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Canon FD-Objektive an Panasonic G1, GH1

Dieses Thema im Forum "Systemkameras" wurde erstellt von Bernd54, 13. Mai 2014.

  1. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo zusammen,

    als nach wie vor überzeugter Analogfotograf (Diafilm) beabsichtige ich, parallel auch digital zu fotografieren. Nun möchte ich aber meine vorhandenen Canon FD-Objektive insbesondere die Tele's weiter benutzen. Als Canon in der zweiten Hälfte der 80er das FD-Bajonett gegen das EOS-System austauschte, waren die FD-Objektive am EOS-System nicht mehr zu gebrauchen, weil das Auflagenmaß bei den EOS-Kameras nicht identisch ist. Nun sehe ich aber nicht ein, meine guten alten Objektive für'n Appel un'n Ei zu verscherbeln, nur weil Canon seine neuen Sachen an den Mann bringen will/wollte und die alten Kunden im Regen stehen gelassen werden und man sie quasi zwingen will, auf deren neues System umzusteigen. Geschäftlich gesehen war das ein geschickter Schachzug, aber nicht mit mir. Deshalb werde ich auch keine Produkte mehr von Canon kaufen. Nikon und Pentax sind/waren da wesentlich kundenfreundlicher und wer eine solche Analogkamera besaß konnte deren Objektive auch an deren neuen Digitalkameras weiter gebrauchen. So was nenn ich Kudenfreundlichkeit und Kundenbindung.
    Sei's drum. Zwischenzeitlich weiß ich, das man die FD-Objektive auch an die Panasonic Lumix G1, GH1 usw. als auch an div. dig. Olympuskameras nutzen kann und der Unendlichfokus (was ja der Knackpunkt ist) dabei erhalten bleibt. Siehe auch folgenden ebay-Link:

    Canon FD Objektiv - Micro 4/3 Adapter Panasonic Lumix G1 G2 G3 G10 GH1 GH2 u.a. | eBay

    Vor 3 Jahren ungefähr hatte ich ein 400er Tokina Teleobjektiv mit Canon FD-Anschluß an jemanden verkauft, der dieses Objektiv an einer Lumix G1 gebrauchte. Ich habe statt dessen jetzt ein Tokina AT-X 150-500mm 1:5,6 mit Canon FD-Bajonett. Da ich keinen Kontakt mehr zu dem Käufer habe und auch nicht weiß, wie er hieß und wie er zu erreichen ist, stelle ich hier in dieser Runde mal die Frage, ob jemand Erfahrungen mit den Canon-FD Objektiven an dem besagten Lumix G1/GH1 oder Olympus-System hat. Das die Automatikfunktionen dabei wegfallen, ist mir klar, stört mich aber nicht. Ich will nur mit meinen Objektiven digital weiter fotografieren. Über informative Antworten freue ich mich.

    Gruß
    Bernd
     
    #1 Bernd54, 13. Mai 2014
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2014
  2. lueckge

    lueckge canikon Legende

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    Hallo Bernd,
    diese Möglichkeit war für mich damals (Alibi- ;)) Grund in das MFT System einzusteigen.
    Bei mir ging es um alte Leica-R Schätzchen und um ein paar FD-Linsen, die aus der AE-1 und A-1 Zeit über geblieben sind.

    Allerdings:
    bei der G1 und der E-P1 war ein Scharfstellen anhand des Bildes auf den LCD Monitoren nur theoretisch möglich (zumindest bei relativ großen Blendenöffnungen und kleinem DOF eher unmöglich)
    Damit wurde das eher zur Lotterie, machte nicht wirklich Freude und wurde dann auch eher selten bis gar nicht genutzt.

    Das geht bei den Sony NEX und einigen Fuji wohl schon seit einiger Zeit etwas leichter, da dort bei der Darstellung etwas Nachgeholfen wird um anhand der Kanten scharf stellen zu können. (was bei Panasonic jetzt wohl ab der G6 eingeführt wurde)
    Habe das auch nur von einem Bekannten gezeigt bekommen und kann über die Praktikabilität dieser Funktion wenig sagen.
    Steffen (ZOZ) hatte hier an den Fujis aber einiges an Erfahrungen hier eingestellt.

    Ich selbst habe seit einiger Zeit eine OM-D EM-5
    Bin wieder bei MFT geblieben wegen einiger wirklich exzelenten, liebgewonnenen Linsen und dem Gebrauch als leichte aber doch durchaus anspruchsvolle Urlaubsalternative.
    siehe Erfahrungsbericht auch hier: http://www.canikon.de/systemkameras/15899-m4-3-iii-eine-etwas-l%E4ngere-geschichte.html

    An der Kamera hab ich mir die programmierbaren Knöpfe so eingestellt, das ich das AF-Feld innerhalb eines gewählten Bildausschnittes schnell verschieben kann, und mit einem weiteren Knopfdruck dann eine 100% Vergrößerung genau dieses Feldes im Sucher habe, mit dem ich dann recht gut manuell scharf stellen kann. Sobald ich dann den Auslöser antippe hab ich wieder den gesamten Bildausschnitt und kann abdrücken.
    Das klappt seit dem Gebrauch dieser Kamera wieder mit zunehmender Begeisterung bei Leica-R und Canon-FD Linsen mit den entsprechenden Adaptern.
    Achte beim Kauf der günstigen Adapter die bei ebay angeboten werden auf jeden Fall darauf, daß sie innen auch diesen Hebel haben um die Blende auf den gewählten Wert zu schließen.
    Ich hatte einmal einen China-billig-Adapter via ebay gekauft, bei dem diese Funktion fehlte.
    Dann sind natürlich nur noch Bilder bei Offenbarende möglich und das Teil landete irgendwann im Schrott.

    P.S.:
    bei Oly hast du noch den Vorteil, daß durch den bewegten Sensor jedes Altglas auch stabilisiert wird.
    Bei Pana sitzt der Stabi in den MFT-Linsen und hilft dir damit bei Altglas gar nicht.
     
  3. zoz

    zoz Moderator

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    Du kannst die FD Objektive an praktisch allen Spiegellosen Systemkameras verwenden.
    Die Fokussierhilfen, die von den Kamerasystemen dafür angeboten werden sind unterschiedlich, und natürlich hängt es auch von der Qualität des Suchers ab wie gut das funktioniert.
    Es ist jedoch nach meiner Erfahrung so, dass sich das nur für die hochwertigeren Objektive (idR Festbrennweiten) wirklich lohnt. Ältere Zoomsysteme aus den 70er und 80er Jahren sind meist in Ihrer optischen Leistung doch sehr bescheiden und machen an digitalen Kameras nur sehr eingeschränkt Freude.
    Hast Du schon eine Panasonic G1?
    Dann kauf Dir ruhig für ein paar Euro einen Adapter (ist idR für unter 20€ zu haben).
    Wenn Du Dir aber die Kamera erst kaufen willst um die FD-Objektive zu nutzen, dann solltest Du diese vielleicht erst mal irgend wo probieren. Und dann würde ich auch eher zu einer Kamera mit einem etwas größerem Sensor (APS-C) raten.

    Btw.:
    Was übrigens den Bayonettwechsel bei Canon betrifft den man Canon oft als Kundenunfreundlich vorgeworfen hat, so muss man im Nachhinein eigentlich fest stellen, dass Canon da eigentlich alles richtig gemacht hat.
    Die ganzen Änderungen die Canon mit dem Wechsel von FD auf Eos gebracht hat, nämlich dass es keine mechanischen Übertragungen zwischen Kamera und Objektiv mehr gibt hat Nikon nach und nach übernommen. Mit der Konsequenz, dass bei Canon alle EF-Objektive die jemals gebaut wurden an allen Eos Kameras ohne jede Einschränkung funktionieren. Das ist bei Nikon z.B. nicht der Fall, dort gibt es ganze Baureihen von AF-Objektive die an aktuellen AF-Kameras nicht funktionieren (Stangentrieb oder interner Motor).
     
  4. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo Ihr Beiden,

    habt lieben Dank für Eure Stellungnahmen zu meinem Vorhaben. Ich denke, das ich mich da richtig reinwurschteln muß, um eine richtige Kaufentscheidung zu treffen.
    Tendenziell neige ich im Moment noch zu Lumix. Mit der z.B. Olympus E-P1 o.ä. kann ich mich auf den ersten Blick nicht so anfreunden wegen der Haptik. Das ist ja einrichtiger "Flachmann", was mir so gar nicht zusagt. Ich neige da schon zu einem eher "greifbaren Body". Die hat Olympus zwar auch zu bieten, sind aber preislich eine Ebene zu hoch.

    @ Steffen:
    Das alle EOS Objektive auch an allen EOS-Kameras (auch an den digitalen) passen und uneingeschränkt funktionieren, weiß ich.
    Das ändert aber nichts an dem Umstand, meine FD-Objektive an den selbigen nicht mehr gebrauchen zu können. Meiner Meinung nach war eher ein Rückschritt als ein Fortschritt, das das EOS-System nur noch auf elektronischem Weg funktioniert. Wenn bei den alten Kameras mal die Batterie leer war, konnte man trotzdem noch die Blende und Verschlußzeit einstellen und weiter fotografieren. Beim EOS-System steht man im Falle eines Falles auf dem Schlauch. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich habe noch eine analoge EOS 10. Klasse Kamera - keine Frage. Dazu hatte ich ein Sigma 28-200 AF Objektiv. Irgendwann klappte dann nicht mehr die manuelle Schärfentiefenkontrolle (lag am Objektiv) und man konnte nicht mehr abblenden und somit nur bei Offenblende fotografieren. Das Objektiv somit unbrauchbar für mich. Mit einem FD-Objektiv hätte ich trotzdem weiterfotografieren können, weil hier die Blendenübertragung von Kamera zu Objektiv mechanisch war. So viel zum "Fortschritt".

    Eine Panasonic Lumix G1 habe ich noch nicht, ich werde aber nach einer Möglichkeit suchen, diese erstmal mit meinem 500er FD-Objektiv zu testen.

    Bernd
     
  5. zoz

    zoz Moderator

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    Auch ich war damals sehr ungehalten, weil meine Objektive nicht mehr kompatibel waren und habe damals von Canon auf Nikon gewechselt, um dann viel später wieder Canon an zu schaffen...
    Deine beiden Beispiele für den "Rückschritt" halte ich aber für wenig stimmig:
    Das Szenario von "weiter fotografieren ohne Batterie" beschränkt sich ja nun ausschließlich auf Kameras mit mechanischer Verschlusssteuerung. Und eine AF-Kamera mit mechanisch gesteuertem Verschluss habe ich noch nicht gesehen, eine digitale die ohne Batterie funktioniert schon gar nicht.
    Und dass die Blendensteuerung in einem Objektiv kaputt geht kann bei einem mechanischen System genau so passieren.
     
  6. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    O.k., Rückschritt ist vielleicht eine etwas verfehlte Bezeichnung. Ich kann aber beim besten Willen nichts fortschrittliches daran sehen, wenn das Fotografieren komplett auf Batterie/Akkustrom angewiesen ist. Es ist doch gerade die wirklich ausgereifte mechanische Kameratechnik, die ein Synonym für Zuverlässigkeit in jeder Hinsicht ist.
    Meiner Meinung nach hätte es völlig ausgereicht, wenn sich die Kamerahersteller auf die Digitalisierung des Aufnahmemediums "Sensor" oder CCD-Chip beschränkt hätten, aber die Blenden- u. Verschlußsteuerung mechanisch weiter beibehalten hätten. Na ja, der Sensor/Chip ist ja auch auf Strom angewiesen, um das vom Objektiv erzeugte Bild aufzuzeichnen,
    womit wir wieder beim Thema Film wären. Aber das will ich jetzt nicht weiter vertiefen. Über das Thema Film vs. Digital hat man sich ja hinreichend in den Diskussionen die Köppe eingeschlagen. Ich für meinen Teil will in Zukunft zweigleisig fotografieren aber schwerpunktmäßig weiterhin analog auf Diafilm.

    Stimmt. Aber zum Thema "Autofokus" habe ich mich in einem anderen Thread geäußert. Der ist auch nicht das Allheilmittel gegen Unschärfe.

    Das hatte ich geschrieben, weil ein Mitforent die leichte Unschärfe von meinen Hundebildern monierte:

    "Das mit der Schärfe ist so eine Sache - jedenfalls bei "Action"-Aufnahmen. Ich fotografie noch mit den Manuellfokus-Objektiven. Da den richtigen Schärfepunkt in kürzester Zeit zu erwischen ist reine Glücksache. Ich stell das Objektiv auf die ungefähre Entfernung ein, die der Hund von mir weg ist und dann sehe ich zu, das ich noch ein- oder zwei Stufen abblende um mehr Schärfentiefe zu bekommen. Deshalb auch der zuuu scharfe Hintergund. Mit Offenblende wäre das Bild noch unschärfer geworden. Es ist ohnehin sehr schwierig, so abrupt aus dem Stand heraus solche Bilder zu machen: Frissbyscheibe werfen, blitzschnell die Kamera auf den Hund richten, fokussieren und dann genau dann auf den Auslöser drücken, wenn der Hund die Scheibe aufschnappt. Mit Autofokuskamera bzw. Objektiv (analoge Canon EOS 10) hab ich das auch versucht, ist aber auch reine Glücksache. Autofokus ist auch kein Allheilmittel gegen Unschärfe. Ganz im Gegenteil: War das Bild im Sucher scharf, hat die Kamera genau im richtigen Moment erst Sekundenbruchteile verzögert ausgelöst, was aber schon zu spät war. Das ist mir schon einige Male so passiert und ich stand schon kurz davor, vor Wut die Kamera auf den Boden zu zerschmettern. Deshalb wundert mich auch gar nicht, warum der Autofokus als "Autolokus" verschriehen ist oder mal war."

    Ich habe jetzt einen Diafilm von der Entwicklung zurück bekommen und von den 28 Actionaufnahmen, bei der unser Hund hinter der fliegenden Frissbyscheine hinterher rannte und aufschnappte, war kein einziges Bild richtig scharf. Wenn Du jetzt einwendest, solche Aufnahmen besser digital gemacht zu haben (die hätte ich ja löschen und wiederholen können und hätte kein "Filmgeld" zum Fenster rausgeschmissen), dann gebe ich Dir recht. Aber an der Unzuverlässigkeit des Autofokus hätte das aber auch nichts geändert. Ich bezweifle, das der Autofokus bei den heutigen moderneren Kameras bzw. Objektiven zuverlässiger ist, bei denen es um Sekundenbruchteile geht. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    Da gebe ich Dir recht.

    Grüße
    Bernd
     
    #6 Bernd54, 18. Mai 2014
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2014
  7. zoz

    zoz Moderator

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    Wie Du ja selbst sagst gibt es keine digitale Kamera ohne Strom.
    Welchen Vorteil bringt dann also eine mechanische Blenden und Verschlusssteuerung an einer Digitalkamera?

    Dass Sie zuverlässiger sind als ein mit gleichem Aufwand gebauter elektronischer Verschluss halte ich für ein Gerücht.

    Die Vorteile einer elektronischen Blenden und Verschlusssteuerung sind hingegen erheblich:
    Deutlich präzisere Steuerung.
    Deutlich schnellere Abläufe.
    Weniger bewegte mechanische Bauteile -> verringerter Wartungsaufwand und geringere Kosten.
    Mehr Freiheitsgrade bei der Konstruktion, da man nicht auf die Mechanik Rücksicht nehmen muss, eine Kabelverbindung ist da meist deutlich flexibler.

    Beispiel: Die aktuellen Tilt Shift Objektive von Canon und Nikon können nur deshalb eine Springblende haben weil diese elektrisch angetrieben wird. Alle Shiftobjektive in der Vergangenheit mussten auf eine Springblende verzichten, weil die Übertragung durch den Shiftmechanismus zu aufwändig war.

    Seit der Eos 10 hat sich beim Autofokus erhebliches getan!
    Dabei hängt die Geschwindigkeit des AF nicht nur von der Kamera sondern auch vom Objektiv ab, aber das ist ein völlig anderes Thema...
     
  8. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Hallo Steffen,

    die Vorzüge der digitalen Fototechnik will ich nicht wegdiskutieren. Ich spreche da auch nur für mich selbst. Auch ich hatte vor einigen Jahren eine Canon 350D. Anfangs war ich auch noch begeistert, jedoch hauptasächlich nur wegen der sofortigen Bildergebnisse. Je länger ich mit dieser Kamera fotografierte, um so mehr störten mich ihre Unzulänglichkeiten gegenüber meiner analogen Canon F-1:

    1: das für mein Empfinden zu kleine Sucherbild
    2: keine Fokussierhilfen wie z.B. Schnittkeil, Mikroprismenring. Der Autofokus ist/war mir nicht verlässlich genug
    3: das Sucherbild war mir immer zu dunkel
    4: das Standard Objektiv 18-55mm war eine Scherbe, wie ich das bei noch keinem anderen Objektiv erlebt habe.
    4: die RAW-Bildermußten erstmal mit der mitgelieferten Software in TIFF umgewandelt zu werden, um im Rechner weiter bearbeitet werden zu können (das ist bei den neueren DSLR's
    wohl nicht mehr der Fall)
    5: Man ist (ich war das jedenfalls) mehr am Rechner mit der Bildbearbeitung beschäftigt, als mit den Fotografieren selbst und darauf habe ich überhaupt keinen "Bock".
    Was ist das für ein Quatsch, sich genötigt sehen, die Bilder (die meisten) nachschärfen zu müssen. Die Bilder mußten meistens in der Gradation u./ o. Tonwerten nachbearbeitet werden.
    Nee, Steffen, ich hab keine Lust auf so was. Ein Dia ist von Anfang an fertig und gut is. Und wenn's mal nicht so gut ausgefallen ist, dann kann ich immer noch einscannen und am
    Rechner verbessern.
    6: Andauernd hatte ich Probleme mit meinem externen Blitzgerät Metzt 45 CT-5. Der zündete nur verläßlich, wenn der Akku voll bzw. in gutem Ladezustand war. Ging der Strom langsam
    zu Neige, das zündete der Blitz einfach nicht. Und ein entsprechendes neues Blitzgerät wollte ich nicht kaufen. Da wäre nämlich ein Hunderter zum anderen gekommen.

    Was nützen mir da die präziseren Steuerungen, schnelleren Abläufe. Bei Film brauch ich keine 6400stel Sekunde und überhaupt die reichhaltigen Automatikfunktionen, die m.E. mehr als Verkaufsargument dienen, als sie dem Zweck dienlich sind.

    Bei meinen analogen Kameras insbesondere die F-1 läuft alles wie am Schnürchen:
    Helles, großes und superfeines Mattscheibenbild, einwandfrei funktionierendes externes Zubehör usw.
    Das ich keine sofortigen Bildergebnisse habe nehme ich gern in Kauf. Im Gegenteil: Ich weiß genau, das die Bilder belichtungstechnisch einwandfrei sind und trotzdem verspüre ich eine gewisse Spannung, wenn ich den/die Film(e) von der Entwicklung abhole und einen ersten Blick auf die Diastreifen werfe und diese mit der Lupe auf dem Leuchttisch ein erstes mal betrachte. Und das ist in meinen Augen LEBENDIGE Fotografie und erst recht, wenn die Bilder auf 2 Meter Größe oder noch größer projiziert werden.

    Und trotzdem will ich in Zukunft 2gleisig fahren, aber auch nur dann, wenn ich meine vorhanden Objektive weiterhin mit entsprechenden Adaptionsmaterial weiter nutzen kann. Ich hoffe, das mir das mit der Lumix G1/GH1 oder einer anderen mit dem MTF-System gelingen wird.
    Ich drück doch meine guten alten Objektive (die ja auch gutes Geld gekostet haben) nicht in die Tonne bzw. verscherble sie für'n Appel un' Ei (wenn die überhaupt jemand kaufen wollte) um mich komplett neu digital auszurüsten.
    Den Firmen Canon, Nikon usw. würde das natürlich sehr recht sein. Jetzt ging es mir in diesem Thread nur um die Adaption meiner FD-Objektive an das MTF-System und schon wird fast daraus eine Analog vs. Digital-Diskussion, obwohl ich mich zu diesem Thema gar nicht mehr outen wollte.

    Gruß
    Bernd
     
    #8 Bernd54, 21. Mai 2014
    Zuletzt bearbeitet: 21. Mai 2014
  9. zoz

    zoz Moderator

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    Die High-End Profi-Kamera Canon F-1 mit einer absoluten einsteiger DSLR wie der 350D zu vergleichen kann aber wohl auch kaum zu einem befriedigenden Ergebnis führen...

    aber lassen wir das.


    Wenn du Deine FD Objektive optimal an einer digitalen Kamera einsetzen willst kann Ich Dir eigentlich nur zu eine Sony A7 raten.
    Sie bietet einen großen hellen Sucher mit einer sehr guten Unterstützung fürs manuelle scharf stellen. (Focus peaking)
    Durch den Vollformatsensor bleibt der Bildwinkel der Objektive erhalten.

    Auf einer MFT Kamera bieten alle Linsen nur noch den halben Bildwinkel. Das heißt Du wirst mit Deinen FD-Objektiven kein WW mehr haben. Die damit verbundene höhere Auflösung ist oft ein Problem für ältere Objektive, ich habe mal ein 1,4/50 FDn Objektive an die GH1 adaptiert und war von der Leistung enttäuscht. Offen gab das fast schon einen Nebel, und abgeblendet waren das Standardzoom von Panasonic (bei gleicher Blende) dann schärfer und Kontrastreicher...

    Eine APSC Kamera könnte ein Kompromiss sein, da die Auflösung noch nicht so hoch ist, aber die oft auch nicht so tollen Ecken älterer Objektive abgeschnitten werden.
     
  10. Romeo

    Romeo Aktiver canikon

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    Nimm einfach mal was aktuelles in die Hand mit passender Optik. Da hast du dann bei 10 Bildern pro Sekunde mal einen oder zwei Ausreisser, aber da ist ein Hund in Bewegung dann keine Herausforderung mehr. Da ist die Aufgabenstellung "scharfes Bild" schon langweilig, da zählt dann wieder Bildgestaltung, etc..

    zu 1 und 3: Zum Sucher einer 350D ist heutzutage keine Referenz mehr.
    zu 2: Auch bei Hunden kein Problem mehr. Passende Kamera-Objektiv Kombination vorausgesetzt.
    zu 4: Billige Zoom-Objektive waren auch zu analogen Zeiten keine Leuchten.
    zu 5: Quatsch. Zu meinen analogen Zeiten musste auch ein Diafilm erstmal die Entwicklung durchmachen, da ist nichts von Anfang an fertig und gut. Falsche Zeit oder Temperatur und schon geht auch das in die Hose. Auch im Fachlabor wurde gepusht oder gepullt. In der digitalen Zeit ist die "Entwicklung" am Rechner, wenn man dann RAW nutzt, nichts anderes und da bin ich mit der digitalen Arbeit schneller als mit der Entwicklung. Auch eine manuelle Tonwertkorrektur, etc. ist heutzutage bei korrekten Aufnahmeparametern kein "Muss".

    Da wird jetzt die digitale Fotografie / moderne Technik teils verteufelt und zwar meist aus dem Grund, weil man sich nicht mit der aktuellen Technik auseinandergesetzt hat.

    Das analoge Fotografie auch ihre Reize hat ( ich muss das nicht mehr haben, genug Tüten täglich ins Labor geschafft ), ist klar. Aber auch da kann man genauso enttäuscht werden, wenn man jetzt mal E6 ( wie jetzt die digitale Bidlbearbeitung ) zu Hause probieren würde und dann den Aufwand vergleicht.

    Gruß
    Jochen
     
  11. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Da geb ich Dir recht. Aber wie ich schon schrieb, keine Lust auf EBV, und da komme ich auch nicht dran vorbei, wenn ich mir eine High-End Digitalkamera kaufen würde und ich hätte auch keine Dias, die ich schön groß auf der Leinwand aufblasen und genießen könnte. Die Betrachtung am PC-Monitor, Fernsehschirm oder Beamer ist immer unbefriedigend im Vergleich zur echten Diaprojektion. Das ist bis heute unschlagbar und da stehe ich bei weitem nicht alleine da. Ich habe ohnehin den Eindruck gewonnen, das die große Masse der Verbraucher sowieso kein ausgeprägtes Qualitätsbewußtsein mehr hat. Da wird doch alles "gefressen" was von der Fotoindustrie als "Fortschritt" vorgegaukelt und vorgesetzt wird. Vieles ist wirklich gut, das streite ich gar nicht ab, aber bei weitem nicht alles. Ich hatte gar nicht die Absicht, mich auf eine solche Diskussion einzulassen bzw. ärgere mich im Nachhinein, dieses thematisiert zu haben. Ich habe lediglich nur meine meist negativen Erfahrungen hier mitgeteilt. Und ich werde den Teufel tun, hunderte oder tausende von Euros in die digitale Fotografie zu stecken, um immer am "Ball zu bleiben" oder mitreden zu können, während dessen meine analoge ausrüstung perfekt funktioniert und alles in Takt ist zumal die auch seinerzeit ein Schweinegeld gekostet hast. Und das soll ich jetzt nach dem Willen der Herstteller alles für Schrott erklären und mich komplett umstellen? Aber das ist typisch Wegwerfgesellschaft: alles was alt ist taugt auf einmal nichts mehr und immer schön am Ball bleiben und immer schön neuen Krempel kaufen, damit man immer auf dem neuesten Stand ist und nicht zum Außenseiter wird. Aber wie Du schon sagst: lassen wir das.

    Danke für die Empfehlung. Leider übersteigt der Preis meine Möglichkeiten.

    Ich weiß, macht aber nix. WW-Aufnahmen mach ich sowieso nur wenige und wenn, dann eh nur auf Film.

    Ich will sowieso erst mal sehen, das ich meine Teleobjektive an eine Lumix adaptiert bekomme. Und sollten meine Erwartungen tatsächlich erfüllt werden, dann werde ich fast ausschließlich die Teleobjektive damit benutzen. Falls nicht, dann hat sich das Thema für mich erledigt. Ich fotografiere dann weiterhin auf Film und wenn es diese dann irgenwann nicht mehr gibt (was ich nicht glaube), dann hänge ich die Fotografie an den Nagel.

    Gruß
    Bernd
     
  12. zoz

    zoz Moderator

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    Sorry, aber Du drehst Dich argumentativ immer im Kreis.
    Du findest digital doof, bist auch nicht bereit Arbeit, Zeit oder Geld darin zu investieren und bist mit Deiner analogen Kamera doch so zufrieden, also was soll das? Bleib dabei!!!
    Ich habe das Dia fotografieren schon vor der digitalen Zeit aufgegeben weil mir die kreativen Möglichkeiten zu gering, und die Präsentationsmöglichkeiten zu eingeschränkt waren, aber das muss jeder selbst herausfinden wie er da glücklich wird.
     
  13. Bernd54

    Bernd54 canikon Mitglied

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    Stimmt doch gar nicht. Sie hat nur mit meinen bisherigen Erfahrungen nicht meinen Erwartungen entsprochen. Außerdem schrieb ich ja, das die dig. Fotografie auch ihre Vorteile hat, insbesondere in der Astrofotografie. Die würde ich nur digital betreiben, da kann man mit Film nix mehr besehen. Warum, das würde jetzt aber den Rahmen sprengen.

    Das, was ich in der Vergangenheit an Zeit und Geld reingesteckt habe, war mir genug. Und wieder einen dig. Neustart zu wagen? Nee danke.

    Na klar. Ich hatte ja auch gar nicht die Absicht, mich darüber auszulassen.

    Meiner Kreativität laß ich draußen an der Kamera freien Lauf und nicht am Rechner mit Photoshop und Co.
    Um zum Schluß mit dem Thema zu kommen: Ich bin glücklich mit Film. In Zukunft digital auch, aber nur parallel und falls ich mal keinen Film schnell zur Hand habe. Um Beleuchtungsverhältnisse sofort zu beurteilen, dafür ist eine dig. Kamera für mich auch sehr hilfreich wegen der sofortigen Ergebnisse. Das eigentlichen Bild würde ich dann aber mit Film machen.

    Gruß
    Bernd
     
    #13 Bernd54, 22. Mai 2014
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2014