Manfred
18.02.2008, 07:07
Ich hab ja schon mal in einem früheren Beitrag einen Link gepostet, der sich mit dem Thema "RAW Konvertierung vs. Direkt-JPG aus der Kamera" beschäftigt hat. Grundtenor war damals, das der Canon RAW Konverter DPP bessere Arbeit leistet, als die Canon interne Kamera-SW.
Am Samstag war ich ja beim Fotoshooting in Augsburg unterwegs.
Einstellung an der Kamera: natürlich RAW
Ich habe in Summe 96 Bilder gemacht.
Schon während des Fotoshootings ist mir nach dem vielleicht 10. Bild aufgefallen, dass der ISO Wert noch vom Vortag bei ISO 1000 stand.
Shit dachte ich mir und stellte auf 200 zurück. Die erstenBildern werden wohl "hinüber" sein
Daheim dann begann ich am Samstag mit dem "entwickeln" der Bilder.
Zur Verfügung standen mir 2 Konverter Programme:
- Canons DPP (war auf der EOS CD dabei)
- Capture One v4.0 (da hatte ich eine Lizenz mit der Sundisk Speicherkarte bekommen)
Ich hab zunächst mal alle RAWs mit dem DPP im Batch Mode konvertiert und abgespeichert.
Danach das gleiche Spiel mit dem Capture One
Bei beiden Konvertern zunächst mal ohne Veränderung der Parameter, also im Auto-Mode
Erster Eindruck:
DPP ist im Klassen besser als Capture One!
Die Farben bei Capture one hatten alle einen "dumpfen" Farbton, bei DPP war alles viel freundlicher.
Allerdings fiel mir bei den ersten DPP-Bildern (die von der Citygalerie und kurz danach) das ISO (1000) Rauschen in den dunkleren Randbereichen und bei Vergrößerung doch auf. Bei Capture One war das nicht vorhanden. Die Bilder hatten ein den Stellen keine Farbveränderung, sondern ein einheitliche Struktur.
Daraufhin hab ich ich hingesetzt und eines der Bilder (das Kuppelbild) in Capture One "per Hand" zu optimieren.
Ich hatte ja das Vergleichsbild von DPP mit den schöneren Farben.
Ich hab also stundenlang einen Regler nach den anderen versucht zu ändern, hab aber zunächst nicht das gewünschte Ergebnis erreicht. Die Farben waren mit DPP einfach besser.
Erst als ich mich mit den Programm-Defaulteinstellungen (also nicht die Regler, sondern die in irgendeinem Menü-Punkt verborgen sind) von Capture One rumgeschlagen habe, fand ich plötzlich den Grund der "muffigen" Farben.
Capture One war defaultmäßig auf den Farbraum "Adobe RGB" eingestellt, der DPP von Canon auf sRGB.
Als ich das umgestellt habe, waren plötzlich die Farben von Capture ähnlich denen von DPP
Und jetzt konnte ich auch daran gehen, das ISO Rauschen aus den ersten Bildern raus zu machen.
Danach habe ich noch den ganzen Samstag Abend weiter rumgespielt und alle möglichen Regler verändert und mir das Ergebnis angeschaut.
Ganz intuitiv habe ich den Eindruck, man kann aus "beinah" versauten Aufnahmen noch recht viel rausholen, wenn das Foto im RAW Format vorliegt.
Vor allem die Einstellungen für den Weissabgleich, die Helligkeit und die Sättigug können "kleine Wunder" bewirken.
Inwieweit man das gleiche Ergebnis durch Photoshop erhält, wenn man nur noch das jpg Format vorliegen hat, entzieht sich meiner Kenntnis, da mein PS Know how mehr als bescheiden ist.
Wie könnte der optimale "Workflow" bei der RAW Konvertierung ausschauen?
Bilder aus der Kamera auf den PC laden.
DPP starten
Zunächst mal alle Regler in Grundstellung lassen
Batch Konvertierung starten
Alle Bilder anschauen und die "Problemfälle" identifizieren
Problembilder einzeln in DPP laden
Regler manuell einstellen
Konvertieren.
Danach meinetwegen alle RAW Bilder löschen und die JPG Dateien archivieren
Fazit
Ich werde weiter bei der Kamera-Einstellung RAW bleiben. Die Ergebnisse haben mich überzeugt.
Als Konverter werde ich bei DPP bleiben (erzielt schneller die besseren Ergebnisse).
Bei Problembildern (ISO Rauschen) werde ich Capture One einsetzen
(Das dauert zwar wesentlich länger, aber das Ergebnis bei ISO Rauschen ist verblüffend)
Grüße
Manfred
Am Samstag war ich ja beim Fotoshooting in Augsburg unterwegs.
Einstellung an der Kamera: natürlich RAW
Ich habe in Summe 96 Bilder gemacht.
Schon während des Fotoshootings ist mir nach dem vielleicht 10. Bild aufgefallen, dass der ISO Wert noch vom Vortag bei ISO 1000 stand.
Shit dachte ich mir und stellte auf 200 zurück. Die erstenBildern werden wohl "hinüber" sein
Daheim dann begann ich am Samstag mit dem "entwickeln" der Bilder.
Zur Verfügung standen mir 2 Konverter Programme:
- Canons DPP (war auf der EOS CD dabei)
- Capture One v4.0 (da hatte ich eine Lizenz mit der Sundisk Speicherkarte bekommen)
Ich hab zunächst mal alle RAWs mit dem DPP im Batch Mode konvertiert und abgespeichert.
Danach das gleiche Spiel mit dem Capture One
Bei beiden Konvertern zunächst mal ohne Veränderung der Parameter, also im Auto-Mode
Erster Eindruck:
DPP ist im Klassen besser als Capture One!
Die Farben bei Capture one hatten alle einen "dumpfen" Farbton, bei DPP war alles viel freundlicher.
Allerdings fiel mir bei den ersten DPP-Bildern (die von der Citygalerie und kurz danach) das ISO (1000) Rauschen in den dunkleren Randbereichen und bei Vergrößerung doch auf. Bei Capture One war das nicht vorhanden. Die Bilder hatten ein den Stellen keine Farbveränderung, sondern ein einheitliche Struktur.
Daraufhin hab ich ich hingesetzt und eines der Bilder (das Kuppelbild) in Capture One "per Hand" zu optimieren.
Ich hatte ja das Vergleichsbild von DPP mit den schöneren Farben.
Ich hab also stundenlang einen Regler nach den anderen versucht zu ändern, hab aber zunächst nicht das gewünschte Ergebnis erreicht. Die Farben waren mit DPP einfach besser.
Erst als ich mich mit den Programm-Defaulteinstellungen (also nicht die Regler, sondern die in irgendeinem Menü-Punkt verborgen sind) von Capture One rumgeschlagen habe, fand ich plötzlich den Grund der "muffigen" Farben.
Capture One war defaultmäßig auf den Farbraum "Adobe RGB" eingestellt, der DPP von Canon auf sRGB.
Als ich das umgestellt habe, waren plötzlich die Farben von Capture ähnlich denen von DPP
Und jetzt konnte ich auch daran gehen, das ISO Rauschen aus den ersten Bildern raus zu machen.
Danach habe ich noch den ganzen Samstag Abend weiter rumgespielt und alle möglichen Regler verändert und mir das Ergebnis angeschaut.
Ganz intuitiv habe ich den Eindruck, man kann aus "beinah" versauten Aufnahmen noch recht viel rausholen, wenn das Foto im RAW Format vorliegt.
Vor allem die Einstellungen für den Weissabgleich, die Helligkeit und die Sättigug können "kleine Wunder" bewirken.
Inwieweit man das gleiche Ergebnis durch Photoshop erhält, wenn man nur noch das jpg Format vorliegen hat, entzieht sich meiner Kenntnis, da mein PS Know how mehr als bescheiden ist.
Wie könnte der optimale "Workflow" bei der RAW Konvertierung ausschauen?
Bilder aus der Kamera auf den PC laden.
DPP starten
Zunächst mal alle Regler in Grundstellung lassen
Batch Konvertierung starten
Alle Bilder anschauen und die "Problemfälle" identifizieren
Problembilder einzeln in DPP laden
Regler manuell einstellen
Konvertieren.
Danach meinetwegen alle RAW Bilder löschen und die JPG Dateien archivieren
Fazit
Ich werde weiter bei der Kamera-Einstellung RAW bleiben. Die Ergebnisse haben mich überzeugt.
Als Konverter werde ich bei DPP bleiben (erzielt schneller die besseren Ergebnisse).
Bei Problembildern (ISO Rauschen) werde ich Capture One einsetzen
(Das dauert zwar wesentlich länger, aber das Ergebnis bei ISO Rauschen ist verblüffend)
Grüße
Manfred