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  • Siegerinterview Monatswettbewerb Januar

    Liebe Leserinnen und Leser,
    es ist gute Tradition geworden, dem Sieger im Monatswettbewerb auf die "Pelle" äähhmmm "Tastatur" zu rücken, und um ein Interview zu bitten. Hier also mit Dank an TOMTOM und besten Wünschen für Sie/Euch das Siegerinterview für den Monat Januar.

    MadDog J: Hallo TOMTOM, das canikon Team gratuliert Dir recht herzlich zum Gewinn des Monatswettbewerbes Januar und bittet Dich herzlich um ein paar Informationen rund ums Foto selbst und zum Menschen hinter der Cam. Erinnerst Du Dich an die Situation, unter der Du das Foto gemacht hast? Was es mehr "gesehen und aus der Hüfte" oder "Idee und gestaltet"?

    TOMTOM: Grüß dich Mad, herzlichen Dank für die Glückwünsche. Die Monatswettbewerbe sind für mich immer eine spannende Sache, sei es in der Umsetzung des Themas, als auch anschließend bei der Wahl des Siegerfotos, die oft noch schwieriger zu entscheiden ist. Über die vielen Stimmen freue ich mich natürlich sehr. Zur Entstehung meines Fotos möchte ich etwas ausholen: Gelegentlich verbringe ich meine Mittagspause damit, mein schallintensives Hobby ungestört (für die Umgebung) auszuüben und gehe in die benachbarte Kirche mit meiner Posaune zum Proben. Am Eingang begrüßt mich stets ein Schild „Dies ist ein Raum der Stille und des Gebets“. Topik 1 „Stille“ läßt meine Stirn in Falten legen, Topik 2 „Gebet“ landet in meinen grauen Windungen hinter dieser Stirn im Ordner „Erweiterte Interpretationen“. Ich beschloß, laute Musik ist eine Art Gebet und trat erleichtert ein. Stille? Das Wort läßt mich nicht los, als warte es auf Erfüllung. Im Forum wurde der Musikinstrumententhread eröffnet und da war es klar. Zwei Arme – zwei Taschen: in einer Hand die Posaune, in der anderen der Foto. Ich betrat die Kirche, arrangierte dies und das, Noten, Instrument, Licht, Schatten, Brennweite, Blende, usw. In aller Stille entstand das Foto. Beim Rausgehen mußte ich laut Lachen: Stille – jawoll!

    MadDog J: Kam das Bild so aus der Kamera - aus welcher? Wieviel ist nachbearbeitet, um solch eine tolle Farbgebung und Kontraste zu bekommen?

    TOMTOM: Die Bearbeitung ist etwas profaner: Ich benutze die nikoneigene Software meiner D3, die beim Kauf der Kamera dabei war. Runterladen mit Nikon Tranfer, erstes Sichten und Sortieren mit Nikon View und letztendliche Bearbeitung mit Nikon Capture NX. Ist für meine Belange in Ordnung, für Spezialgebiete wie „Schwarzweiß“ oder „Entzerren“ gibt es bessere Werkzeuge. Bei diesem Foto habe ich lediglich beim Weißabgleich die Farbtemperatur etwas "angewärmt", der Ausschnitt selbst kam so aus der Kamera, der Kontrast ist nicht verändert worden.

    MadDog J: Tja, ich sags mal grad heraus, bei mir war die erste Assoziation "Stilleben alter Meister" "Holländische Malschule" ... Zufall, dass Du zu Musik ein Stillleben statt actionpic genommen hast, oder hast Du ne Vorgeschichte zu Kunst?

    TOMTOM: Hallo Mad, garnicht so schlecht assoziiert. Einer meiner Lieblingskünstler ist Albrecht Dürer. Stillleben haben den eklatanten Vorteil, dass sie still-halten. Insgeheim beneide ich jeden, der gelungene actionpics macht. Ich find das garnicht so leicht. Aber hier bei CANIKON kann man sich viel abgucken, das gefällt mir. Früher habe ich viel gemalt und gezeichnet, hatte sogar LK Kunst am musischen Gym. Aber auch die digitale Revolution hat mich erfasst und so laufe ich statt mit Pinsel und Staffelei mit Kamera und Tasche herum.

    MadDog J: So mal quer gefragt, welchen Bezug hast Du persönlich zum Thema selber. Bist Du Musikgenießer oder spielst Du gar ein Instrument?

    TOMTOM: Die Posaune auf dem Foto spiele ich selbst, die Noten daneben auch. Big Band, Schulkombo und Blechbläserensemble sind so meine "Spielplätze". Und natürlich muß mich meine family ertragen...die schlagen dann mit Geige und Klavier zurück ! Aber ich genieße auch die Musik, leg die Beine hoch und dreh die Stereoanlage auf. Und der Rotwein darf nicht fehlen...

    MadDog J: Danke für dieses interessante Interview. Abschließend, Musik und Fotokunst sind ja beides Möglichkeiten kreativ zu sein und auch den nötigen Spaß ab zu holen. Lass mal richtig kreativ rocken und jetzt hey - Deine Plattform Freunde und Voter Deines Bildes zu grüßen.

    TOMTOM: Danke dir, Mad, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Wie schon gesagt, für mich ist das Monatsthema ein sportlicher Wettbewerb, bei dem bis jetzt immer sehr viele tolle Fotos gezeigt wurden. Es ist ein gelungener Anreiz, sich mit einem Thema zu beschäftigen und die eigene Kreativität nicht einrosten zu lassen. Daher an dieser Stelle nochmals ein großes DANKE an die Gründer und Unterstützer, Mitarbeiter und Mitglieder von CANIKON, an alle "Bildgeber" und alle, die für mein Foto gestimmt haben. Bei der Stimmabgabe ist es wie beim Heiraten, ein „Ja“ bedeutet viele „Nein’s“, aber gefühlt würde ich oft viele „Ja auch!“ geben. So ist das Leben halt ! Viele liebe Grüße und weiterhin viel Spaß bei CANIKON wünscht euch euer Thomas.
    Ursprünglich wurde dieser Artikel in diesem Blog veröffentlicht: Siegerinterview Monatswettbewerb Januar - Erstellt von: MadDog J
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von hanswerk
      hanswerk -
      Hallole Thomas,

      schön zu lesendes Interview, persönlich und informativ..., schön find ich den Satz "...laute Musik ist eine Art Gebet und trat ein..."
      Liebe Grüße vom Hans
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