etwas ganz anderes als das was man sucht dahinter vermutet.
    Der letzte Punkt sind zum Teil auch abenteuerliche Übersetzungen:
    Wer hätte gedacht, daß sich hinter dem Punkt "Raum färben" kein neumodischer Andy-Warhol-Art-Filter, sondern schlicht und ergreifend die Einstellung des "Farbraum" (sRGB oder Adobe) verbirgt? LOL
    Keine Ahnung welcher Sprachlegasteniker hier Korrektur gelesen hat, aber sowas ist für eine Firma mit Ansprüchen wie Olympus meines Erachtens schon peinlich!

    Der Kamera liegt zwar ein dickes Buch bei, in dem ich die Bedienungsanleitung vermutet hatte und nach den Menüeinstellungen suchen wollte...
    aber das Buch ist nur eine 204 seitige "Kurzanleitung" ("Basic Manual"), in der auf ganzen 4 Seiten erklärt wird, wie man den Akku einlegt, die Kamera einschaltet und im Vollautomatikmodus den Auslöser drückt.
    Auf weiteren drei Seiten folgen dann noch die gesetzlichen Hinweise zum Umgang mit Elektrogeräten und der Entsorgung von Akkus...
    Dafür hat man das dann in einem schönen kleinen, gebundenen, handlichen Buch in ungelogen: 28 Sprachen!
    Danke Olympus, sowas wollte ich schon immer mal ins Regal stellen.

    Dafür sucht man die eigentliche Bedienungsanleitung vergebens, die ist nämlich nur noch als PDF auf der beigelegten CD um sie auf dem Computer ansehen zu können.
    Manchmal fragt man sich wirklich was in den Köpfen solcher Marketingmanager vor sich geht.
    Sehr hilfreich wenn man mit der Kamera testen gehen möchte und dazu einen 27' Imac mit Notstromgenerator durch Felder, Wald und Wiesen schleppen muß um die Bedienungsanleitung zur Hand zu haben:motz:
    Aber vermutlich bin ich noch zu altmodisch für die Zielgruppe dieser Marketingabteilung, denn ich kann die Datei noch nicht auf einem Smartphone unterwegs zu Rate ziehen...

    Was solls:
    im Systemkameraforum hat der User Malamt ein Einstellungsführer gebastelt der weit hilfreicher und übersichtlicher ist, als das was Olympus da beipackt:
    Olympus OM-D E-M5 --- Einstellungsführer (2. Auflage) - Systemkamera Forum
    Er empfiehlt übrigens die Kamera gleich auf Menüsprache Englisch zu belassen, weil dort die Übersetzungsfehler weniger sind...
    So weit ist es schon!

    Übrigens:
    die Anschaffung eines zweiten Akkus ist ein absolutes Muss!
    Allein zur Einstellung der Grundfunktionen mit etwas herumprobieren, wie das bei einer neuen Kamera nun mal so ist, habe ich drei mal den Akku leergenudelt. Hat immer gerade so gereicht bis der zweite im Ladegerät aufgehört hatte zu blinken.
    Bin mal gespannt wie sich die Akkureichweite dann im normalen Gebrauch entwickelt.

    Zu der mehrstündigen Einstellungsorgie:
    Fairerweise muß ich aber auch dazusagen, daß man an der Kam eine Menge rum konfigurieren kann und sich Tasten nach eigenem Gusto belegen kann, so daß man auch an die Dinge die einem wichtig sind, jederzeit herankommt.
    Wenn das einmal gemacht ist, kann man die Menüstrukturen bei normalem Gebrauch getrost wieder vergessen und genau das ist es ja was mich an meiner Pen eigentlich begeistert hatte:
    Dinge die ich nicht wirklich brauche schlummern in den Tiefen des Menüs und da können sie meiner Ansicht nach auch gerne bleiben.
    Dafür habe ich an der Kam nicht 32.000 Knöpfe die sich andauernd verstellen und mir an der Lumix damals schon das eine oder andere Bild versaut haben, bis ich es endlich gemerkt hatte.
    Von daher kommt mir das Wesen dieser Kamera doch schon sehr entgegen.
    Es ist nun einmalig Arbeit die Kamera so zu konfigurieren wie man sie haben möchte aber danach passt sie zu dem was ich brauche!
    Einzigstes Risiko:
    Wenn ich einmal doch etwas außer der Reihe machen will wird das Gesuche losgehen...
    Aber bis jetzt kann ich mich mit der eingestellten Bedienung doch ganz gut anfreunden.

    Erste Tests mit meinem Altglas:
    ein Traum!
    Mit dem (wirklich erstaunlichen) Pseudo-Sucher und der 14fachen Lupe lässt sich endlich halbwegs vernünftig scharf stellen.
    Klar, kein Ersatz für eine Schnittbildmattscheibe aber um Welten besser als ein Rückwertiges Display (geschweige denn wenn die Sonne sich mal traut zu scheinen)

    Der Stabilsator lässt sich für die Altglasadaption sogar die vorgeschnallte Brennweite eingeben und arbeitet dann sogar mit meinem Leica 135mm 1:2,8 (dann immerhin ein vergleichbarer Bildausschnitt von 270mm bei einer Anfangsblende von 2,8 . Das 250mm 1:4 hab ich noch nicht davor geschnallt. Sieht vermutlich dann doch eher etwas lächerlich aus. Aber damit könnte ich dann vielleicht mit Edgar bei der Planetenfotografiererei mitmachen. Mal schauen.) hervorragend zusammen.
    Allerdings:
    Wie in einigen Foren bereits kritisiert nicht wirklich geräuschlos. Aber durchaus noch vertretbar.

    Zum Thema Geräusche generell:
    zu meinem Erstaunen lässt sich an der Kamera generell das etwas nervige AF-"gefunden"-Piepsen zwar komplett abstellen, aber nirgendwo einfach nur leiser stellen?!?
    Das konnten doch schon die ersten Digitalknipsen, die ich vor mehr als 10 Jahren in Händen hatte, aber Olympus hat es hier bei seinem M4/3 Flagschiff schlicht gestrichen. :(

    Zu den M4/3 Linsen:
    - mein Pana-Pancake macht seinen gewohnt guten Job.
    - das kleine 1:1,8 45mm scheint nach ersten Tests echt ein Traum zu sein
    - und von der 12-50mm Kit-Scherbe (die ich eigentlich wieder verkaufen wollte) bin ich angenehm überrascht.
    Der Brennweitenbereich ist natürlich genau meins, aber mangelnde Lichtstärke und (zumindest meines Erachtens) Firlefanz wie Motorzoom hatten mich die Linse doch eher gleich wieder abschreiben lassen.
    Gerade Motorzoom war ja etwas was ich an Kompaktknipsen hasse und was mich noch sehr lange an einer FZ-30 / FZ-50 hatte festhalten lassen, da sämtliche Nachfolger, die als Urlaubskamera in Frage gekommen wären, genau so einen Motorzoom hatten.
    An der Linse lässt er sich aber mal eben mit einem Verschieben des Zoomringes abschalten. Und was dann zu verstellen ist, geht zwar etwas kratzig, aber durchaus als normaler Zoomring zu gebrauchen.
    Richtig überrascht hat mich aber die zweite Umstellfunktion des Zoomrings:
    Ich hatte zwar von der Makrofunktion der Linse gelesen, da ich aber schon mit so mancher marketingwirksamen "Makro"-Aufschrift an irgendeinem Billigzoom zu tun hatte, nicht wirklich mit etwas brauchbarem gerechnet.
    Weit gefehlt! Das war wirklich eine positive Überraschung zu was diese Linse in der Makrostellung fähig ist :D
    Meine aus FZ-30 Tagen vorhandene Raynox Vorsatzlinse kann ich wohl gut und gerne zu Hause lassen.
    Mal schauen.
    Vielleicht freunde ich mich mit dem kleinen Universalzoom, zumindest für "eben mal schnell, das kleine Gepäck" doch noch näher an.

    Bisheriges Fazit:
    Nach anfänglichem Ärger über die ganze umständliche Einstellerei und die mangelnde Unetrstützung des Herstellers mittels eines gescheiten Leitfadens, gefällt mir die Kleine trotzdem langsam immer besser.
    Wenn sie mal auf die eigenen Bedürfnisse zurechtgeschnitzt ist, ist die Handhabung logisch und gibt (zumindest im Normalfall) keine weiteren Rätsel auf.
    Und:
    Scheint hervorragend zu dem zu passen, wie ich meine Kameras bediene.
    Die Hauptkritikpunkte an G1 und Pen1 wie ich sie zu Anfang ja angeführt hatte, scheinen wirklich (zumindest in einer für mich annehmbaren Weise) gelöst zu sein.
    Ob das jetzt die Kamera ist und ob sie für andere genauso passt wie für mich: *noplan*

    Immerhin:
    Wenn jetzt noch die Bildqualität passt (und ich erwarte dabei natürlich nicht 5D Niveau!), können wir weiter Freunde werden, die schmucke kleine OM-D und ich...
    Wenn ich wieder mehr Zeit habe und die ersten richtigen Serien geschossen habe, folgt auch hierzu wieder ein entsprechendes Fazit.
     
    #18 lueckge, 17. März 2013
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2013
  19. Manni

    Manni Neuer canikon

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    Wenn ich als stiller Mitleser fragen darf: Bist Du jetzt, zweieinhalb Monate später, immer noch zufrieden?

    Ich trage mich nämlich auch mit dem Gedanken, in ein System-Kamera-System (welch ein Wort :p) einzusteigen, als leichte Alternative zur DSLR.

    LG Manni
     
  20. lueckge

    lueckge canikon Legende

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    Ups, da ist ja noch was offen...
    Fazit nach etwas längerer Probierphase:

    Ja, die Kam darf bleiben!

    Natürlich nicht als Ersatz für meine 5D MIII/MII.
    Dass sie da nicht mithalten kann, ist mir aber schon zuvor ziemlich klar gewesen und hatte ich auch nicht erwartet.
    Aber als
    - Ergänzung,
    - als leichte Alternative für mal eben so,
    - als Urlaubskamera
    - oder beim kleinen Gepäck auf dem Fahrrad
    ist die Kam durchaus ein Volltreffer gewesen. :D

    Die Festbrenner (45mm 1:1,8 / 20mm 1:1,7) lassen dabei genügend Spielraum um auch in solchen Situationen nicht all zu oft zu überlegen: "Hät ich mal die große Ausrüstung mitgeschleppt..."
    Und das 12-50mm Kit hat sich widererwarten als schnelles "Immerdrauf" und kleine Makrolösung erstaunlich gut etabliert (wollte ich ursprünglich gleich weiterverkaufen, wird aber bleiben!)
    Das einzige was mich immerwieder etwas nervt ist, daß ich häufiger mal versehentlich den Motorzoom einschalte (Zoomring durch anpacken verschoben) und gegen eine solche Zoomverstellung bin ich selbst an Kompaktknipsen immer am wettern.
    Aber das ist persönliche Preverenz. Wer damit kann, wird bestimmt auch gerne dieses Feature nutzen...
    Ich jedenfalls nicht!

    Natürlich sind Abstriche gegenüber der von der "Großen" gewohnten Bildqualität nötig (wäre ja auch schlimm wenn nicht!!!), diese sind aber für meine Verwendung und Ansprüche durchaus in dem erwarteten und vertretbaren Rahmen und lassen mich, im Gegensatz zu vorher (Pen EP1, Pana G1, Canon G12, und was es sonst noch für Versuche für die obigen Verwendungsgebiete gab) erstaunllich selten meckern.

    Als Traumkombination hat sich zwischenzeitlich die Kam mit der 135mm 1:2 Leica R-Linse herausgestellt und wird zunehmend gerne genutzt.
    Das Focusieren ist zwar noch lange nicht wie mit einer guten, alten Schnittbildmattscheibe, hält sich aber durch eine, auf irgendeine der Tasten die für meine Finger am günstigsten liegen, zu legenden Sucherlupe, die sich zuvor (ähnlich wie ein AF-Feld) frei im "Sucher"-bild bewegbaren lässt, endlich in einem praktikablen Rahmen, vor dem einem nicht immer schon im voraus graut wenn man eine manuelle Linse aufschraubt.
    -Was für ein Megasatz! Hat den eigentlich jemand verstanden? - :)
    In Kurz: Ich benutze meine alten, manuellen Linsen mittlerweile endlich wirklich hin und wieder...!

    Sogesehen war der Versuch mit der OM-D bisher das was ich mir versprochen hatte.
    Aber eben auch kein Ersatz für eine gute, eben auch wesentlich umfangreichere (in Größe und Gewicht) VF-SLR Ausrüstung...
    Wer sich das von der Kleinen (die ist tatsächlich kleiner als meine analogen Leica SL oder Canon AE-1, die hier noch herumstehen) verspricht, wird zwangsläufig enttäuscht sein.
    Aber das dürften meiner Meinung nach, schon rein technisch gesehen, auch ziemlich unrealistische Erwartungen sein.

    Kurz um: Die Kleine wird vermutlich eher nicht bei z.B. Hochzeitsshootings zum Einsatz kommen (falls mir mal beide 5er ausfallen sollten... Wer weiß! Aber doch eher unrealistisch :)), aber bei reinen Spaß- und Freizeitaktivitäten hat sie sich einen ansehnlichen Platz erarbeitet.
     
    #20 lueckge, 7. Juni 2013
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2013