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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Frage des Gewissens oder der Anwendung?



Trami
06.03.2008, 12:06
ich habe mal aus dem Und der Herr sprach - es werde Licht! Der Beleuchtungs-Fred ... (http://forum.canikon.de/index.php?topic=68.msg2461) einen interessanten aspekt gefunden, der eines gedanken wertes ist mal darüber zu schreiben, da er nicht nur für diesen thread interessant ist.



das ist ja wohl ... was mach ich mir Sorgen um Belichtungszeiten, Blende und den ganzen teuren Kram.
Ich knips drauf los, baller die RAW/JPG zu "Brotz in da Hood", der schmeißt PS an und heile ist.


persönlich gesehn, ziehe ich ein original geknipstes foto mit gutem equip, richtiger anwendung und timing, einem nachbearbeiteten vor. bei diesem beispiel war ich auf das .jpg bild angewiesen und hab gerade mal 5mins an diesem gewurschtelt.
man kann mehr herausholen, wenn man das original .raw camera bild hat und sich intensiver mit den feinheiten und strukturen des bildes auseinander setzt.
ich wollte hierbei ledeglich mal aufzeigen was noch möglich ist, aus einem durch überblendung verkorksten bild zu retten.

wenn wir zB die 3 flughafenbilder "link (http://forum.canikon.de/index.php?topic=68.15)" von big-(L)Jörg nehmen, zeigen diese einfach das eine nachbearbeitung in der bildqualität oder farbqualität nicht von nöten ist, da er mit geschick, equip, wissen um sein handwerk und gutem timing, qualitätiv hochwertig (krasse) bilder geknipst hat. auf deutsch man merkt seine erfahrung und sein gespühr sehr!
ein weiteres bild ist ein paar post weiter, das mit der brücke. einfach nur hammer!

anhand dessen aber sieht man auch das er sich die zeit nimmt, die erfahrung sammelt und quäntchen glück für den richtigen schuß hat. zweifelsfrei kann man diese bilder nutzen für fotocollagen, marketingzwecke etc. und braucht nicht einmal nacharbeiten an der qualität machen.

der einsatz von bild/photo bearbeitungsprogrammen ist eigentlich immer abhängig vom endprodukt, zB in der Zeitungsbranche wird fast nur retuschiert, nachbearbeitet etc. da die bilder einen perfekten eindruck machen sollen. in vielen fällen entscheidet sich es sich da zwischen zeitaufwand und kosten. einen profknipser zu bezahlen für gewissen motive ist manchmal eine gewissensfrage oder eine des portemaneie.
in den meisten fällen müssen die bilder dahingehend bearbeitet werden, um kleine unreinheiten (zb tatoos, pickel, brusthaare von models) zu entfernen, oder den bildern mehr farbcontrast zu geben. hierbei erinner ich gern an den thread mit dem monitor/drucker abgleich.
im hobbybereich dagegen, werden die bilder weitgehends unbearbeitet in der rohvariante genommen, oder für inet/werbe geschichten mit netten verzierungen versehn. dazu kommt das der spaßfaktor beim sammeln von tollen motiven oder momenten ein gewisses glücksgefühl und anerkennung beschaffen. was eine gute nachbearbeitung nicht ansatzweise packt.
ich bin durch das stöbern auf der webseite und im forum, auf viele "saugeile" bilder gestoßen die entweder nur ein dickes staunen oder verneigende anerkennung hervorgebracht haben. da fühle ich mich als Knipser-DAU irgendwie deplaziert, aber suche weiterhin nach tollen neuen motiven eurer seids.

fazit: je besser das geschoßene bild ist destoweniger braucht man nacharbeiten, dazu kommt wo das bild zum einsatz kommt. nachbearbeiten würde ich es in dem moment, wenn man aufgrund von unter/überbelichtung inhaltlich was retten muß. mit nachbearbeiten meine ich die bildqualität, nicht die verzierereien.

Anonym041
06.03.2008, 14:47
Danke fürs Lob .... *smile*

Ich sehe das ähnlich. Eine Bearbeitung eines Bildes auf einer guten und durchdachten Basis (Zeit, Licht, Situation und Technik beherrschen) ist deutlich einfacher und effektiver als ein Bild erst am PC zu "komponieren"

Ich mag Bearbeitung sehr - und bin keiner der sagt ein Bild muss Captive sein aber eine schöne Collage aus einem guten Bild ist doch was feines. Ebenso die Möglichkeiten eines "FineArtPrints" und der vorhergehenden Bearbeitung.

Aussagen wie "Soviel Aufwand würde ic mir nicht machen, dafür gibt es doch Photoshop...." kommen (und das meine ich nicht persönlich oder auf spezielle Menschen hier im Forum, sondern generell in allen Foren feststellbar) von Usern die weder von Photoshop noch von aufwendiger Fotografie richtig Ahnung haben. Das fällt beides nicht vom Himmel, das völlig klar, aber es lässt sich so herrlich lernen und es ist bei weitem nicht mehr so teuer wie früher mal ... zu Einstiegszeiten ins DSLR Zeitalter ...

Guter Thread - gefällt mir sehr gut! Danke dafür!

Mark
06.03.2008, 15:03
Ich würde es mal platt formulieren: "Müll kann man nicht polieren" - will sagen: Mit PS ist man in der Lage, künstlerische Effekte oder Gestaltungsmittel zu realisieren, oder Bilder zu ver(schlimm)bessern. Ist das Ausgangsmaterial nix wert, nutzt allerdings auch der schnellste Rechner mit der tollsten Software nix.