Herzlich Willkommen bei canikon...
Der Fotocommunity mit dem Bild im Fokus!
...dann bist Du bei uns genau richtig!
Eine nette Community von über 4.700 Fotografen erwartet Dich!
P.S.: Registrierte Benutzer sehen erheblich weniger Werbung :-)
Heute Nachmittag hatte ich zufällig gerade meinen zweifach Extender am 70-200 Objektiv. Ich wollte einen Falken fotografieren. Beim betrachten der Bilder entdeckte ich ein paar kleine Flecken auf dem Sensor. Also hab ich den Blasebalg genommen und den Sensor kurz abgepustet. Dann hab ich das 70-200 mitsamt Extender dran gemacht und wollte die Blende auf höchste Stufe einstellen. Ich staunte etwas als sich die Blende bis 64 drehen lies. Kann mir das jemand erklären?




Blende 64 oder den Sensordreck?
Vielleicht rechnet er die Blenden des TK´s mit in die Blende, wobei du aber dann einen 2fach benutzt haben müsstest! Das wären dann nämlich genau f64! größte Blende 32 - 45 - 64
Geändert von Cerado^^ (31.05.2009 um 19:59 Uhr)
cdfoto.de // TecArt ist online... http://tecart.cdfoto.de
"Mit einem großen Papierkorb kann man die Qualität der eigenen Naturaufnahmen beträchtlich steigern." -Fritz Pölking
"Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat!" -euIRC
Blende 64




Hallo Volker,
ein ganz klarer Fall:
Ein 2x-Konverter an einem Objektiv mit 10 Kontakten wird vom Objektiv erkannt, und von diesem in der Lichtstärkemeldung berücksichtigt, so daß die Blendeneinstellung an der Kamera ihrerseits den Konverter berücksichtigt.
Da ein 2x-Konverter zwei volle Blendenstufen an Lichtstärke kostet (was jeweils dem doppelten Blendenwert entspricht) wird beim EF 70-200 1:2,8 aus der Offenblende von 2,8 eine Offenblende von 5,6 und aus der kleinsten Blende von 32 eine von 64.
Und innerhalb dieses Bereiches ist dann auch die Blende an der Kamera einstellbar.
Für einen 1,4x-Konverter gilt analog das gleiche, nur daß er lediglich eine volle Blendenstufe Lichtstärke kostet. Hier wäre die Blende am gleichen Objektiv also im Bereich von 4,0 bis 45 einstellbar.
Gruß,
Thorsten
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis meist größer.
Bilder, die ich im Board Bildbesprechung eingestellt habe, dürfen gerne von anderen bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.






Hallo Thorsten,
noch eine Frage dazu:
Wenn bei einem Canon-Objektiv dabeisteht, es sei "nicht kompatibel" zum Extender, heißt das dann, daß diese Berücksichtigung nicht stattfindet, man die Blende also "manuell" beachten muß?
Oder gibt es da noch andere Sachen?
Nachtrag: z.B. beim EF 24-105 1:4L IS USM steht das dabei.
Gruß
Thilo
Geändert von Thilo (02.06.2009 um 17:52 Uhr) Grund: Nachtrag
Gruß
Thilo
__________________________________________________ _______________________________
Bilder in "Bildbesprechung" dürfen verändert werden, aber sagt mir bitte, was Ihr gemacht habt




Hallo Thilo,
Nein, hier schlägt der "andere-Sachen-Pfad" zu:
Die Canon Extender haben ein hervorstehendes Frontelement, für das an kompatiblen EF-Objektiven eine entsprechende Aussparung vorhanden sein muß, d.h. die Hinterlinse von kompatiblen Objektiven ist nach innen versetzt und bietet so Platz für das hervorstehende Konverterelement.
Siehe z.B. die Abbildung im Canon Camera Museum.
Eine Liste der zu den Canon-Extendern kompatiblen Objektive findet sich z.B. in der Canon-Publikation EF LENS WORK III, im Kapitel Technische Daten & Objektive in der Übersicht auf S.218
Für nicht kompatible Objektive bleibt einem nur die Möglichkeit, einen Fremd-Extender zu benutzen, z.B. von Kenko. Diese passen (zumindest mechanisch und elektrisch) an alle EF-Objektive (jedoch nicht an EF-S!).
Vor optischem Unfug, wie z.B. dem Einsatz mit einem Ultraweitwinkel, oder einem Flaschenboden-Superzoom bewahrt einen dann allerdings nur der eigene Verstand.![]()
Auch der Kenko 1,4x Konverter hat 10 Kontakte und wird so vom Objektiv erkannt. Allerdings nur an Objektiven mit ebenfalls 10 Kontakten. An Objektiven mit nur 7 Kontakten (die zu den Canon-Extendern kompatiblen haben alle 10) wird der Konverter nicht erkannt. Ein Objektiv mit nur 7 Kontakten meldet also stets seine volle Lichtstärke ohne Konverter, und seine unverlängerte Brennweite an die Kamera.
Obwohl das Objektiv die verringerte Lichtstärke nicht an die Kamera meldet, wird der um eine Blendenstufe geringere Lichteinfall natürlich vom Belichtungsmeßsystem der Kamera berücksichtigt, es kommt also nicht zu einer Unterbelichtung.
Im Gegenteil: Normalerweise kommt es je nach Brennweite meist zu einer Überbelichtung um eine Blendenstufe, so daß man beim Einsatz des Kenko 1,4x Konverters an Objektiven mit 7 Kontakten eien Belichtungskorrektur von ca. -1EV einstellen muß, um eine korrekte Belichtung zu erhalten.
Dieses auf den ersten Blick paradoxe Verhalten hängt mit der vom Einfallswinkel abhängigen Lichtdurchlässigkeit der Mattscheibe zusammen.
Dies wirkt sich auf die Belichtungsmessung aus, da der Belichtungsmeßsensor oberhalb des Sucherokulars im Prismengehäuse sitzt und über ein Hilfsobjektiv das Sucherbild ausmißt.
Das Belichtungsmeßsystem ermittelt aus der Lichtstärke und der Brennweite eines Objektives einen Korrekturwert für die Belichtungsmessung.
Wenn jetzt durch den Konvertereinsatz die Verhältnisse geändert werden, ohne daß die Kamera davon erfährt, paßt der Korrekturwert nicht mehr. Bei geringerer Lichtstärke ist die Lichtdurchlässigkeit der Mattscheibe geringer, so daß weniger Licht zum Belichtungsmeßsensor gelangt.
Der Bildaufnahmesensor erhält aber die volle Lichtmenge, so daß es zur Überbelichtung kommt.
Gruß,
Thorsten
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis meist größer.
Bilder, die ich im Board Bildbesprechung eingestellt habe, dürfen gerne von anderen bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.
Carsten (05.06.2009), Hobbyknipser (06.08.2009), Rezznux (08.07.2009), Spike (02.06.2009), Thilo (02.06.2009)





Moin Thilo,
das heißt bei Canon-Extendern leider: geht physisch nicht.
Die Canon 1,4x und 2x Extender ragen in die Objektive ein ganzes Stück
hinein und nicht alle Objektive haben dort noch Platz. Das 24-105 kannst
Du deshalb nicht mit den Canon EF-Extendern kombinieren.
Es gibt aber Kenko und andere, die bauen Extender, die zum Objektiv hin
so flach sind, dass man diese Einschränkung nicht hat. Da kann ich aber
im Gegensatz zu den Canon-Dingern nicht mit eigenen Erfahrungen dienen.
Grüße,
Hans
Geändert von Hans Schaechl (02.06.2009 um 18:56 Uhr)
Thilo (02.06.2009)






Vielen Dank, Thorsten und Hans!
Also kann ich mir die Jagd auf einen Canon-Extender schenken, und stattdessen einen Kenko suchen?
Mit der (Fehl-)Belichtung (die mir übrigens bisher als einziger Nachteil eines Extenders bekannt war) kann ich leben, aber die mechanischen Aspekte finde ich überflüssig.
Hat diese mechanische Codierung einen praktischen Sinn?
Die machen das doch wohl kaum, um die Käufer eines Canon-Extenders auf die Palme zu treiben, oder doch?
Gruß
Thilo
Gruß
Thilo
__________________________________________________ _______________________________
Bilder in "Bildbesprechung" dürfen verändert werden, aber sagt mir bitte, was Ihr gemacht habt
Heute hat mir im Geschäft jemand gesagt, man könne den original Extender mit einem Zwischenring überlisten und ihn so auch an anderen Objektiven z.B. dem 100er Makro benutzen.
Kann das jemand bestätigen?




Hallo Thilo,
Wenn Du ihn am 24-105 einsetzen willst: Ja.
Es handelt sich hierbei um keine mechanische Kodierung im eigentlichen Sinn, sondern durch das hervorstehende Konverter-Frontelement ist das Gesamtsystem aus z.B. einem EF 300mm 1:2,8 und einem Konverter besser auf hohe Abbildungsleistung und geringe Abbildungsfehler korrigierbar.Zitat von Thilo
Nein, natürlich nicht.Zitat von Thilo
Wie gesagt, es geht um die optimale Anpassung der Konverter an leistungsstarke lange Festbrennweiten.
Und das ist auch schon ein wichtiges Stichwort:
Konvertereinsatz sollte man auf Objektive mit wirklich guter Leistung beschränken, sonst leidet die Bildqualität durch den Konverter stark.
Im Extremfall kann an einem Zoom dabei herauskommen, daß die Abbildungsleistung mit Konverter keinerlei Vorteile gegenüber einer per EBV um den Konverterfaktor hochvergrößerten Aufnahme bietet.
An solchen Objektiven wäre der Konverter reine Geldverschwendung, und sein Einsatz absolut unsinnig, zumal er ja eine Blende Lichtstärkeverlust bringt...
Im Klartext: Ich bin mir nicht sicher, ob das EF 24-105 1:4 L genügend Reserven für einen sinnvollen Konvertereinsatz mitbringt. Hier hilft im Zweifelsfalle einfach mal ausprobieren, z.B. mit einem geliehenen Konverter auf einem UT...
Grundsätzlich sind Festbrennweiten deutlich besser für den Konvertereinsatz geeignet, als Zooms. Bei den Zoomobjektiven macht es meiner Meinung nach nur bei den absoluten Spitzenteilen Sinn.
Am EF 100-400mm z.B. brachte ein Canon Konverter (und auch ein Kenko) keine so furchtbar überzeugenden Ergebnisse an meiner 20D.
Zumal sich hier die Offenblende von 5,6 auf 8 verschlechtert und somit der AF nicht mehr funktioniert.
Am EF 100mm Macro z.B. kommt man mit dem Kenko 1,4-fach Konverter auf einen Abbildungsmaßstab von 1,4:1 bei unveränderter Naheinstellgrenze. Meine Testergebnisse mit einem Kenko 1,4-fach Konverter waren hier durchaus sehr überzeugend.
Gruß,
Thorsten
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis meist größer.
Bilder, die ich im Board Bildbesprechung eingestellt habe, dürfen gerne von anderen bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.
Thilo (02.06.2009)