Mark (30.01.2012), Volker Arnold (30.01.2012)
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Ich würde gerne wissen in wie weit ich durch eine SSD einen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs wahrnehmen würde oder ob das alles mehr oder weniger Spielerrei ist. Mit dem Rechner ansich bin ich zufrieden.
Intel Q6600 4 x 2,4ghrz
4 GB Ram von GSkill
512mb gf 9800gtx+
1TB @7200rpm
Macht hier eventuell eine ssd sinn? Was meint ihr?






Also alles was ich bisher gehört habe bezieht sich auf Apple und Mac OS. Aber 'ne SSD soll halt extrem abgehen von der Leistungs- bzw. Geschwindigkeitssteigerung. Vor allem was den Systemstart und das starten von Programmen angeht.
Also ich kann nur sagen, das Du den Unterschied, wie Marc schon geschrieben hat bei Booten und Programmstart deutlich merken. Habe selbst son Teil drin und wollte es auch erst nicht Wahrhaben, aber die Reaktionszeiten sind sehr sehr.... Gut.
PC ist in ca. 20sec. Gebootet.... Die Dinger schreiben und lesen & schreiben ja fast 4-5mal schneller als normale SATA Platten...
VG






Ein bekannter von mir arbeitet im Labor eines grossen deutsch-japanischen IT-Konzerns - die verwenden bei den Maschinen, die für Performance Messungen verwendet werden (2-Prozessor Xeon-Monster) meist eine SSD fürs Betriebssystem und einen RAID-0 Verbund von 7.200er bzw. 15k Platten für die Daten (der bei einem Produktivsystem natürlich keinen Sinn macht, aber mit RAID-1 ist man nicht soooo viel langsamer. Er sagt "wenn Du das einmal hattest, vergisst Du die gute alte Magnetplatte schnell".
Alles andere weiss ich auch nur von schwärmenden Mac-OS Usern. Wobei ein gut gepatchtes Windows 7 angeblich eine bessere native SSD-Unterstützung hat. Sagt er (s.o.) jedenfalls...





Nicht nur er, ich auchWobei ich beide Systeme mit SSD kenne, zuhause den Apple (Mac Pro und Air) und im Büro ein Notebook mit Win 7. Der Unterschied beim Systemstart ist bei meinem Notebook nicht so drastisch wie zuhause beim Apple, das mag aber auch an der riesigen Infrastruktur hier (konzernweites Netz) und den damit verbundenen Mechanismen beim Hochfahren liegen. Beim Starten von Programmen jedenfalls bietet Dir eine SSD ein Erlebnis, das keine Magnetplatte, auch nicht in einem schnellen RAID-Verbund, erreicht. Der entscheidende Unterschied ist dabei noch nicht mal die sehr hohe Übertragungsrate, sondern die um Grössenordnungen geringere Zugriffszeit.
Einen Haken gibt's natürlich auch: SSDs sind nach wie vor recht teuer und sie "altern". Mit steigendem Füllgrad bzw. mit längerer Nutzung werden sie insbesondere beim Schreiben langsamer. Wobei moderne SSDs da schon viel weiter sind als die ersten Generationen.
Ich will jedenfalls nix anderes mehr.
-- Markus
-- Nikon lens reviews, photozone.de






Mit welcher Version von Windows arbeitest du denn?
Meiner Meinung nach werden SSD Platten erst ab Win7 richtig angesprochen.
SSD´s brauchen, oder besser gesagt sollten auch nicht defragmentiert werden.
Es gibt auch noch ein paar kleinere Kniffe während der Installation von SSD´s, mit denen man die Performance etwas steigern kann.
Gruß Volker
www.arnoldmoensheim.de





Ab Windows 7 wird das sogenannte Trim-Kommando unterstützt, das die Einbrüche bei der Schreibperformance reduzieren hilft (beim Mac gibt's diese Unterstützung auch, aber nur in der letzten OS X Version (Lion) und nur für die Apple-eigenen SSDs, also nicht generell). Damit werden der SSD vom Dateisystem nicht mehr benutzte Bereiche mitgeteilt, die die SSD andernfalls als belegt ansehen würde. Dies würde beim Schreiben zu Verzögerungen führen, da eine SSD beim Schreiben teilgefüllter Bereiche diese prinzipbedingt erst lesen, den Inhalt ergänzen und dann als ganzes neu schreiben muss. Das ist aber nur eine Nettigkeit bzw. ein nicht zwingend notwendiges Feature, auch ein XP sollte von einer SSD einwandfrei laufen... nur eben dramatisch schneller als gewohnt.
Trim muss aber nicht nur vom OS, sondern auch von der SSD unterstützt werden. Das dürfte aber bei allen aktuellen Modellen der Fall sein.
Defragmentieren bringt bei einer SSD in der Tat nichts. Bei einer Magnetplatte werden damit zusammengehörende Daten wieder zusammengeführt, damit sie am Stück ohne (zeitraubende) Kopfbewegungen gelesen werden können. Bei einer SSD fallen die mechanischen Bewegungen ja komplett weg, deswegen gibt es keinen praktischen Performanceunterschied zwischen fragmentiert und defragmentiert. Dafür wurden aber auf der defragmentierten Platte unnötig Schreibarbeiten verrichtet und anschliessend könnten Bereiche von der SSD als belegt angesehen werden, die tatsächlich aber wieder frei sind (sofern keine Trim-Unterstützung vorhanden, s.o.). In dem Fall wäre die SSD zumindest beim Schreiben nach dem Defragmentieren deutlich langsamer als vorher.
Grundsätzlich sind aktuelle SSDs so schnell, dass es eigentlich keiner Kniffe bedarf. Ich hatte zeitweilig statt einer einzelnen SSD ein Raid-0 aus zwei gleichen SSDs als Bootvolume. Das hab' ich aber recht bald wieder zurückgebaut, denn der gefühlte Unterschied zwischen einer und zwei SSDs war exakt null.
-- Markus
-- Nikon lens reviews, photozone.de
Geändert von Freedolin (30.01.2012 um 11:40 Uhr)
Mark (30.01.2012), Volker Arnold (30.01.2012)



Hallo Markus,
da sich abzeichnet, dass du der SSD-Spezialist bist, möchte ich diesen Tread für eine kurze Frage nutzen, weil ich gerade auf meine Einzelteile des neuen Rechners warte (endlich kann ich mein 8 (teilweise6) Jahre altes P4 3,0-Möhrchen in Rente schicken...
Ich hatte kurz überlegt, ob ich eine SSD als Systemplatte einbauen sollte (60 GB, Win 7 Pro 64bit), war dann aber unschlüssig bzw. verwirrt über die Einstellung: Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste die SSD doch im IDE und nicht im AHCI-Modus (wie die Standard-SATA-HDD) betrieben werden, oder?
Danke für deine Mühe
Uli
Grüße vom Uli





Nö, nö, Spezialist bin ich bestimmt nichtUnd um das gleich unter Beweis zu stellen: dass es die Option gibt, die SSD auch im IDE-Modus zu betreiben und das gar Vorteile bringen könnte ist mir bisher entgangen (der Segen eines Macs, der belästigt einen mit solchen Wahloptionen gar nicht erst
) Wenngleich es da wohl kein "richtig" oder "falsch" zu geben scheint, vielmehr liegt es wohl am verwendeten Chipsatz, wenn ich die Forendiskussionen dazu richtig deute.
Auf der anderen Seite: hier wird ausdrücklich zum AHCI-Modus geraten, evtl. hat sich die Diskussion auch einfach mit der Zeit überholt? Ich hab' mal eben nachgesehen, in meinem Firmennotebook läuft die SSD im AHCI-Modus mit Intel Treiber.
P4/3,0 war übrigens auch mein letzter PC vor der "verAPPLEung"Der steht auch noch betriebsbereit hier, kann mich nicht davon trennen...
-- Markus
-- Nikon lens reviews, photozone.de
Ulrich F. (04.02.2012)
Gruß Martin
Freedolin (02.02.2012), Ulrich F. (04.02.2012), Volker Arnold (02.02.2012)