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Aperture und iTunes Datenbanken auf NAS

Dieses Thema im Forum "Hardware und Software für Bildbearbeitung" wurde erstellt von iHamsi, 11. Mai 2011.

  1. iHamsi

    iHamsi canikon Mitglied

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    Guten morgen zusammen,

    nachdem ich die SSD einbau arbeiten an meinen neuen 17" MBP 2011 hinter mir habe, möchte ich mich jetzt an die Datenbanken konzentrieren.

    mein 17" MBP 2011 hängt am TimeCapsule via WLAN (802.11n). Ich möchte meine ganze iTunes und Aperture Datenbank auslagern weil die SSD 240GB (Vertex 3) hat.

    ich dachte als Hardware an die WesternDigital My Book World Edition II 2TB und den mit Raid 1 betreiben.

    Also würde es folgendermaßen aussehen, die WesternDigital My Book World Edition 2 via Gigabit Ethernetkabel an das TimeCapsule, kopiere die ganze Aperture und iTunes Datenbanken auf WesternDigital My Book World Edition II.

    Jetzt würde ich gerne wissen wie die Arbeitsgeschwindigkeit ist, wenn man Aperture Datenbank auf NAS ablegt und via WLAN (802.11n) auf die Datenbanken zugreift Music - Movie streamt und mit RAW, JPG etc. files arbeitet.

    Danke und Gruß
     
  2. Mark

    Mark Administrator

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    puuhhh, kein schlechtes Projekt

    Mene erste Frage: Bist Du Dir mit dem WD Drive sicher? Ich meine von der Performance her - ist das Ding wirklich richtig schnell? Schau Dir sonst mal die NAS-Systeme von Synology an, die sind extrem schnell (DS - Serie).

    Ich würde an Deiner Stelle das Verlagern der Bilder von Aperture machen lassen - Du kannst in Aperture vis Menu "Speicherort der Originale ändern" (oder so ähnlich - sorry, sitze am Firmen-Windows). Dort wählst Du dann Deine NAS Platte aus. Damit verlagerst Du die Originaldateien, die Datenbank bleibt aber auf Deinem Notebook, was die Geschwindigkeit erhöht! Die Datenbank ist dann natürlich erheblich kleiner - man nennt das "referenced Files".

    Schau Dir mal den Workflow von Chase Jarvis an, der hat das sehr gut erklärt:

    [video=youtube;Y-6EQo6it7Y]http://www.youtube.com/watch?v=Y-6EQo6it7Y[/video]

    Womit wir wieder beim Backup sind. Du hättest dann als Backup "nur" die TimeMachine der Datenbank, nicht aber der Originalfiles, weil die ja auf dem NAS liegen - deshalb wäre mir das NAS alleine nicht sicher genug (Feuer / logischer Fehler / Diebstahl / Kinder treten drauf).

    Bedenke auch, dass Du im Crashfall einer Platte des NAS-Systems ca. 1-2 Tage brauchst, bis das Ding bei EInbau einer neuen RAID-1-Platte wieder voll "zurechnungsfähig" ist. In dieser "Rebuild-Zeit" rödelt die eine, verbleibende Platte wie verrückt.

    Tipp: Exportiere die Originalfiles UND auch Deine bearbeiteten JPGs (als Export der Arbeitskopien) regelmässig (Monatsweise?) auf ein weiteres NAS. Dann bist Du auch sicher gegen Aperture-Fehler.



    Was die Geschwindigkeit angeht, kann ich Dir leider (noch) nichts sagen, da ich nicht mit "referenced" Files arbeite, sondern die Originale bei mir auf der Platte habe. Ich kann aber gerne mal ein paar Files umschubsen, und gucken, wie es läuft...
     
  3. Oliver78

    Oliver78 Moderator
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    Danke @ihamsi für die Frage. Vor einer ganz ähnlichen Entscheidung stehe ich auch gerade.
    Du könntest noch dein Superdrive rauswerfen und stattdessen eine große Platte einbauen. Guck mal hier.

    Und danke @Mark für den Hinweis mit der Geschwindigkeit. Ich war nämlich auch drauf und dran, die komplette Library auf ein NAS auszulagern. Denn intern kann ich die Bilder nicht mehr verwalten (160GB auf dem MacBook sind einfach nicht genug ;))
     
    #3 Oliver78, 11. Mai 2011
    Zuletzt bearbeitet: 11. Mai 2011
  4. zoz

    zoz Moderator

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    Das Nadelöhr ist doch aber das WLan oder?
    Selbst eine langsame Platte sollte da schneller sein.

    Warum willst Du ein RAID 1 haben?
    Eine Datensicherung erspart das afaik nicht.
     
  5. Mark

    Mark Administrator

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    Guter Hinweis, Steffen!

    RAID-1 erspart auf keinen Fall eine Datensicherung (andere Raid-Levels auch nicht!).

    Das WLAN ist in der Tat ein Nadelöhr, die meisten NAS-Systeme sind aber zum Beispiel definitiv nicht in der Lage ein GBIT-Lan voll zu befeuern - aller Datenübertragungswerte sind somit in die Welt der Theorie zu verbannen...
     
  6. Mark

    Mark Administrator

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    Hier noch der Screenshot der entsprechenden Funktion zum Nutzen von "referenced Files"

    screenshot_01.jpg
     
  7. zoz

    zoz Moderator

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    Ein RAID-0 macht die Platte schneller, wobei ich nicht sagen kann ob das auf einem NAS-System so viel bringt.
    Ich habe eine Buffalo Linkstation mit RAID0 über GBit-Lan am Netzwerk. Größere Datenmengen da drauf zu bewegen ist schon sehr lahm. Nicht zu vergleichen mit einer Verbindung über USB oder Firewire.
    Aber auch eine einzelne NAS Platte sollte noch schneller sein wie ein WLAN unter idealen Bedingungen.
    Von realen Bedingungen ganz zu schweigen...
     
    #7 zoz, 11. Mai 2011
    Zuletzt bearbeitet: 11. Mai 2011
  8. iHamsi

    iHamsi canikon Mitglied

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    Hallo zusammen,

    @Mark, NAS ist schnell.....was genau ist da schnell bzw. was meinst du genau? ich verstehe es irgendwie nicht, kannst du es mal bitte erklären?

    @Oliver78, Danke! das kenne ich will Superdrive behalten. :)
     
  9. Mark

    Mark Administrator

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    Nunja, es gibt verschieden "schnelle" oder langsame NAS Systeme. Ich habe da lange keine Benchmarks mehr gelesen, aber zu Zeiten, als ich zugeschlagen habe, waren Lacie und Synology ganz vorne mit dabei. Zoz hat natürlich Recht: Bei Nutzung via WLAN ist es eigentlich egal - über GBIT LAN kann das schon einen echten Unterschied machen!
     
  10. m.gilg

    m.gilg Aktiver canikon

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    Zu RAID 0: Diese Version ist nur zur Konfiguration für parallelen Schreibzugriff auf Patten gedacht. Da aber bei "Verlust" einer Platte gleich das ganze Dateisystem mit in Grund und Boden reißt, wird RAID 0 immer mit RAID 1 zu RAID 10 kombiniert.

    Aber noch einmal zur Datensicherheit: da sämtliche RAID-Konfigurationen kein zweites Dateisystem parallel anbieten, ist eine dedizierte Datensicherung notwendig. Vielleicht am besten mit einem zweiten RAID.
     
  11. Ma-Le

    Ma-Le canikon Mitglied

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    Hallo Hansi,
    also ich arbeite seit einer weile mit den extern referenzierten Dateien meiner APERTURE 3 Lib auf einem 2x2 TB WD(raid 1) MyBook mit Firewire gearbeitet insgesamt war mir das aber auch schon zu langsam. Mittlerweile habe ich das Firewire durch eine ESATA II express Card an mein MBP verbunden.

    Hier ist nur der harken:
    - Das ich mein "System Sleep" abschatten muss (das kann die ESATA II express Card nicht ab und das Externe Drive würde unsanft aus dem System gerissen / bekanntes Problem im MBP5.1)
    - Zusätzlich halte ich mit dem Programm SleeplessHD.app mein 2x2 TB WD immer auf touren (der Energie sparr Modus würde den zugriff sehr lahm machen und die HD würde immer hoch und runter fahren )
    - Von Zeit zu Zeit ziehe ich mir ein Back up der Daten mit Superduper.app auf ein weiteres Externes Firewire Drive

    Ich hatte jetzt sein 1/4 Jahr noch nie irgend ein Problem mit korrupten Daten . Und das bisschen Disziplin ist ok für mich. Vielleicht ist das aber auch für ein Profi zu Lahm.

    Das mit der TimeCapsule via WLAN (802.11n) denke ich wird eine zu grosse bremse sein. Speziell wenn vielleicht auch dann gerade deine TM ein Backup Parallel erstellen will. Der Zugrich auf meine USB HD an meinem Airport extrem leidet da sehr / TimeMashine macht da keinen Spass...... (vielleicht mache ich aber auch etwas falsch).

    Über die die NAS-Systeme von Synology habe ich auch gutes gehört mir war aber der Preis zu happig.

    In der Zukunft könnte evtl. Thunderbold auch eine alternative sein?

    Gruss,
    Matthias

    Gr
     
  12. iHamsi

    iHamsi canikon Mitglied

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    Hallo Matthias,

    Danke!

    Ehrlich gesagt wäre die Synology alternative nicht schlecht, habe ich mehrmals mir die Synology Systeme angeschaut.

    Mit Thunderbold habe ich wieder kabel, ich möchte kabel free sein deshalb die Überlegung My Book World Edtion (Gigabit Ethernet) --> Time Capsule <--> MBP.
     
  13. Mark

    Mark Administrator

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    Matthias hat Recht: Wenn ein NAS - System gleichzeitig zwei Dinge mit hoher Datenübertragung machen soll (TimeMachine UND die Arbeit mit referenced Files), dann geht die Performance erheblich in den Keller (weit mehr als die zu vermutenden 50%)
     
  14. Oliver78

    Oliver78 Moderator
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    Backup und Arbeitsdateien würde ich sowieso nicht auf ein und dem selben System speichern.

    Also Vorschlag an iHamsi: Time Capsule für die TM behalten und für die Aperture-Dateien eine Synology DS kaufen (zum Beispiel die DS211j). Ganz wichtig: Anschließend einen ausführlichen Erfahrungsbericht schreiben, damit ich weiß, ob sich der Kauf einer DS lohnt *afro*

    Wobei dann aber der Hinweis nicht geklärt/abgedeckt wäre, dass ein RAID1 nicht vor Datenverlust schützen soll. Wieso eigentlich nicht? Für was habe ich denn die zweite Platte im Verbund?
     
  15. m.gilg

    m.gilg Aktiver canikon

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    Das ist eigentlich ziemlich einfach. Du bist zwar gegen einen Hardwareausfall einer Platte gesichert, aber nicht gegen den Ausfall des Dateisystems, das auf dem RAID liegt. Ich habe nicht nur einmal defekte Dateisysteme nach Systemabsturz während der Schreibzugriffe gesehen. Am schlimmsten wirken sich Löschvorgänge aus, die mehr löschen als vorgesehen. Man könnte zwar zwei Dateisysteme auf dem RAID einrichten, ein Arbeits- und ein Backupdateisystem, aber ein ungutes Bauchgefühl hätte ich da immer noch.

     
  16. zoz

    zoz Moderator

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    Ich hatte auch überlegt mir ein RAID1 zuzulegen um meinen Schutz vor Datenverlust zu erhöhen.
    Nach Hinweisen und etwas Lektüre bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass die Aufgabe eines RAIDs in erster Line eine andere ist:
    Das RAID soll sicherstellen das man jederzeit auf die Daten zugreifen kann.
    Imho ist das für Server ein wichtiges Feature. Um z.B. in einer Firma sicher zu stellen, das alle Leute weiter arbeiten können, oder die Website weiter online ist auch wenn mal eine Platte defekt ist. Für eine Platte auf der ich meine Bilder/Musik/Filme habe ist das (für mich zumindest) kein wirklich wichtiger Punkt. Wenn da ein defekt auftritt habe ich eh anderes zu tun als Bilder zu bearbeiten... ;)
     
  17. iHamsi

    iHamsi canikon Mitglied

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    Synology DS211j mit Time Capsule Ethernetkabel verbinden und mit MBP via WLAN arbeiten? oder..........?
     
  18. Oliver78

    Oliver78 Moderator
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    Wenn deine TC als Router fungiert, dann ja. Ansonsten an den normalen Router deines Heimnetzwerks.

    Eventuell könntest du es auch andersrum machen: Die Aperture-Daten auf die TC legen und die DS211j als Backupsystem für die TM nutzen. Dann könntest du die TC ebenfalls mit ins TM nehmen und wäre somit mitgesichert. Wenn dann am RAID1 was kaputt geht (Dateisystem, wie wir oben gelernt haben ;)), wäre nur das Backupsystem hin und nicht die "echten" Daten.

    Ich glaube, so werde ich es machen. Nur, dass ich statt einer TC eine normale externe Platte nehme, weil's bei mir nicht zwingend wireless sein muss.
     
  19. zoz

    zoz Moderator

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    Die Frage ist ob man überhaupt ein RAID1 an dieser stelle braucht.

    Wenn man nicht wireless sein muss und nur mit einem Rechner Arbeitet ist imho eine Lösung über USB, Firwire, ESata oder Thunderbolt (gibt´s da schon was?) warscheinlich schneller als jede NAS.
    Ich habe meine ganzen Bilddaten auf einer FirewirePlatte und eine weitere (größere) die via TM den Rechner und auch die Bilderplatte "backupped".
    Auf dieser Platte macht auch mein MacBook sein Backup (funktioniert nur wenn beide Rechner gleichzeitig an sind).
    Bei beiden Platten handelt es sich um Raid 0 Systeme. Dabei ist mir bewusst, dass RAID 0 die warscheinlichkeit eines Ausfalls verdoppelt, aber es erhöht halt auch deutlich die Geschwindigkeit der über FireWire800 angeschlossenen Platten. Und das war mir das Risiko wert... und um das abzufedern habe ich ja das TM Backup!
     
  20. Mark

    Mark Administrator

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    Bisi Off-Topic: Thunderbold-Platte von Lacie angekündigt: LaCie ist der führende Hersteller von qualitativ hochwertigen digitalen Speicherlösungen.

    Noch eine kleine Ergänzung zum Thema Datensicherheit:
    Bitte bedenkt auch, nicht NUR die Aperture Library / Datanbank komplett 5-fach *azn* sichert, sondern auch die BILDER - nur für den Fall, dass die Aperture-Datenbank einmal korrupt ist - das hatte ich einmal mit Aperture 2.x - da bin ich heftig ins Schwitzen gekommen. Deshalb exportiere ich auf Monatsbasis nochmal alle Bilder als JPG UND die Originalfiles auf mein NAS (RAID-5). Somit bin ich auch beim Crash der Datenbank noch im Besitz meiner Bilder.

    Apropos Backup:
    Ich sichere heute meine interne Platte per TM (auf eine weitere interne Platte, was sauschnell und fast unbemerkt im Hintergrund abläuft). Zusätzlich sichere ich nochmal wechselseitig auf zwei externe Platten (über eSata Docking via SuperDuper) - diese externe Platten liegen an einem anderen Ort. Naja, und wie oben schon gesagt exportiere ich die Bilder monatlich aufs NAS.

    Wenn jemand der Meinung ist, ich sei ein wenig verrückt, dem sei gesagt, dass er damit nicht alleine dasteht *afro*