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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 50 Megapixel ... sollten wir umsteigen? ;-)



Anonym041
06.07.2008, 13:23
http://photoscala.de/Artikel/50-Megapixel-im-Mittelformat-Hasselblad-H3DII-50

Das doch der Hit was noch so alles auf uns zukommen wird ...

LG Jörg

MadDog J
06.07.2008, 13:26
und wo ist der Thread ... verkaufe D3 mit Geraffel ... suche Hassi ... klickklick?

Deine Reaktionen lassen nach - Probleme midde Reflexe?

huarharhar ...LOLLOLLOL

Anonym041
06.07.2008, 13:48
und wo ist der Thread ... verkaufe D3 mit Geraffel ... suche Hassi ... klickklick?

Deine Reaktionen lassen nach - Probleme midde Reflexe?

huarharhar ...LOLLOLLOLGrins Mad, ja ich werde alt und bin Müde mim "Dealen" .... war ne Anstrengende Woche und die Frau von der DPD Paketstation dutzt mich schon ... das sind "Signale" ;-)

Aber nun Back To Topic!

Ich denke da wird in den nächsten Jahren noch viel passieren. Hoffentlich geht die IT Entwicklung genauso schnell, denn diese Datenmengen wollen beherrscht und bearbeitet werden.

MadDog J
06.07.2008, 14:31
Aber nun Back To Topic!

Ich denke da wird in den nächsten Jahren noch viel passieren. Hoffentlich geht die IT Entwicklung genauso schnell, denn diese Datenmengen wollen beherrscht und bearbeitet werden.
haben doch schon quadcore im consumer bereich ... ok brauchen ein eigenes Kraftwerk im Keller mit 750W minimum Netzteilen - aber jeder Staubsauger hat mit 1600W mehr .... da muß die Hausfrau leider mal verzichten und wieder mit dem Feudel langschrubben ... uuuggghhh böser Mad ... okok ... zurücknehm
wichtiger ist die Software, hier müssen glaub ich die Firmen viel mehr auf verteiltes Rechnen in den Produkten gehen - oder kennst Du ne bezahlbare Bildbearbeitung die auf Deinen 3 Rechnern zu Hause laufen könnte, wenn die grade rumidlen und Du nur mit einem im Web bist?
ist ne interessante Diskussion übrigens - hier wünschte ich mir so nen Fred - was bitten/fordern wie von den IT Herstellern um unsere Digitale Photografie Leidenschaft besser zu supporten.
Schon die 32 MPix der heute kaufbaren Mamy und Hassi Digi-Backpacs sind mit nem "Normalo-PC" nicht sinnvoll zu handhaben.

sag mal was dazu ... bist doch vom Fach - neuer Fred oder mirdochegaldeinaltesnotebooknimmdochnapple

Mark
06.07.2008, 14:43
Komm schon Big-L - bist doch grad so gut drin im Kaufen und Verkaufen...

CamBoy
06.07.2008, 17:52
http://photoscala.de/Artikel/50-Megapixel-im-Mittelformat-Hasselblad-H3DII-50

Das doch der Hit was noch so alles auf uns zukommen wird ...

LG Jörg

Wenn beim Preis ne Kommastelle vorrücken würde, dann sofort... ;D

Frank Barth
06.07.2008, 18:09
Schon cool, dass ein Preis von 30.000,-€ als "interessant" eingestuft wird. Aber ne Überlegung isses Wert ;)

Christian
06.07.2008, 18:11
... da reicht dann auch ein Standard 50mm Objektiv aus. Selbst Situationen, bei denen man ein 500er gebrauchen könnte, lassen sich dann bei 50 Megapixel croppen :D

Anonym041
06.07.2008, 20:15
Wenn beim Preis ne Kommastelle vorrücken würde, dann sofort... ;D
Genau das waren auch meine ersten Gedanken ... LACH

kris.kelvin
09.07.2008, 00:38
also wenn ihr schon mit solchen pixelungetümen liebäugelt, dann bitte mit der sinar hy6 und nicht mit der hasselblad h-3!

http://www.sinar.ch/site/index__gast-e-1944-50-2078.html

die hy6 unterstützt chipgrößen von über 6x6 cm und da ist nicht bei 6x4,5 cm schicht im schacht. klar ist die diskussion darüber, ob die fettere chipgröße noch reinpasst ist oder nicht, völlig banane (außerdem gibt es noch keine chips in dem format), aber angesichts des preises ist der post an sich ähnlich sinnfrei, also passt es wieder...

ich freue mich ja schon auf die sensoren im 4x5"-format, denn dann hole ich meine p2 wieder aus der versenkung und mache bilder, mit denen man wandflächen in 300 dpi bedrucken kann. bei 1,2 gigapixel. das wird toll!

;-)))


......

Carsten
09.07.2008, 09:07
hier wünschte ich mir so nen Fred - was bitten/fordern wie von den IT Herstellern um unsere Digitale Photografie Leidenschaft besser zu supporten.
Schon die 32 MPix der heute kaufbaren Mamy und Hassi Digi-Backpacs sind mit nem "Normalo-PC" nicht sinnvoll zu handhaben.


Ich habe mich während meines Informatikstudiums viel mit verteilten und parallelen Systemen und deren Programmierung beschäftigt. Diese "Cluster" von Multiprozessorsystemen in Grids oder ähnlichen Verbünden gekoppelt über Hochgeschwindigkeitsnetze jenseits der 10 GBit können auch nicht alle Probleme besser oder schneller lösen. Apfelmännchen, das Wetter und Autocrashes von nicht existierenden Karossen können klasse auf solchen Systemen berechnet werden, aber kleine Jobs bei denen eine massive sequentielle Verarbeitung von nöten ist werden auf diesen Systemen sehr langam weil ständig ein Rechner auf den nächsten waren muss.

Eine Lösung wie z.B. ein intelligentes Batchprocessing von vorher definierten Workflows könnte bei der _Massenbearbeitung_ von vielen Fotos sicher weiterhelfen wenn man sie verteilen kann, da die Berechnungen ja pro Bild stattfinden. Sobald ich aber ein je 1/4 Bild auf 4 Nodes z.B. berechnen will und die Nodes ggf. unterschiedliche Prozessorgeschwindigkeiten, unterschiedliche Betriebsysteme und unteschiedlich viele Prozesse laufen haben, gewinne ich durch die Parallelisierung nicht wirklich, da wir wieder in die Warteproblematik kommen. Ausserdem ist da ein bestenfalls Gbit Netwerk wie einige es schin zu hause haben immernoch zu langsam.

Leider hat die Bildbearbeitung nicht viel mit komplexen Differenzialgleichungen zu tun. Viel Speicher, mehr Speicher, riesiege L2 und L1 Caches und anständige Pipelines in den Prozessorkernen (was die Fläche und den damit zusammenhängenden Wärmekoeffizienten weitaus vergrößert) könnten hier Abhilfe schaffen, ob das wer baut bleibt die Frage.

just my 2 cents...
Carsten

P.S. wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :)

MadDog J
09.07.2008, 10:24
hier sind eigentlich 5 Daumenhochdanke von mir gewünscht - ich bin Lernender, deshalb lese ich Deine Zeilen mit großer Neugierde und hoffe weitere Infos im neuen Thread über IT (http://forum.canikon.de/showthread.php?p=12843) zusammen zu bekommen. Tendenz auch hier - Prozessoren reichen wohl aus - I/O wird ggf. nach zu steuern sein.
Wäre extrem interessant, was Du mit Deinem Wissen dazu meinst.

nochmal Danke und Grüße - Mad

Frank Barth
13.07.2008, 11:44
Ich habe mich während meines Informatikstudiums viel mit verteilten und parallelen Systemen und deren Programmierung beschäftigt. Diese "Cluster" von Multiprozessorsystemen in Grids oder ähnlichen Verbünden gekoppelt über Hochgeschwindigkeitsnetze jenseits der 10 GBit können auch nicht alle Probleme besser oder schneller lösen. Apfelmännchen, das Wetter und Autocrashes von nicht existierenden Karossen können klasse auf solchen Systemen berechnet werden, aber kleine Jobs bei denen eine massive sequentielle Verarbeitung von nöten ist werden auf diesen Systemen sehr langam weil ständig ein Rechner auf den nächsten waren muss.

Eine Lösung wie z.B. ein intelligentes Batchprocessing von vorher definierten Workflows könnte bei der _Massenbearbeitung_ von vielen Fotos sicher weiterhelfen wenn man sie verteilen kann, da die Berechnungen ja pro Bild stattfinden. Sobald ich aber ein je 1/4 Bild auf 4 Nodes z.B. berechnen will und die Nodes ggf. unterschiedliche Prozessorgeschwindigkeiten, unterschiedliche Betriebsysteme und unteschiedlich viele Prozesse laufen haben, gewinne ich durch die Parallelisierung nicht wirklich, da wir wieder in die Warteproblematik kommen. Ausserdem ist da ein bestenfalls Gbit Netwerk wie einige es schin zu hause haben immernoch zu langsam.

Leider hat die Bildbearbeitung nicht viel mit komplexen Differenzialgleichungen zu tun. Viel Speicher, mehr Speicher, riesiege L2 und L1 Caches und anständige Pipelines in den Prozessorkernen (was die Fläche und den damit zusammenhängenden Wärmekoeffizienten weitaus vergrößert) könnten hier Abhilfe schaffen, ob das wer baut bleibt die Frage.

just my 2 cents...
Carsten

P.S. wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :)

WOW - Ich hab zwar den Anfang und den gesamten Mittelteil nicht verstanden, aber es liest sich interessant :confused: Den letzten Satz verstehe ich dann wieder. Ich schliesse daraus, daß es auch zukünftig nur Hardwarelösungen geben wird, die den Workflow beschleunigen - Wenn überhaupt - Korrekt ?

Stefan D.
13.07.2008, 15:26
Hallo zusammen

Solch grosse Auflösungen, entsprechend mittelformatige Sensoren vorraus
gesetzt, sind zwar recht und schön, aber Hand auf Herz - Verleitet dies nicht
zur Faulheit ? Man sieht was interessantes, schnell knipsen und zu Hause zu-
recht schustern. Man hat ja genug Auflösung zum Cropen, verdrehen und ver-
zerren. Macht man sich dann noch Gedanken um Bildgestaltung ?, Wahl der
Brennweite ?, Perspektive ect. ?
Zumal die Bildbearbeitungsprogramme auch immer besser und umfangreicher
werden, siehe die Möglichkeiten der Bildmanipulation !

Ich will nicht sagen, solche Auflösungen seien generell unsinnig. Es gibt genug
Anwendungen, die es erfordern. Aber für den "normalen" Fotografen, egal ob
Profi oder Amateur, könnte es eine Einladung zum "Gehirnabschalten" sein.

Allerdings fürchte ich, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten ist. :(

Gruss Stefan

Anonym014
13.07.2008, 22:32
50 MP? Kinderkram. So geht's weiter: Klick (http://www.luminous-landscape.com/reviews/cameras/p65-announced.shtml)
Inklusive (nahezu) echten 4,5x6 statt des Hasselblad-"fullformat"-Crops. :D

Grade jemand 40 K$ übrig? ;D

emax
13.07.2008, 23:44
Meine Prophezeiung war vor ein paar Jahren bereits 128MP (innerhalb eines Jahrzehnts ab damals), da wurde ich ausgelacht.

Das ist nur für phantasielose Zeitgenossen Unsinn. Wer mal nachrechnet, was eine Halbierung der Auflösung bedeutet, versteht schnell was ich meine: wenn ich je zwei Nachbarpixel zusammenschalte, weil z.B. das Licht schlecht ist und ich das Rauschen weg haben möchte, sind nur noch 32 MPix verfügbar: halbe Pixelzahl je in X/Y Richtung ergibt ein Viertel der Gesamtpixel. Und damit sind wir wieder zurück in 1Ds Mark-III Grössenordnungen.

Ich wiederhole meine Prognose: 128 MPix in den Preiskategorien einer 1Ds Mark-III sind realistisch innerhalb der nächsten ... 4-8 Jahre.

CF Karten wird es ebenso bis 128 GB geben (max. Spec.).

Anonym014
14.07.2008, 08:07
Ich wiederhole meine Prognose: 128 MPix in den Preiskategorien einer 1Ds Mark-III sind realistisch innerhalb der nächsten ... 4-8 Jahre.
Angesichts der Tatsache, daß in Kompaktknipsen schon heute Pixeldichten von 35MP/cm² üblich sind, halte ich diese Prognose in Hinblick auf die Machbarkeit sogar für eher konservativ. Hochgerechnet auf die Sensorgröße der 1DsMkIII wären das nämlich jetzt schon 300MP! :o ... mit den bekannten Nebenwirkungen natürlich. Und an Letzteren wird die Entwicklung eher ansetzen müssen, als an der reinen Pixelzahl.
Interessant finde ich, daß die Pixeldichte des PO-Backs sogar noch etwas höher ist, als die der 1DsMkIII und das Back trotzdem satte 12,5 Blenden Dynamikumfang bringen soll.
Schade zwar, daß die Entwicklung statt in Richtung höhere Auflösung nicht in Richtung mehr Dynamikumfang und deutlich! größere Sensoren geht, doch es sind fototechnisch gesehen trotzdem spannende Zeiten in denen wir leben. :)

Peter W.
14.07.2008, 09:00
Schade zwar, daß die Entwicklung statt in Richtung höhere Auflösung nicht in Richtung mehr Dynamikumfang und deutlich! größere Sensoren geht
Sehe ich genauso. Ein vernünftig "bepixeltes" (also irgendwas zwischen 16 und 21 MP) Digiback im MF-Vollformat mit gescheitem Dynamikumfang und ISO-tauglichkeit bis wenigstens ISO 800 wäre mal ein Schritt in die richtige Richtung. Aber vielleicht ist das auch nur eine Frage der Zeit. Jedenfalls sehe ich nicht, warum ich meine 6x6 mit einem Crop kastrieren sollte. Dafür hab ich nicht ins Quadrat investiert ;)

Anonym014
14.07.2008, 12:49
Aber vielleicht ist das auch nur eine Frage der Zeit. Jedenfalls sehe ich nicht, warum ich meine 6x6 mit einem Crop kastrieren sollte. Dafür hab ich nicht ins Quadrat investiert ;)
Wir hatten im Ausbildungsbetrieb neben den Fachkameras und den 67er Mamiyas die Rollei SLX (Ein damals für immer unerreichbar erscheinender Traum der heute in der Bucht für 150€ verramscht wird). Für Portrait eindeutig mein Lieblingsformat. Und überhaupt: Ich mag das Quadrat einfach. Doch ich fürchte da liegt Reichmann mit seiner Einschätzung richtig: Innerhalb des eh sehr kleinen MF-Marktes ist es wohl wiederum ein eher kleiner Kreis, der 6x6 möchte. Wahrscheinlich zu klein um dafür zu entwickeln. Aber wer weiß ... ich war mir bis gestern ja auch sicher, daß es wohl absehbar keine Sensoren >36x48mm geben würde und jetzt träume ich schon wieder davon, daß ich doch irgendwann das 6x9-Rollfilmrückteil gegen ein 6x9-Digiback wechseln kann. ;)

emax
14.07.2008, 13:31
Solch grosse Auflösungen, ...

... Macht man sich dann noch Gedanken um Bildgestaltung ?, Wahl der
Brennweite ?, Perspektive ect. ?

Das letztgenannte zuerst: die Perspektive wird im Augenblick der Aufnahme festgelegt, daran tuen Megapixel nichts, sie ist nicht mehr änderbar.

Alles andere kann man aber immer noch machen - zu Hause. Im Grunde ist es mit Monsterauflösungen tatsächlich möglich, die Wirklichkeit erst mal einzufangen und mit zu nehmen, um dann am PC das Bild zu machen. Nicht dass ich soetwas besonders schätzen würde. Aber im Grunde bleibt die Gedankenarbeit die selbe, eben nur später. Das wäre natürlich etwas vollkommen Anderes als der traditionelle Ansatz, aber haben wir das nicht schon längst?

Wie ein Fotofreund aus dem Forum hier mir erzählt, hat er bei einer Motorsportveranstaltung (ich glaube Motocross) fast 3000 Bilder gemacht, die er bis heute noch gar nicht alle kennt. Er musste selber den Kopf drüber schütteln, aber es ist ein interessantes Exeperiment. Denn eigentlich hat er die Veranstaltung mehr oder weniger komplett mit nach Hause genommen, und dort könnte er - wenn er das wollte und nicht aus Verzweiflung einfach alles löscht ;D - aus all diesem Rohmaterial fraglos gute Bilder gewinnen.

Dazu muss er genauso Bildauschnitte wählen und gestalten wie "draussen", nur mit veränderten Vorbedingungen. Eines ist doch klar: die Digitalfotografie hat die Arbeitsmethoden völlig verändert und wird dies in viel dramatischerer Weise noch weiter tun. Adobe zeigt Gigapixel-Bilder in die sich aus der Ferne beliebig bis zum Makro hineinzoomen lässt. Die reale Welt, virtualisiert, zur beliebigen fotografischen Verfügung - einfach per Tastendruck und Mausklick, bei einer Tasse Kaffe. Dahin sind wir bereits jetzt unterwegs.

Das entspricht absolut nicht meiner Vorstellung von Fotografie. Aber es muss sie ja nicht ersetzen, es ist -m.E.- einfach etwas anderes. Ich persönlich mag die Beliebigeit nicht, die dadurch entsteht. Das Besondere des Augenblickes und meiner persönlichen, in diesem besonderen Moment vorhandenen Wahrnehmung geht verloren.



... für den "normalen" Fotografen, egal ob
Profi oder Amateur, könnte es eine Einladung zum "Gehirnabschalten" sein.

Nicht ganz. Aber teilweise.


Allerdings fürchte ich, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten ist. :(

So ist es. Fürchten muss man sich aber nicht: seit Jahrzehnten gibt es z.B. immer smartere Keyboards, die mit unglaublich wenig Aufwand erstaunliche Klangerlebnisse produzieren können, und wenn der Protagonist hundert Mal sein Hirn abschaltet oder sich schlicht zudröhnt. Das hat mich in all den Jahren aber nie daran gehindert, trotzdem Klavier zu spielen und Chopin, Bach, Gluck und Beethoven zu hören.

Genau das gleiche gilt m.E. für die persönliche Kreativität und die persönliche Wahrnehmung der Fotografie.

Es ist so wie immer: neue Technologien bieten neue Möglichkeiten. Sowohl des Missbrauchs als auch der Kreativität. Es liegt an uns.

Stefan D.
14.07.2008, 18:16
Das letztgenannte zuerst: die Perspektive wird im Augenblick der Aufnahme festgelegt, daran tuen Megapixel nichts, sie ist nicht mehr änderbar.

Einspruch ! Sie ist veränderbar. Es gibt bereits heute Grafikprogramme, die
genau das können. Zwar nicht für den Ottonormalverbraucher, dafür sind sie
exorbitant Teuer und erfordern Hochleistungrechner, aber auch das ist nur
eine Frage der Zeit.


Alles andere kann man aber immer noch machen - zu Hause. Im Grunde ist es mit Monsterauflösungen tatsächlich möglich, die Wirklichkeit erst mal einzufangen und mit zu nehmen, um dann am PC das Bild zu machen. Nicht dass ich soetwas besonders schätzen würde. Aber im Grunde bleibt die Gedankenarbeit die selbe, eben nur später. Das wäre natürlich etwas vollkommen Anderes als der traditionelle Ansatz, aber haben wir das nicht schon längst?

Sicher kann man das, nur mit Fotografie im klassischen Sinne hat das dann
nicht mehr viel zu tun. Das Fotografieren reduziert sich dann auf "Rohmaterial"
besorgen.


Eines ist doch klar: die Digitalfotografie hat die Arbeitsmethoden völlig verändert und wird dies in viel dramatischerer Weise noch weiter tun.

Zweifels ohne.


Das entspricht absolut nicht meiner Vorstellung von Fotografie. Aber es muss sie ja nicht ersetzen, es ist -m.E.- einfach etwas anderes. Ich persönlich mag die Beliebigeit nicht, die dadurch entsteht. Das Besondere des Augenblickes und meiner persönlichen, in diesem besonderen Moment vorhandenen Wahrnehmung geht verloren.

Da stehst du nicht alleine da. Aber, nicht wenige werden sich fragen, warum
soll ich stundenlang warten ?, z.b. auf das richtige Licht, warum soll ich vor Ort
ein Bild komponieren, den besonderen Augenblick festhalten, wenn ich aus
x-beliebigen Rohmaterial zu Hause was zusammenbasteln kann. Zumindestens
für die breite Masse dürfte in Zukunft das bewuste Fotografieren nur noch ein
Anachronismus sein.

Vermutlich bin ich (noch) zu konservativ, um mich mit diesen neuen Möglich-
keiten anzufreunden. Andererseits liegt es nicht nur in der Natur des Menschen
sich (Technologisch) weiter zu entwickeln, sondern auch an Liebgewonnenes
festzuhalten.

Grüsse, Stefan

Anonym014
14.07.2008, 18:30
Einspruch ! Sie ist veränderbar. Es gibt bereits heute Grafikprogramme, die genau das können.
Hallo Stefan,

kannst Du ggf. eines dieser Programme nennen und vielleicht auch deren Wirkungsprinzip in groben Zügen erläutern?
Danke! :)

Gruß

Martin

Stefan D.
14.07.2008, 20:03
Hallo Stefan,

kannst Du ggf. eines dieser Programme nennen und vielleicht auch deren Wirkungsprinzip in groben Zügen erläutern?
Danke! :)

Gruß

Martin

Hallo Martin

Irgend wann letztes Jahr kam im Fernsehen eine Doku über "Virtuelle Welten",
besonders Filmszenen die komplett am Computer generiert werden. U.a. zeigten
sie wie ein Haus (Fotografiert) in seiner Perspektive völlig verändert wird. Sie
drehten, und neigten es in atemberaubender Geschwindigkeit. :o Die dadurch
fehlenden Bildinformationen werden einfach interpoliert und zwar auf Basis von
Wahrscheinlichkeiten und entstehende Fluchten neu berechnet. Am Besten ist
das Resultat, wenn von jeder Seite des Hauses ein Frontalbild existiert. Das
Ergebnis war wirklich verblüffend. Die Programme dafür wurden speziell für die
Filmindustrie entwickelt und liegen weit im zweistelligen Millionenbereich. Auch
die Computer sind etwas heftiger, als dass was wir so gewohnt sind. 8)

Ich denke, es ist nur ein Frage der Zeit bis solche Möglichkeiten genau so
Standard sind, wie der Funktionsumfang diverser Bildbearbeitungsprogramme
heute, zumal auch die "Home-Computer" immer leistungsfähiger werden.

Grüsse, Stefan

Anonym014
14.07.2008, 20:31
Am Besten ist das Resultat, wenn von jeder Seite des Hauses ein Frontalbild existiert.
Hallo Stefan,

besten Dank für die Erläuterung. :)
Die o.g. Aussage läßt mich vermuten, daß es sich dabei um etwas ähnliches wie "bullet time" handelt (ist durch "Matrix" bekannt geworden) und dazu braucht es halt möglichst viele Aufnahmen aus möglichst vielen Winkeln. Ich hatte Deine Aussage jedoch ursprünglich dahingehend (miß-?)verstanden, daß sich die Perspektive EINES Fotos nachträglich im Rechner verändern ließe und da wäre mir nicht klar wie das gehen sollte.
Bei der Fußball-EM wurde zwar etwas in der Art in der Berichterstattung eingesetzt (um z.B. zu überprüfen, ob ein Abseits vorlag), aber die resultierenden Bilder waren eigentlich nicht mehr als solche zu erkennen, sondern eher als Grafiken. Doch ggf. ist da mit entsprechender Rechenpower tatsächlich ein fotorealistisches Ergebnis auch aus nur einem Bild möglich. Nur wie ... :confused:

grüblerischer Gruß

Martin

emax
14.07.2008, 20:46
Danke Martin,

Du hast mir da schon einen Teil Arbeit abgenommen ;)

Ja, es gibt Software die eine veränderte Perspektive rechnen kann - sofern ihr die Informationen dazu vorliegen. Und das tun sie mit einem einzelnen Bild zu einem festgelegten Moment nicht.

Einfaches Beispiel: stell dich 10m vor ein Scheunentor und mach ein Foto. Dann gehe 200 Meter zurück und mach noch eins.

Du wirst sehen, dass rechts und links hinter der Scheune Bäume und Häuser auftauchen, die 10m davor nicht sichtbar waren. Das kann keine Software der Welt.

Einspruch zurückgewiesen. ;)

Stefan D.
14.07.2008, 21:39
Danke Martin,

Du hast mir da schon einen Teil Arbeit abgenommen ;)

Ja, es gibt Software die eine veränderte Perspektive rechnen kann - sofern ihr die Informationen dazu vorliegen. Und das tun sie mit einem einzelnen Bild zu einem festgelegten Moment nicht.

Einfaches Beispiel: stell dich 10m vor ein Scheunentor und mach ein Foto. Dann gehe 200 Meter zurück und mach noch eins.

Du wirst sehen, dass rechts und links hinter der Scheune Bäume und Häuser auftauchen, die 10m davor nicht sichtbar waren. Das kann keine Software der Welt.

Einspruch zurückgewiesen. ;)

Ok, ok. Bei meinem Einspruch auf Basis des Ursprungspostings bin ich ja auch
nicht von solch gravierenden Änderungen ausgegangen. Mir ist schon klar, so
etwas statisches wie ein Haus lässt sich Mathematisch auch aus wenig Info-
mation generieren. Auf der Vorlage nicht vorhandene Zusätze wie Bäume und
Streucher natürlich nicht. Mir ging es im Ursprungsposting bei der Perspektive
um die Möglichkeit, diese um einige Grad, egal in welche Richtung, zu ändern.
Natürlich immer auf Basis der verfügbaren Informationen, der Rest ist reine
Rechenarbeit. Und wie sich solche perspektivischen Änderungen auf ein Bild
resp. Motiv auswirken, dürfte klar sein. Wie gut das Endergebnis dieser
Manipulation nachher aussieht bezw. beim Vergleichen der Realität entspricht,
lassen wir dahin gestellt.

Grüsse, Stefan

Fotoknobi
24.07.2008, 08:42
umsteigen ... defintiv nein ^^

der markt bringt immer wieder neues

http://www.digitalkamera.de/Meldung/Hasselblad_kontert_Phase_One_mit_Ankuendigung_eine s_645_Sensors/4994.aspx

lg

APhoto
29.07.2008, 20:14
50MPixel klingen toll, aber brauchen das 99% der Fotografen wirklich?

Vor einer Weile habe ich zum Spaß mal drei (Test-)Aufnahmen einer 1DsMIII mit Mittelformatobjektiv am Shiftadapter und unterschiedlicher Shiftstellung zu einem nahtlosen 45Mpixel Bild zusammengebastelt.

Das Bild könnt Ihr hier (http://www.pic-upload.de/29.07.08/abd4d8.jpg) anschauen.

Ist zwar toll, wie weit man da hineinzoomen kann, aber wirkliche Detailunterschiede wird mal wohl erst ab einem Druck/Ausbelichtung jenseits der 100x100 cm erkennen.

In sofern kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Einsteigerkameras in 10 Jahren 20-30 MPixel aufweisen. Andererseits sind die Fotobegeisterten halt doch verrückt genug, jeden Käse mitzumachen. :rolleyes:

seeyou
29.07.2008, 20:28
http://photoscala.de/Artikel/50-Megapixel-im-Mittelformat-Hasselblad-H3DII-50

Das doch der Hit was noch so alles auf uns zukommen wird ...

LG Jörg



Egal, ja... ich stehe dazu... ich hätte sie gerne... Gerade im Foodbereich... und Produktbereich ebenso... traumhaft *Angel*


Gruß
Jürgen