Piet
08.01.2008, 15:26
Was ist Tonemapping?
Nun, ich umschreibe es mal mit meinen eigenen Worten. Tonemapping ist das Ergebnis aus einer Überzeichnung der hellen und dunklen Bereiche eines Bildes, die, erst ausgelöst, wieder mittels HighDynamicRange- Verfahren zusammengeführt werden. Das Bild wird in bestimmten Bereichen “dynamischer”. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Du hast ein Foto bei trüben, grauen, regnerischen Wetter geschossen. Das Bild erscheint grau, dennoch gibt es mit Tonemapping die Möglichkeit, aus dem Einheitsgrau der Wolken eine Dynamik abzuleiten. Schaut Euch bitte hierzu die nachfolgenden Bilder an. Das original Bild - ohne Tonemapping:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/hannover.jpg
Und hier das mittels Tonemapping überarbeitete:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/hannover_tm.jpg
Du siehst, dass man durch die einfache Überzeichnung der hellen und dunklen Bereiche einen gewissen “Aha!”- Effekt erzielen kann. Alles verstanden? Nein? Macht nichts, ich bringe mit den nachfolgenden Zeilen ein wenig Licht ins Dunkle.
Was wird benötigt?
Software. Klar. Ein guter Weg ist die Anschaffung von Photomatix Pro (http://www.hdrsoft.com/index.html), welches die Möglichkeit der Erstellung sowohl von High DynamicRange Bildern, als auch das eigentliche Tonemapping unterstützt. Photomatix Pro gibt es >hier (http://www.hdrsoft.com/download/download20.php)< zum Download und Erwerb. Die Lizenz kostet 99,-Dollar. Das ist in anbetracht der gebotenen Leistung mehr als fair. Die Software kann ebenfalls ausgiebig vor dem Erwerb als Trial Version getestet werden. Eine wirklich gute und vor allem preiswerte - da Freeware! - Variante ist die Software "Picturenaut". Picturenaut gibt es einzig als Windows- Version, bietet jedoch leider nicht die Möglichkeit der nachfolgend dargestellten 'starken' Überzeichnung. Nähere Informationen findest Du in dem DSLR-Forum (http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=61750).
Für dieses Tutorial habe ich die Trial- Version von Photomatrix benutzt und alle weiteren Schritte beziehen sich darauf.
Weiterhin benötigen wir ein geeignetes Foto. Das obere Bild beschreibt schon in Teilen ein geeignetes Bild. Wir benötigen in jedem Fall ein Foto, welches gute Bereiche mit hellen und dunklen Farbwerten liefert. Anhand des oberen Bildes kann man des weiteren sehen, dass es keinesfalls ein perfektes Bild im Sinne der Ausleuchtung sein muss. Wie unschwer zu erkennen, ist das obere Bild eine Gegenlichtaufnahme bei wirklich sehr schlechten Lichtverhältnissen.
Licht, Schatten, Dunkelheit, Helligkeit!
Wir benötigen zur Erstellung eines Tonemapping- Bildes zwingend ein HighDynamicRange- Bild als Ursprung, oder Quelldatei. Ein HDR- Bild ist, vereinfacht ausgedrückt, nichts anderes als die Zusammenführung von mehreren Einzelbildern in unterschiedlichen Farb-, und/oder Helligkeitsausprägungen und dient dazu, dass eben jene schlecht vorhandene Licht- Kontrastverhältnis zu erhöhen. Nähere Informationen hierzu findet man u.a. bei Wikipedia. Der nun folgende Schritt beschreibt die Erstellung eines HighDynamicRange- Bildes (künftig durch HDR abgekürzt). Wir nehmen unser Originalbild und erstellen von dem Original mindestens drei (es können durchaus auch mehr sein!) in den Helligkeitswerten unterschiedliche Bilder. Als Beispiel habe ich eine Aufnahme von mir aus New York gewählt und neben dem Originalbild ein helles und ein dunkles Bild mittels Helligkeitsanpassung erzeugt. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_dark.jpg
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_orig.jpg
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_light.jpg
In der Mitte ist das Originalbild zu finden, links das in den Helligkeitswerten dunkel bearbeitete und rechts das in den Helligkeitswerten hell bearbeitete Foto. Als nächsten Schritt werden diese drei Bilder zu einem HDR- Bild zusammengefügt. Solltet ihr die Software Photomatix benutzen, geht bitte auf den Menüpunkt “HDRI” und klickt anschließend auf den Menüpunkt “Generate HDR”.
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/making_hdr.jpg
Es wird nun eine HDR Bilddatei erzeugt, die unsere entsprechenden Farb- und Helligkeitswerte, resultierend aus unseren drei unterschiedlichen Bildern, beinhaltet.
Es werde Tonemapping!
Der nun folgende Schritt umfasst schon das eigentliche Tonemapping, also die Überzeichnung der durch das HDR erzeugten Helligkeitswerte. In dem nachfolgenden Screenshot sind einige Einstellungsmöglichkeiten in der Software Photomatrix dargestellt.
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/tonemapping.jpg
Lasst uns kurz auf die Einstellungsmöglichkeiten eingehen. Diese sind natürlich elementar für das Ergebnis. Als da wären:
1) Lumiosity - Diese Einstellung umschreibt die Intensität des angewandten Tonemappings. Spielereien an diesem Wert spiegeln sich sofort in der Vorschau wieder.
2) Strength - Die Stärke des Tonemappings. Ich habe bei dem Beispielbild die Einstellung auf 100% belassen.
3) Color Saturation - Eine sehr wichtige Einstellung. Hier wird die Farbintensität festgelegt. Je nach Bild muss man hier variieren!
4) White Clip - Beschreibt die hellen Farbwerte. Regler nach links bedeutet ein dunkleres Bild.
5) Black Clip - Beschreibt die dunklen Farbwerte. Regler nach links bedeutet ein helleres Bild.
6) Smoothing - Legt die “Weichmacher”, sprich den weichen Übergang der Farben fest. Eine “High”- Einstellung ist meist angebracht.
7) Microcontrast - Legt den Kontrast in den feineren Strukturen fest. Kann man ebenfalls auf “High” belassen.
8 ) Pixel depth of output image - Hier wird die Farbtiefe des Bildes auf 24 oder 48bit festgelegt. Höher bedeutet ein größeres Bild!
Je nach verwendetem Programm zum Tonemapping können die beschriebenen Einstellungsmöglichkeiten natürlich variieren, bzw. sich unterscheiden. Die grundlegenden Funktionen bleiben allerdings gleich, so das die hier angesprochenen Einstellungen abgeleitet werden können. Nach den erfolgten Einstellungen bleibt nur der Klick auf “OK” und das Tonemapping beginnt.
Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/page25_8.jpg
Anschließend kann das Bild nach Belieben in einzelnen Nuancen nachbearbeitet und dem künstlerischen Geschmack weiter angepasst werden. Ich hoffe, euch mit diesem kleinen Tutorial ein wenig weitergeholfen zu haben und würde mich über ein Feedback sehr freuen. Viel Spass beim Ausprobieren! Achja, neugierig, was man so damit machen kann? Ab in unsere Fotogalerie (http://gallery.canikon.de/main.php?g2_itemId=460)…
Nun, ich umschreibe es mal mit meinen eigenen Worten. Tonemapping ist das Ergebnis aus einer Überzeichnung der hellen und dunklen Bereiche eines Bildes, die, erst ausgelöst, wieder mittels HighDynamicRange- Verfahren zusammengeführt werden. Das Bild wird in bestimmten Bereichen “dynamischer”. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Du hast ein Foto bei trüben, grauen, regnerischen Wetter geschossen. Das Bild erscheint grau, dennoch gibt es mit Tonemapping die Möglichkeit, aus dem Einheitsgrau der Wolken eine Dynamik abzuleiten. Schaut Euch bitte hierzu die nachfolgenden Bilder an. Das original Bild - ohne Tonemapping:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/hannover.jpg
Und hier das mittels Tonemapping überarbeitete:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/hannover_tm.jpg
Du siehst, dass man durch die einfache Überzeichnung der hellen und dunklen Bereiche einen gewissen “Aha!”- Effekt erzielen kann. Alles verstanden? Nein? Macht nichts, ich bringe mit den nachfolgenden Zeilen ein wenig Licht ins Dunkle.
Was wird benötigt?
Software. Klar. Ein guter Weg ist die Anschaffung von Photomatix Pro (http://www.hdrsoft.com/index.html), welches die Möglichkeit der Erstellung sowohl von High DynamicRange Bildern, als auch das eigentliche Tonemapping unterstützt. Photomatix Pro gibt es >hier (http://www.hdrsoft.com/download/download20.php)< zum Download und Erwerb. Die Lizenz kostet 99,-Dollar. Das ist in anbetracht der gebotenen Leistung mehr als fair. Die Software kann ebenfalls ausgiebig vor dem Erwerb als Trial Version getestet werden. Eine wirklich gute und vor allem preiswerte - da Freeware! - Variante ist die Software "Picturenaut". Picturenaut gibt es einzig als Windows- Version, bietet jedoch leider nicht die Möglichkeit der nachfolgend dargestellten 'starken' Überzeichnung. Nähere Informationen findest Du in dem DSLR-Forum (http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=61750).
Für dieses Tutorial habe ich die Trial- Version von Photomatrix benutzt und alle weiteren Schritte beziehen sich darauf.
Weiterhin benötigen wir ein geeignetes Foto. Das obere Bild beschreibt schon in Teilen ein geeignetes Bild. Wir benötigen in jedem Fall ein Foto, welches gute Bereiche mit hellen und dunklen Farbwerten liefert. Anhand des oberen Bildes kann man des weiteren sehen, dass es keinesfalls ein perfektes Bild im Sinne der Ausleuchtung sein muss. Wie unschwer zu erkennen, ist das obere Bild eine Gegenlichtaufnahme bei wirklich sehr schlechten Lichtverhältnissen.
Licht, Schatten, Dunkelheit, Helligkeit!
Wir benötigen zur Erstellung eines Tonemapping- Bildes zwingend ein HighDynamicRange- Bild als Ursprung, oder Quelldatei. Ein HDR- Bild ist, vereinfacht ausgedrückt, nichts anderes als die Zusammenführung von mehreren Einzelbildern in unterschiedlichen Farb-, und/oder Helligkeitsausprägungen und dient dazu, dass eben jene schlecht vorhandene Licht- Kontrastverhältnis zu erhöhen. Nähere Informationen hierzu findet man u.a. bei Wikipedia. Der nun folgende Schritt beschreibt die Erstellung eines HighDynamicRange- Bildes (künftig durch HDR abgekürzt). Wir nehmen unser Originalbild und erstellen von dem Original mindestens drei (es können durchaus auch mehr sein!) in den Helligkeitswerten unterschiedliche Bilder. Als Beispiel habe ich eine Aufnahme von mir aus New York gewählt und neben dem Originalbild ein helles und ein dunkles Bild mittels Helligkeitsanpassung erzeugt. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_dark.jpg
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_orig.jpg
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/new_york_light.jpg
In der Mitte ist das Originalbild zu finden, links das in den Helligkeitswerten dunkel bearbeitete und rechts das in den Helligkeitswerten hell bearbeitete Foto. Als nächsten Schritt werden diese drei Bilder zu einem HDR- Bild zusammengefügt. Solltet ihr die Software Photomatix benutzen, geht bitte auf den Menüpunkt “HDRI” und klickt anschließend auf den Menüpunkt “Generate HDR”.
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/making_hdr.jpg
Es wird nun eine HDR Bilddatei erzeugt, die unsere entsprechenden Farb- und Helligkeitswerte, resultierend aus unseren drei unterschiedlichen Bildern, beinhaltet.
Es werde Tonemapping!
Der nun folgende Schritt umfasst schon das eigentliche Tonemapping, also die Überzeichnung der durch das HDR erzeugten Helligkeitswerte. In dem nachfolgenden Screenshot sind einige Einstellungsmöglichkeiten in der Software Photomatrix dargestellt.
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/tonemapping.jpg
Lasst uns kurz auf die Einstellungsmöglichkeiten eingehen. Diese sind natürlich elementar für das Ergebnis. Als da wären:
1) Lumiosity - Diese Einstellung umschreibt die Intensität des angewandten Tonemappings. Spielereien an diesem Wert spiegeln sich sofort in der Vorschau wieder.
2) Strength - Die Stärke des Tonemappings. Ich habe bei dem Beispielbild die Einstellung auf 100% belassen.
3) Color Saturation - Eine sehr wichtige Einstellung. Hier wird die Farbintensität festgelegt. Je nach Bild muss man hier variieren!
4) White Clip - Beschreibt die hellen Farbwerte. Regler nach links bedeutet ein dunkleres Bild.
5) Black Clip - Beschreibt die dunklen Farbwerte. Regler nach links bedeutet ein helleres Bild.
6) Smoothing - Legt die “Weichmacher”, sprich den weichen Übergang der Farben fest. Eine “High”- Einstellung ist meist angebracht.
7) Microcontrast - Legt den Kontrast in den feineren Strukturen fest. Kann man ebenfalls auf “High” belassen.
8 ) Pixel depth of output image - Hier wird die Farbtiefe des Bildes auf 24 oder 48bit festgelegt. Höher bedeutet ein größeres Bild!
Je nach verwendetem Programm zum Tonemapping können die beschriebenen Einstellungsmöglichkeiten natürlich variieren, bzw. sich unterscheiden. Die grundlegenden Funktionen bleiben allerdings gleich, so das die hier angesprochenen Einstellungen abgeleitet werden können. Nach den erfolgten Einstellungen bleibt nur der Klick auf “OK” und das Tonemapping beginnt.
Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
http://www.canikon.de/wp-content/uploads/tutorial_tonemapping/page25_8.jpg
Anschließend kann das Bild nach Belieben in einzelnen Nuancen nachbearbeitet und dem künstlerischen Geschmack weiter angepasst werden. Ich hoffe, euch mit diesem kleinen Tutorial ein wenig weitergeholfen zu haben und würde mich über ein Feedback sehr freuen. Viel Spass beim Ausprobieren! Achja, neugierig, was man so damit machen kann? Ab in unsere Fotogalerie (http://gallery.canikon.de/main.php?g2_itemId=460)…