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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nutzt Ihr das Histogramm beim shooten?



Mark
19.07.2008, 21:34
...fast jede DSLR kann es anzeigen, einige von uns können es sogar lesen *afro* - das HISTOGRAMM!!

Wer von Euch benutzt es und wie?

Ich persönlich habe es im Wiedergabe-Modus aktiviert, um schnell mal einen Blick darauf zu werfen und zu erkennen, ob vielleicht auf den ersten Blick "was faul" ist. Das nutze ich aber nur bei wichtigen Bildern.

Wie nutzt Ihr es? Oder gar nicht?

CarstenB
19.07.2008, 21:36
Wenn ich die erste Aufnahme einer Serie gemacht habe, schaue ich nach extremen Ausreissen. Solange, wie sich das Licht nicht gravierend ändert, oder ich die Einstellungen nicht ändere schaue ich nicht wieder drauf. Also draussen öfter, als im Studio.

Mark
19.07.2008, 21:37
Genau so mach ich's auch!

Wolfgang Baur
19.07.2008, 21:46
Hallo Mark,


Ich persönlich habe es im Wiedergabe-Modus aktiviert, um schnell mal einen Blick darauf zu werfen und zu erkennen, ob vielleicht auf den ersten Blick "was faul" ist.

Du weisst aber, dass es da zu spät ist.
Ich prüfe das Histogramm bei allen Aufnahmen (ausser Serienaufnahmen). Es ist für mich die wichtigste Anzeige im Display.

Wolfgang

Anonym007
19.07.2008, 21:53
Klar wird es benutzt, schließlich kann man damit sehr gut sehen ob die Belichtung in die richtige Richtung geht.:D

Kimble
19.07.2008, 22:09
wenn ich ehrlich bin, noch nie verwendet :-[.

CamBoy
19.07.2008, 22:37
Hmmm, eigentlich fast nur bei Nachtaufnahmen, bzw. Aufnahmen vom Stativ, jeweils mit Live-View, wo mehr Zeit zum genauen Einstellen bleibt.

Ansonsten wie bei euch, wenn es auf dem Display zu hell oder zu dunkel wirkt und ich sehen will, um wieviel Blenden man nachregeln kann.

Dennis
20.07.2008, 08:21
Mal kurz zur Kontrolle ok.. aber richtig benutzen? Mhh .. eigentlich weniger.. meistens kann man die Pics ja noch in PS retten wenn was nicht stimmen sollte von daher..
;)

Meikl
20.07.2008, 08:28
Ich könnt ja jetzt großspurig schreiben das ich es natürlich nutze…
Aber ehrlich gesagt schau ich sehr selten auf das Histogramm…
Die Displays von D80/D300 sind auch hervorragend…

Natürlich ist es aber eine tolle Funktion, mit der sich auch bei schlechten Displays Farbstiche leicht feststellen lassen, sofern die Kamera schon ein RGB-Histogramm hat… ;)

Anonym041
20.07.2008, 08:39
ich nutze es sehr gerne bei der Bildrückschau. Möchte es nicht mehr missen.

Stefan D.
20.07.2008, 10:26
Doch ja, ich verwende es gerne. Bei "gleichmässig" ausgeleuchteter Location sind kaum
Ausreisser zu erwarten, unter schwierigen/wechselnden Lichtsituationen ist das
Histogramm sehr wertvoll, besonders in Kombination mit der Überbelichtungswarnanzeige.

Grüsse, Stefan

anonym001
20.07.2008, 10:50
Nutze ich gelegentlich zur Kontrolle,ersetzt mir aber auf keinen Fall den Handbelichtungs(Blitzlicht)messer.

zoz
03.08.2008, 23:14
Ich benutze es immer, zusammen mit der Überbelichtungwarnung.

Gast006
04.08.2008, 00:05
Außer dem Histogramm nehme ich auf dem Display der Kamera (fast) nichts wahr.

Cropsensor
04.08.2008, 07:19
Verwende ich gar nicht. Mit dem richtigen Augenmaß und der Erfahrung weiß man ziemlich genau, was raus kommen wird. Ansonsten reicht mir das Display zur Beurteilung.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich gerne Motive per Lichtspiel frei stelle, da ich am Tele nur 5.6 habe. Da dauert die Analyse des Histohgramms länger, als per Lupe mal eben durch das Bild zu scrollen ...

jar
04.08.2008, 07:26
erst wenn ich mehr als 1,8" Display habe

APhoto
04.08.2008, 08:02
Ich halte das Histogramm für die Helligkeitsbeurteilung für extrem wichtig, da die normale Bilderrückschau nicht wirklich exakt das zweigt, was später am Monitor zu sehen ist.
Nervig ist nur, dass das Histogramm zur Beurteilung nicht das Raw-File nutzt, sondern nur das mit eingebettete Rückschaujpg. So meine Vermutung jedenfalls, da häufig vor z.B. abgeschnittenen Lichter gewarnt wird, obwohl die betreffenden Stellen bei der Raw-Umwandlung noch gut Zeichnung aufweisen.

Anonym003
04.08.2008, 08:44
Weder beim "shooten", noch beim fotografieren. ;)

Das Display meiner Kamera bleibt fast immer aus -- ausser in wirklich schwierigen Umständen, in denen es ein wenig hilft, meine Unsicherheit über die Ergebnisse zu mindern. Dabei schaue ich aber nicht aufs Histogramm, sondern auf das Foto. Wenn's hoch kommt einmal am Tag.

Ich halte den verstärkten Einsatz von Technik bei einer so kreativen Arbeit wie dem Fotografieren für hinderlich: Konzentration auf das Motiv, die Bildaufteilung, die Umstände, den Augenblick (vor und nach dem Foto), Veränderungen der Szenerie, ... -- all das soll ich dem Gedanken an ein Histogramm insofern unterordnen, als dass ich Zeit für die Analyse einer technischen Darstellung opfere?

Fotografieren zu lernen habe ich vor mehr als 35 Jahren begonnen. Da sollte es mir mittlerweile möglich sein, eine Fotografie auch mit Erfahrungswerten machen zu können. Meine Kameras und die Objektive gut zu kennen und richtig zu bedienen, nimmt bereits eine Menge Zeit in Anspruch, denn unbedingt einfacher ist der Einsatz einer DSLR nicht gegenüber früher. Während des kreativen Prozesses mag ich nicht noch eine technische Finesse wie ein Histogramm bemühen.

Zudem: Ich möchte mich beim Fotografieren von meinem Auge und meiner Intuition leiten lassen, nicht von der grafischen Darstellung der Helligkeitswerte im Bild. Sonst wäre ein Foto wie das hier angehängte so nie entstanden: Nebel an der Doubs gibt die Stimmung in einer Novembernacht in einem Flusstal wieder. Das Histogramm ist unter herkömmlichen Gesichtspunkten für die Tonne.

Ich bin froh, dass das Foto nicht auch dort gelandet ist.

-Frank

zoz
04.08.2008, 09:25
Da dauert die Analyse des Histohgramms länger, als per Lupe mal eben durch das Bild zu scrollen ...

Die "Analyse" des Histogramms dauert ca, 0,5s so schnell scrolle ich nicht mit der Lupe durchs Bild!:confused:

APhoto
04.08.2008, 09:26
Jeder kann natürlich nutzen oder nicht nutzen was er will, nur verstehe ich die Logik nicht, inwieweit ein Histogram, was ich NACH der Aufnahme zur Kontrolle anschaue, meine Kreativität kurz vor und während der Aufnahme einschränkt? Erfahrungswerte gut und schön, nur liegen die (oder die Kameramessung, Du fotografierst ja nicht nur im "M" Modus, oder?) auch mal daneben. Klar können versehentlich fehlbelichtete Aufnahmen auch ihren Reiz haben, nur... du verstehst... richtig belichtet wäre auch schön.


Es gibt nichts ärgerliches als Bilder für einen Kunden zu machen, und später festzustellen, dass manche über- oder unterbelichtet sind. Da ist die Zeit meistens nicht da, nochmal an den betreffenden Ort zu fahren und den Spaß noch mal neu zu fotografieren. Und sicher, man kann auch am Computer einiges korrigieren, die besten Ergebnisse lassen sich aber in der Regel mit auf die Situation bezogener perfekter Belichtung erreichen.


Und zum Beispielbild: Wenn du es absichtlich unterbelichtet hast, musst du es ja nicht automatisch löschen, nur weil Dir das Histogramm diese Unterbelichtung nochmal visuell bestätigt.

Cropsensor
04.08.2008, 09:35
Die "Analyse" des Histogramms dauert ca, 0,5s so schnell scrolle ich nicht mit der Lupe durchs Bild!:confused:

Die Lupe ist auch nur für die Jungs mit den kleinen Displays gedacht, oder für die Kontrolle kleiner Bildteile, ansonsten reicht natürlich das normale Vorschaubild.

Davon ab, ich hasse es, wenn das Histogramm das Bild verdeckt. Denn bei RAW lässt sich deutlichst besser hinterher noch was machen, als wenn man irgendein Bildelement abgeschnibbelt hat, oder das Bild krumm und schief ist.

emax
04.08.2008, 09:51
Ich nutze es nur gelegentlich, wenn ich mir nicht sicher bin, ob da was in die Hose gegangen ist. Ansonsten finde ich die Überbelichtungswarnung viel sinnvoller, denn da sehe nicht nur ob, sondern auch gleich wo die Aufnahme ausgefressen ist. Diese Warnung habe ich deshalb immer eingeschaltet.

Allerdings gibt es eine Reihe von Motiven wo selbst diese nicht viel bringt, weil der Gesamteindruck des Bildes viel wichtiger ist als die "0xFF Frage". Nachtaufnahmen sind so ein Fall: da gibts immer Spitzlichter die einen auf dem Display anblinken. Auch bei "Available Light" in schwach beleuchteten Szenerien ziehe ich im allgemeinen die visuelle Beurteilung einer Histogrammanalyse vor.

Anonym003
04.08.2008, 09:57
... nur verstehe ich die Logik nicht, inwieweit ein Histogram, was ich NACH der Aufnahme zur Kontrolle anschaue, meine Kreativität kurz vor und während der Aufnahme einschränkt? ...

Wie sagte schon Herberger: Nach der Aufnahme ist vor der Aufnahme. :)

Ich schreibe mehr von meiner Einstellung zur Fotografie: Ich möchte dieses ganze Technikgeraffel so weit wie möglich nicht beachten. Ich halte Fotografie für einen Schaffensprozess, der mehr von meiner Aufmerksamkeit fordert, als nur einen Moment.

Dabei muss ich natürlich anmerken, dass ich vorwiegend Strassenfotograf bin. Wenn jemand beispielsweise im Studio Tabletop-Fotografie betreibt, dann mag der Blick auf das Histogramm ihm Nutzen bringen. Aber auch hier gebe ich zu bedenken, dass Fotografie auch ein kreativer Prozess sein kann, der nicht mit dem Auslösen abgeschlossen ist.

Gebe ich mich diesem kreativen Prozess hin, dann will ich ihn eben nicht alle naslang mit einem Blick aufs Display unterbrechen. Wenn möglich, plane ich vor dem Auslösen die technischen Einzelheiten -- und idealerweise sollte das so automatisch erfolgen, dass eine Kontrolle vor Ort entfallen kann.

-Frank

zoz
04.08.2008, 10:08
Weder beim "shooten", noch beim fotografieren. ;)

Das Display meiner Kamera bleibt fast immer aus -- ausser in wirklich schwierigen Umständen, in denen es ein wenig hilft, meine Unsicherheit über die Ergebnisse zu mindern. Dabei schaue ich aber nicht aufs Histogramm, sondern auf das Foto. Wenn's hoch kommt einmal am Tag.

Ich halte den verstärkten Einsatz von Technik bei einer so kreativen Arbeit wie dem Fotografieren für hinderlich: Konzentration auf das Motiv, die Bildaufteilung, die Umstände, den Augenblick (vor und nach dem Foto), Veränderungen der Szenerie, ... -- all das soll ich dem Gedanken an ein Histogramm insofern unterordnen, als dass ich Zeit für die Analyse einer technischen Darstellung opfere?

Fotografieren zu lernen habe ich vor mehr als 35 Jahren begonnen. Da sollte es mir mittlerweile möglich sein, eine Fotografie auch mit Erfahrungswerten machen zu können. Meine Kameras und die Objektive gut zu kennen und richtig zu bedienen, nimmt bereits eine Menge Zeit in Anspruch, denn unbedingt einfacher ist der Einsatz einer DSLR nicht gegenüber früher. Während des kreativen Prozesses mag ich nicht noch eine technische Finesse wie ein Histogramm bemühen.

Zudem: Ich möchte mich beim Fotografieren von meinem Auge und meiner Intuition leiten lassen, nicht von der grafischen Darstellung der Helligkeitswerte im Bild. Sonst wäre ein Foto wie das hier angehängte so nie entstanden: Nebel an der Doubs gibt die Stimmung in einer Novembernacht in einem Flusstal wieder. Das Histogramm ist unter herkömmlichen Gesichtspunkten für die Tonne.

Ich bin froh, dass das Foto nicht auch dort gelandet ist.

-Frank

Das ist sehr bewundernswert, wenn man sein Gerät ohne Rückversicherung beherrscht!:god:

Aber, meinst Du nicht, dass das von Dir eingestellte Bild genau so oder vielleicht (technisch) noch besser wäre wenn Du es so belichtet hättest das das Histogramm gefüllt und damit der Belichtugsspielraum des Sensors ausgeschöpft worden wäre?

Mich wundert hier dass des öfteren von einer aufwendigen "Analyse" des Histogramms um die man sich "bemühen" müsste die Rede ist.
Vielleicht mache ich da was falsch aber ich gucke beim Histogramm eigentlich nur, ob es links oder rechts an die Wand klatscht oder ob ich links oder rechts ein Loch habe.
Klatscht es rechts an fressen die Lichter aus und ich muss kürzer belichten, klatscht es links an laufen die Schatten zu und ich muss länger belichten,
klatscht es links und rechts an muss ich mich entscheiden auf was ich eher verzichten kann (meisten lasse ich dann die Schatten zulaufen), oder ich muss ein DRI machen, oder die Schatten aufhellen.
Habe ich rechts ein Loch verschwende ich Belichtungsspielraum (Tonwerte)
ich sollte länger belichten dabei aber die Überbelichtungswarnung im Auge behalten.
Ein Loch links macht nix.
Diese "Analyse" ist eine Sache von einer halben Sekunde, eigentlich nur ein Blick.
Das Histogramm ist für mich durchaus ein Ersatz für den Spotbelichtungsmesser den ich früher benutzt habe, es bietet aber zum einen die Möglichkeit alle Lichter und alle Schatten gleichzeitig anzumessen und liefert zudem noch getrennte Ergebnisse für die Farbkanäle. So kann ich am Histogramm auch sehen wenn nur ein Farbkanal (z.B. der Rotkanal) übersteuert. Was mir der i.A. farbenblinde Belichtungsmesser (und auch das Luminanzhistogramm) nicht zeigt.
Und eine Belichtungsmessung war für mich schon immer ein wesentlicher Teil des kreativen (technischen) Prozesses der sich Fotografie nennt, und ich habe ihr die Bildgestaltung nie untergeordnet sondern sie eigentlich immer als Teil der Bildgestaltung begriffen.

Anonym003
04.08.2008, 10:11
Oh, vergessen:


... Und zum Beispielbild: Wenn du es absichtlich unterbelichtet hast, musst du es ja nicht automatisch löschen, nur weil Dir das Histogramm diese Unterbelichtung nochmal visuell bestätigt.

Gerade in meinem Beispiel ist eine Beurteilung mittels Histogramm völlig absurd: Ich will den Eindruck des Bildes beurteilen, nicht die Helligkeitsverteilung anhand einer technischen Darstellung.

Erinnere ich mich an diese Situation auf einer kleinen Brücke irgendwo im Burgund, dann habe ich während der Belichtungsserie zwischen den Aufnahmen bestimmt auch ab und zu auf das Display geschaut. Klar, es war eine schwierige Lichtsituation und ich wollte Dunkelheit ablichten.

Die bessere Momente waren aber die, in denen ich in die Stille der Natur hineinhorchte, in denen meine Augen sich immer mehr an die Dunkelheit gewöhnten und so neue Details auftauchten, und als ich die Einzigartigkeit des Moments wahrnahm. Statt dessen auf ein Histogramm schauen? Hmmm ...

Wenn ich Fotografie vorwiegend als einen Vorgang betrachte, der mehr die Sinne fordert und weniger das Hirn (und das mache ich immer eindeutiger, je mehr ich über Fotografie lerne), dann werde ich auch weiterhin das Histogramm erst daheim am Computer anschauen.

-Frank

Anonym003
04.08.2008, 10:23
... Aber, meinst Du nicht, dass das von Dir eingestellte Bild genau so oder vielleicht (technisch) noch besser wäre wenn Du es so belichtet hättest das das Histogramm gefüllt und damit der Belichtugsspielraum des Sensors ausgeschöpft worden wäre? ...

Wie sollte das gehen? Wie soll ich die Dunkelheit der Nacht abbilden, wenn ich das gesamte Histogramm mit Werten über Null ausgefüllt hätte?

Folgte ich Deinem Vorschlag, dann hätte ich eines jener Nachtbilder gemacht, wie wir sie sehr häufig sehen: Viel zu hell, weit entfernt von der Dunkelheit, die tatsächlich herrschte. Die Kamera wird dann mehr als Restlichtverstärker eingesetzt (was auch faszinierend sein kann), denn als Fotoapparat im klassische Sinne.

Dein Ansatz zeigt, dass wir uns vermutlich oft zu schnell von technischen Möglichkeiten vereinnahmen lassen: Dieses Foto konnte ich nicht unter Verwendung des Histogramms machen. Alleine mein vorher festgelegtes Ziel, mein Gefühl und die tatsächliche optische Wirkung führten hier zum gewünschten Ergebnis.

Was nicht heisst, dass man in der Digitalfotografie ein Histogramm nicht lesen und verstehen können sollte ...

-Frank

Gast001
04.08.2008, 10:39
Hallo Frank,


Wie sollte das gehen? Wie soll ich die Dunkelheit der Nacht abbilden, wenn ich das gesamte Histogramm mit Werten über Null ausgefüllt hätte?

Folgte ich Deinem Vorschlag, dann hätte ich eines jener Nachtbilder gemacht, wie wir sie sehr häufig sehen: Viel zu hell, weit entfernt von der Dunkelheit, die tatsächlich herrschte. Die Kamera wird dann mehr als Restlichtverstärker eingesetzt (was auch faszinierend sein kann), denn als Fotoapparat im klassische Sinne.

Dein Ansatz zeigt, dass wir uns vermutlich oft zu schnell von technischen Möglichkeiten vereinnahmen lassen: Dieses Foto konnte ich nicht unter Verwendung des Histogramms machen. Alleine mein vorher festgelegtes Ziel, mein Gefühl und die tatsächliche optische Wirkung führten hier zum gewünschten Ergebnis.

ich verstehe Deinen Ansatz voll und ganz, erlaube mir dennoch eine Anmerkung.

Wer mit Diafilm arbeitet(e), muss(te) nach Deiner Methode vorgehen, da gibt es keine Alternative.

Bei der Digitalphotographie gilt für mich die Devise: 'Exposure to the right', also so reichlich zu belichten, dass das Histogramm gerade nicht am rechten Rand anschlägt. Der Vorteil: Das Signal-Rausch-Verhältnis (S/N ratio) ist dann optimiert, weil das Signal maximal groß ist, das Rauschen jedoch im linken Teil des Histgramms untergebracht ist. Die gewünschte Verteilung der Tonwerte für das endgültige Photo erfolgt nach der Aufnahme durch Bildbearbeitung. Rein technisch gesehen führt diese Arbeitsweise zur maximal möglichen Bildqualität.

Vermutlich zielen darauf einige der früheren Beiträge hier im Thread ab.

Freundliche Grüße
Stefan

---
http://www.photomeeting-media.de

.hs
04.08.2008, 10:48
Dich hasse es, wenn das Histogramm das Bild verdeckt.

Du findest das Rückschaubild aussagekräftig? :confused:

Bei mir steht die automatische Rückschau auf 0, und wenn ich mal die Rückschau betätige, sehe ich das Histogramm. :o

Auch lösche ich (fast) NIE Bilder an der Kamera (nur wenn der Platz knapp wird, und das kommt so gut wie nie vor ;D). Die Beurteilung möchte ich doch lieber am Monitor machen, die Qualität ist da doch etwas besser. 8)


Das ist sehr bewundernswert, wenn man sein Gerät ohne Rückversicherung beherrscht!:god:

Lass uns zusammen huldigen :god:

Im Ernst, es schadet doch nichts wenn man eine Kontrolle durchführen kann (wenn man denn will).

Gast001
04.08.2008, 10:51
Helmut,


Bei mir steht die automatische Rückschau auf 0, und wenn ich mal die Rückschau betätige, sehe ich das Histogramm. :o

same here.


Im Ernst, es schadet doch nichts wenn man eine Kontrolle durchführen kann (wenn man denn will).

Ist das nicht einer der wirklich großen Vorteile, den uns die Digitalphotographie beschert hat?

Grüße!
Stefan

zoz
04.08.2008, 10:56
Wie sollte das gehen? Wie soll ich die Dunkelheit der Nacht abbilden, wenn ich das gesamte Histogramm mit Werten über Null ausgefüllt hätte?

Folgte ich Deinem Vorschlag, dann hätte ich eines jener Nachtbilder gemacht, wie wir sie sehr häufig sehen: Viel zu hell, weit entfernt von der Dunkelheit, die tatsächlich herrschte. Die Kamera wird dann mehr als Restlichtverstärker eingesetzt (was auch faszinierend sein kann), denn als Fotoapparat im klassische Sinne.

Dein Ansatz zeigt, dass wir uns vermutlich oft zu schnell von technischen Möglichkeiten vereinnahmen lassen: Dieses Foto konnte ich nicht unter Verwendung des Histogramms machen. Alleine mein vorher festgelegtes Ziel, mein Gefühl und die tatsächliche optische Wirkung führten hier zum gewünschten Ergebnis.

Was nicht heisst, dass man in der Digitalfotografie ein Histogramm nicht lesen und verstehen können sollte ...

-Frank

Dass ich eine Nachtaufnahme reichlich belichte zwingt mich nicht sie so hell zu präsentieren!

Für mich ist die digitale Aufnahme nur ein "Negativ", und welche Tonwerte dann auf dem Print in welcher Menge anzutreffen sind entscheide ich in der Nachbearbeitung. Ich kann auf dem Print auch 80% der Pixel schwarz werden lassen auch wenn das in der Raw-Datei nicht ein schwarzes Pixel enthält.
Aber das in den Schatten durchgezeichnete Negativ erlaubt mir mich evtl. doch noch für Zeichnung an einer Stelle zu entscheiden die ein "unterbelichtetes" Bild nicht mehr besitzt. Zudem rauscht ein stärker belichtetes und in der Nachbearbeitung abgedunkeltes Bild deutlich weniger als ein direkt weniger belichtetes Bild.

Natürlich führen immer viele Wege zum Ziel, und Du strebst wie ich es verstehe ein optimales Bild direkt aus der Kamera an. Das ist aus meiner Sicht bewundernswert!

Ich strebe i.A. an eine Aufnahme zu machen die mir in der Nachbearbeitung alle Möglichkeiten offen lässt. Zwar habe ich meist schon eine sehr konkrete Vorstellung des Bildes bei der Aufnahme aber manchmal erscheint in der Nachbearbeitung eine anderer Weg den ich mir sonst durch eine solche "fertige" Belichtung verbaut hätte.

.hs
04.08.2008, 10:59
Ist das nicht einer der wirklich großen Vorteile, den uns die Digitalphotographie beschert hat?


Die Exifs finde ich aber auch nicht schlecht ;D

Anonym003
04.08.2008, 11:07
..., und Du strebst wie ich es verstehe ein optimales Bild direkt aus der Kamera an. ...

In dem Fall war es so. Vor allem, weil ich an derselben Stelle noch ein paar weitere Fotos mit einer kleinen Lichtquelle links am Hügel gemacht habe, die ich nicht überstrahlt einfangen wollte. Für das vorliegende Foto hätte ich aber vermutlich Deinen Weg einer längeren Belichtung gehen können und nachträglichen Abdunklung -- da bin ich nicht drauf gekommen.

Danke für den Denkanstoss!

-Frank

URi
04.08.2008, 11:23
Das ist sehr bewundernswert, wenn man sein Gerät ohne Rückversicherung beherrscht!:god:

Aber, meinst Du nicht, dass das von Dir eingestellte Bild genau so oder vielleicht (technisch) noch besser wäre wenn Du es so belichtet hättest das das Histogramm gefüllt und damit der Belichtugsspielraum des Sensors ausgeschöpft worden wäre?

Mich wundert hier dass des öfteren von einer aufwendigen "Analyse" des Histogramms um die man sich "bemühen" müsste die Rede ist.
Vielleicht mache ich da was falsch aber ich gucke beim Histogramm eigentlich nur, ob es links oder rechts an die Wand klatscht oder ob ich links oder rechts ein Loch habe.
Klatscht es rechts an fressen die Lichter aus und ich muss kürzer belichten, klatscht es links an laufen die Schatten zu und ich muss länger belichten,
klatscht es links und rechts an muss ich mich entscheiden auf was ich eher verzichten kann (meisten lasse ich dann die Schatten zulaufen), oder ich muss ein DRI machen, oder die Schatten aufhellen.
Habe ich rechts ein Loch verschwende ich Belichtungsspielraum (Tonwerte)
ich sollte länger belichten dabei aber die Überbelichtungswarnung im Auge behalten.
Ein Loch links macht nix.
Diese "Analyse" ist eine Sache von einer halben Sekunde, eigentlich nur ein Blick.
Das Histogramm ist für mich durchaus ein Ersatz für den Spotbelichtungsmesser den ich früher benutzt habe, es bietet aber zum einen die Möglichkeit alle Lichter und alle Schatten gleichzeitig anzumessen und liefert zudem noch getrennte Ergebnisse für die Farbkanäle. So kann ich am Histogramm auch sehen wenn nur ein Farbkanal (z.B. der Rotkanal) übersteuert. Was mir der i.A. farbenblinde Belichtungsmesser (und auch das Luminanzhistogramm) nicht zeigt.
Und eine Belichtungsmessung war für mich schon immer ein wesentlicher Teil des kreativen (technischen) Prozesses der sich Fotografie nennt, und ich habe ihr die Bildgestaltung nie untergeordnet sondern sie eigentlich immer als Teil der Bildgestaltung begriffen.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Wenn ich mich besser ausdrücken könnte, hätte ich meine Meinung dazu genau so formuliert ;D

Anonym014
04.08.2008, 13:35
das HISTOGRAMM!!
Wer von Euch benutzt es und wie?
Hallo Mark,

ich fotografiere weit überwiegend statische Motive vom Stativ aus. Ich nutze ausschließlich RAW. Das Histogramm überprüfe ich bei jeder einzelnen Aufnahme. Wo es mir sinnvoll oder notwendig erscheint auch in beiden Modi. Bei nahezu allen Aufnahmen resultiert daraus eine korrigierte Belichtung um im von Stefan (nafpie) erwähnten (und hier beschriebenen: Link (http://www.luminous-landscape.com/tutorials/expose-right.shtml)) Sinne eine korrekte Belichtung zu erhalten.
Die Optimierung des Singnal-Rauschabstandes interessiert mich dabei nur in Hinblick auf seinen Einfluß auf den maximalen Dynamikumfang der RAW-Datei. Das in diesem Sinne technisch bestmögliche Ausgangsmaterial erlaubt es mir in der Bearbeitung - welche für mich ebenso Teil des kreativen Prozesses ist wie die Aufnahme - eine Vielzahl von stimmigen Ergebnissen zu erzielen ... incl. des prävisualisierten.
Ein korrekt belichtetes RAW minimiert die Limitierungen, welche die technischen Möglichkeiten der Kamera meiner Kreativität auferlegen. Zur Erstellung eines solchen RAWs ist das Histogramm ein für mich unabdingbares Hilfsmittel. Freiwillig darauf verzichten würde ich nur wenn mir während des Aufnahmetermins das Display sterben sollte.

Gruß

Martin

Gast001
04.08.2008, 13:42
Martin,


Ein korrekt belichtetes RAW minimiert die Limitierungen, welche die technischen Möglichkeiten der Kamera meiner Kreativität auferlegen.

wow! DAS ist doch mal 'ne kernige Aussage! Da soll sich noch einmal jemand über das sprachliche Niveau in Foren beschweren... ;)

Aber bitte nicht missverstehen: Inhaltlich unterstütze ich jeden Satz Deines oben im Auszug zitierten Beitrags!

Grüße
Stefan

---
PS: Im Grunde sind mir Photographen sympathischer, die photographieren statt die meiste Zeit damit zu verbringen, auf das Display ihrer Kamera zu starren und zu diesem Zwecke grundsätzlich nach jeder Aufnahme die Kamera vom Auge zu reißen.

Cropsensor
04.08.2008, 13:55
Du findest das Rückschaubild aussagekräftig? :confused:

Bei mir steht die automatische Rückschau auf 0, und wenn ich mal die Rückschau betätige, sehe ich das Histogramm. :o



Kommt drauf an, was man für Bilder macht, würde ich sagen. Diffus wechselndes Licht, AL-Fotografie etc. , das mag etwas anderes sein. Bei meinen Tierbildern weiß ich allerdings ganz genau, was ich meinem Sensor an Dynamik zumuten kann, und wie sich welche Lichtstimmung auswirkt.

So denke ich, dass das Rückschaubild ausreicht, ja. Mit gewisser Erfahrung kennt man die Stellen, wo man auf absaufende Schatten und ausfressende Lichter achten muss. Auch ohne Histogramm, ja.

Allerdings benutze ich nahezu ausschließlich die Mehrfeldmessung und steuere nach Erfahrung mit der Belichtungskorrektur nach.

emax
04.08.2008, 14:29
... Da soll sich noch einmal jemand über das sprachliche Niveau in Foren beschweren...

Zumindest damit hast Du Recht: Dem Martin muss man ganz sicher nicht erklären, was gutes Deutsch ist.

.hs
04.08.2008, 16:07
Allerdings benutze ich nahezu ausschließlich die Mehrfeldmessung und steuere nach Erfahrung mit der Belichtungskorrektur nach.

Komisch, ich benutze alle Messmethoden (je nach Aufgabe), korrigieren tue ich die Mehrfeldmessung allerdings nie (weil ich ja nicht genau weiß wie die Cam was gewichtet). :confused:

Gast001
04.08.2008, 16:17
Zumindest

Warum diese Einschränkung? :rolleyes:

zoz
04.08.2008, 16:18
Komisch, ich benutze alle Messmethoden (je nach Aufgabe), korrigieren tue ich die Mehrfeldmessung allerdings nie (weil ich ja nicht genau weiß wie die Cam was gewichtet). :confused:
Genau dieser Gedanke ging mir auch durch den Kopf. Bei allen anderen Messmethoden weiß auch zumindest so ungefähr wie ich bei welchen Motiv zu korrigieren habe, bei der Mehrfeldmessung geht das regelmäßig in die Hose, weil die selbst schon korrigiert hat...

zoz
04.08.2008, 16:21
Warum diese Einschränkung? :rolleyes:
LOLLOLLOL

*psst*MEMENTO MORI*psst*

Cropsensor
04.08.2008, 16:45
Komisch, ich benutze alle Messmethoden (je nach Aufgabe), korrigieren tue ich die Mehrfeldmessung allerdings nie (weil ich ja nicht genau weiß wie die Cam was gewichtet). :confused:

Genau deshalb brauch ich auch kein Histogramm, ich kenne mein Biest von Kamera und wie sie reagiert :p

Was soll ich sagen? Wenn ich mir eine Situation anschaue, weiß ich halt, was ich wie einstellen muss, damit das optimale Grundergebnis raus kommt. Vielleicht ein Probefoto von der gesamten Lichtsituation, ok. Irgendwann hat man doch raus, wie sich helle und dunkle Teile im Bilder verhalten werden :confused:

emax
04.08.2008, 21:08
Warum diese Einschränkung?

Weil diese Aussage m.E. nicht uneingeschränkt gilt.

Gast001
04.08.2008, 21:18
Weil diese Aussage m.E. nicht uneingeschränkt gilt.

Ich kenne keinen Menschen, für den eine solche Aussage uneingeschränkt gilt.

Dennoch ist es im Sprachgebrauch unüblich, darauf gesondert zu verweisen. Vielmehr findet die von Dir verwendete Einschränkung insbesondere dann statt, wenn die vermeintliche Unrichtigkeit gleichzeitig getätigter Aussagen subtil zur Geltung kommen soll.

Würde das auch in Deinem Fall zutreffen, wäre mir eine direkte Kritik angenehmer.

zoz
04.08.2008, 21:34
Genau deshalb brauch ich auch kein Histogramm, ich kenne mein Biest von Kamera und wie sie reagiert :p

Was soll ich sagen? Wenn ich mir eine Situation anschaue, weiß ich halt, was ich wie einstellen muss, damit das optimale Grundergebnis raus kommt. Vielleicht ein Probefoto von der gesamten Lichtsituation, ok. Irgendwann hat man doch raus, wie sich helle und dunkle Teile im Bilder verhalten werden :confused:


:god::god::god::god::god::god::god::god::god::god: :god::god::god::god:

Und das ist nicht sarkastisch gemeint!
Naja vielleicht ein bisschen....>:D*Angel*

Bei mir ändert sich die Belichtung bei Matrixmessung schon wenn ich das AF-Feld wechsele (bei gleichem Bildausschnitt:eek:) problemlos mal um eine ganze Blendenstufe, dass Du das voraussehen kannst fordert meinen ganzen Respekt!

.hs
04.08.2008, 21:40
[quote=zoz;21850:god:
[/quote]

OK, einen zitieren muss reichen :rolleyes:

Natürlich mitmach :god:

:o

;D

zoz
04.08.2008, 21:44
OK, einen zitieren muss reichen :rolleyes:

Natürlich mitmach :god:

:o

;D

Und ruckzuck ist ´ne Religion gegründet...;D

*duw*

Cropsensor
04.08.2008, 21:49
Bankverbindung für den Huldigungs-Opferstock kommt per PN :p

Ich muss gestehen, auch bei den verschiedenen Messpunkten ändert sich bei mir nichts. Ich mache aber auch viel formatfüllende Aufnahmen von Tieren, die meist wenig Dynamikunterschiede über den Körper verteilt haben. Außerdem stehe ich auf dunkle Hintergründe, da kann ich das Histogramm nicht groß gebrauchen, aber das hatte ratgallery ja schon beschrieben.

Ich denke, das ist wirklich eine Sache der Motive.

.hs
04.08.2008, 22:14
Und ruckzuck ist ´ne Religion gegründet...;D

*duw*

Du bist für die neuen Gewänder zuständig. ;D

Auch *duw* ...
... ins Bett *muede*

zoz
04.08.2008, 22:42
Du bist für die neuen Gewänder zuständig. ;D

Auch *duw* ...
... ins Bett *muede*

Hier gibt es genug Auswahl:
http://www.schreibmayr.de/de/Messgewaender
LOLLOLLOL

emax
04.08.2008, 22:58
Ich kenne keinen Menschen, für den eine solche Aussage uneingeschränkt gilt.

Mir scheint, wir meinen unterschiedliche Aussagen.


Vielmehr findet die von Dir verwendete Einschränkung insbesondere dann statt, wenn die vermeintliche Unrichtigkeit gleichzeitig getätigter Aussagen subtil zur Geltung kommen soll.
Präzise beobachtet. Genau das sollte sie. :)



Würde das auch in Deinem Fall zutreffen, wäre mir eine direkte Kritik angenehmer.
Wie Du bereits geschrieben hast: sie sollte subtil bleiben. Aber akzeptiert: Für das nächste Mal.

.hs
05.08.2008, 05:20
Hier gibt es genug Auswahl:
http://www.schreibmayr.de/de/Messgewaender
LOLLOLLOL

:o

Ich hatte da eher an die Neo-Sannyas gedacht :-[
;D

Gast001
05.08.2008, 08:26
Weißt Du, Edgar, dem Alter für solcherlei 'Spielchen'


Wie Du bereits geschrieben hast: sie sollte subtil bleiben. Aber akzeptiert: Für das nächste Mal.

bin ich entwachsen. ;)

emax
05.08.2008, 08:48
Dem Alter selbstverliebter Spitzfindigkeiten? ;) Das hätte ich jetzt gar nicht gedacht ... :keks:

Gast001
05.08.2008, 08:56
... selbstverliebter Spitzfindigkeiten? ...

Durch Wiederholen und Abkupfern ( © ceving 2008. Hast Du das denn nötig, Edgar? :confused:) wird eine solche Provokation nicht gehaltvoller. ;D

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Ich MUSS es mir nicht antun. LOL

Mark
05.08.2008, 08:57
ahheeeeemm - "Histogramm"??

emax
06.08.2008, 01:31
Ja, ich weiss, es ist OT. Aber es gehört für mich genau hier hin.


Durch Wiederholen und Abkupfern ( © ceving 2008. Hast Du das denn nötig, Edgar? :confused:) wird eine solche Provokation nicht gehaltvoller. ;D

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Ich MUSS es mir nicht antun. LOL

Stefan,

post mortem hier meine Antwort. Und überdies nehme ich die Gelegenheit zu ein paar Zeilen mehr wahr.

ad 1: Nee, ich habs nicht nötig, und das weisst Du auch. Aber ich bin ehrlich: Es war so wunderbar praktisch. Und mit dem Keks-Smiley garniert auch deutlich als Kabbelei plaziert. Ceving hatte das im von Dir vermerkten Beitrag so punktgenau - und dabei wunderbar freundlich zwinkernd - formuliert, dass ich es nicht besser hätte schreiben können. Du bist doch kein Depp, müsstest solchen Verbalscharmützeln doch mit Souveränität begegnen.

ad 2: Während Deiner (selbst inszenierten) Beerdigung sass ich leider im Flugzeug, eben erst habe ich das ganze, kindische, überflüssige Drama hier gelesen. Und damit meine ich nicht Dich ODER die anderen Beteiligten. Ich meine, dass alle ein Stückchen daran mitgebastelt haben.

Unter Zwanzigjährigen mag sowas passieren, aber soweit ich es sehe sind überwiegend Erwachsene an der Geschichte beteiligt.

Ich habe da ein paar Threads beobachtet, in denen die ein oder andere Mine versenkt wurde. Da ich mich an Markendiskussionen nicht beteilige (bestenfalls an technischen Erörterungen), findet man da keinen Beitrag von mir, aber ich habe mitgelesen und mir gedacht "auweia!"

Nun kam dieser dämliche (mir wegen Zensur nicht im Originaltext bekannte) Thread, der politisch hochkorrekt in aller epischen Breite diskutiert wurde, und schliesslich zum bekannten Trauerfall geführt hat. Wenn ich mir das alles so durchlese, muss ich alle Beteiligten wirklich fragen: "habt ihr sie eigentlich noch alle?"

Das war m.E. der finale Zünder für die zuvor versenkten Minen.

Ich rate zu etwas mehr Gelassenheit.

Und Dir, Stefan, muss ich sagen, dass meine ganze grosse Freude über deine Beteiligung hier doch einer gewissen Enttäuschung weicht, ich habe mir mehr Souveränität erwartet, und ich erwarte sie immer noch: Melde Dich wieder an, keiner von den Benutzern hier wird die Nase rümpfen, im Gegenteil: Demut ist edelste Form von Persönlichkeit.

Dafür hättest Du von mir den allergrössten Respekt.

Grüsse nach Deutschland,
Edgar

zoz
06.08.2008, 08:09
Na hoffen wir mal, dass der Thread jetzt nicht umgehend geschlossen wird...:o

Anonym021
06.08.2008, 08:48
Na hoffen wir mal, dass der Thread jetzt nicht umgehend geschlossen wird...:o
Vielleicht räumt ein freundlicher Admin ein paar Beiträge in den digitalen Orkus, dann kann man hier doch vernünftig weitermachen.

Ich oute mich dann mal als Histogramm-Nutzer. Es gibt mir als ungelernten Amateur genau das, was mir in der analogen Zeit gefehlt hat: Feedback, dass es so geworden ist, wie ich es in dem Moment haben möchte. Das kann auch im technischen Sinne falsch belichtet sein und es kann auch sein, dass ich mich später frage, warum ich es so gemacht habe. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

frapa
06.08.2008, 08:51
Ob das Foto zu hell oder zu dunkel ist, guck ich mir direkt an, ohne Histogramm.
Wenn ein Farbkanal zu dunkel ist, ja was kann ich denn dann ändern?

Aber bei knappen Belichtungszeiten frei Hand, zeigt mir das Histogramm nicht, ob ich verwackelt habe.

Gelegentlich mach ich es aber auch an, um zu gucken ob ich daraus mehr nutzen ziehen kann als aus der normalen Rückschau.

Anonym003
06.08.2008, 13:56
... Wenn ein Farbkanal zu dunkel ist, ja was kann ich denn dann ändern? ...

Den Weissabgleich?

Letztlich zeigt dieser Thread (neben einem für mich als Neuling völlig unverständlichen OT-Ausflug), dass sich die Welt der Fotografen nach wie vor zwischen den Polen eines doppelten Tetraeders bewegt -- und das habe ich hier versucht darzustellen:

http://www.canikon.de/showthread.php?t=1944

Es würde mich freuen, wenn ihr da mal vorbei schaut und meine Idee kommentiert.

-Frank

Anonym005
07.08.2008, 10:47
Ja ;D

Ralph
20.09.2008, 22:17
Nein weder Histogramm noch Monitor benutze ich, ich mach das wie früher beim Film, bin gespannt was ich da mit nachhause bringe. Ausnahme sind Auftragsarbeiten, da schaue ich aber nur aufs Bild das reicht mir.

Anonym008
20.09.2008, 22:23
ich verwende das histogramm nie, den monitor aber sehr oft...
beim shooting habe ich keine zeit histogramme zu analysieren..
ein blick auf dem monitor reicht mir vollkommen um feststellen
zu können ob meine einstellungen korrekt sind oder auch nicht...

Christian Ahrens
21.09.2008, 11:53
Hi,

ich empfinde das Histogramm ebenfalls als sehr nützliches Hilfsmittel und nutze es vordringlich bei Eventfotos unter schlechten Lichtbedingungen (Abendveranstaltungen, nur geringes Grundlicht). Hier ist die Gefahr am größten, dass die Kamera unterbelichtet oder dass man vergisst eine Minus-Korrektur des Aufhellblitzes wieder zurückzunehmen o.ä.

Fotos, die man in PS "retten" muss, sind immer Kompromisskandidaten, sie sind nicht nur schlechter als richtig belichtete, sie sind ja auch Zeugnis eines fotografischen "Versagens", und wer will sich das schon gerne eingestehen?

On location bei Produktionen mit Menschen u.ä. nutze ich sogar das Laptop als quasi erweiterten Monitor, d.h. ich fotografiere direkt auf den Mac und analysiere das Bild auf dem 15" Monitor, mit Histogramm und allem drum und dran. Das mache ich vor allem dann, wenn ich vor Ort eigenes Licht baue und die Wirkung prüfen möchte - gewissermaßen ein Polaroid-Ersatz.

VG
Christian

www.christianahrens.de

Lichtspuren
21.09.2008, 13:20
Ich nutze es nie, hat bisher auch so immer sehr gut geklappt.:) Ich schau ja noch nicht mal intensiv aufs Display, während ich fotografisch unterwegs bin, meist erst hinterher (außer bei "wichtigen" Bildern).

URi
21.09.2008, 13:56
Als weiteren großen Vorteil finde ich auch (hauptsächlich bei viel hell/dunkel Anteil), dass man auf dem Minidisplay neben dem Histogramm auch sehr leicht sehen kann, welche Teile überstrahlt sind. Wenn z.b. Teile des Himmels blinken ist das für mich ok, solange das Motiv an sich ok ist. Was nützt mir ein gut ausgeleuchteter Himmel, wenn dafür das Motiv absäuft. Da nehme ich doch lieber ersteres in Kauf.

zoz
21.09.2008, 17:29
ich verwende das histogramm nie, den monitor aber sehr oft...
beim shooting habe ich keine zeit histogramme zu analysieren..
ein blick auf dem monitor reicht mir vollkommen um feststellen
zu können ob meine einstellungen korrekt sind oder auch nicht...

Ich glaube ich habe sowas oben schon mal geschrieben ich finde es absolut verwunderlich, dass immer wieder von einer Zeitraubenden Analyse gesprochen wird:
Die "Analyse" eines Histogramms ist eine Sache, von max. 0,5 Sekunden.
Einmal drauf geguckt und Fertig.
Am Monitorbild kann man imho nicht sehen wenn z.B. in einer roten Blüte oder an einem Kleid der Rotkanal clipped und da hat man dann hinterher große Probleme, weil da keine Zeichnung mehr ist.

massi
22.09.2008, 02:04
Hallo,

ich muß ehrlich gestehen, daß ich nur ein Helligkeitshistogramm einigermaßen interpretieren kann, bei den RGB Histogrammen weiß ich nicht wie ich die zu behandeln habe, daher sehe ich mir die Histogramme auch nur äußerst selten an.
Ich weiß zum Beispiel überhaupt nicht, was ich tun muß, wenn "der Rotkanal clipped"

Ciao

massi

***elvis***
22.09.2008, 05:04
Ich benutze es immer, zusammen mit der Überbelichtungwarnung.

genau so mach ich es auch :D Okay, wenn ich Bundesliga fotografiere nicht bei jedem Bild :)


... ich finde es absolut verwunderlich, dass immer wieder von einer Zeitraubenden Analyse gesprochen wird:
Die "Analyse" eines Histogramms ist eine Sache, von max. 0,5 Sekunden.
Einmal drauf geguckt und Fertig...

Das ist für mich auch ein Rätsel. Wenn man es kann und weiß wie das Ding funktioniert, dauert es genauso lange wie der Blick und die Analyse auf das gesamte Bild.


...Mich wundert hier dass des öfteren von einer aufwendigen "Analyse" des Histogramms um die man sich "bemühen" müsste die Rede ist.
Vielleicht mache ich da was falsch aber ich gucke beim Histogramm eigentlich nur, ob es links oder rechts an die Wand klatscht oder ob ich links oder rechts ein Loch habe.
Klatscht es rechts an fressen die Lichter aus und ich muss kürzer belichten, klatscht es links an laufen die Schatten zu und ich muss länger belichten,
klatscht es links und rechts an muss ich mich entscheiden auf was ich eher verzichten kann (meisten lasse ich dann die Schatten zulaufen), oder ich muss ein DRI machen, oder die Schatten aufhellen.
Habe ich rechts ein Loch verschwende ich Belichtungsspielraum (Tonwerte)
ich sollte länger belichten dabei aber die Überbelichtungswarnung im Auge behalten.
Ein Loch links macht nix.
Diese "Analyse" ist eine Sache von einer halben Sekunde, eigentlich nur ein Blick. ...

:D Sehr gut erklärt. :D

Meine Empfehlung: Merken und anwenden.

rmaa
22.09.2008, 08:14
Nun, ich schaue mir meist die Bilder auf dem Monitor an nachdem ich sie gemacht habe. Gerade Gegenlicht oder Seitenlicht Sítuationen kommen recht häufig, da ist eine kurze Kontrolle durchaus gerechtfertigt.

Allerdings habe ich meist nicht das Histogramm eingestellt sondern die Lichter-Warnung. Die ist sehr viel wichtiger wie ich finde...

zoz
22.09.2008, 08:36
Hallo,

ich muß ehrlich gestehen, daß ich nur ein Helligkeitshistogramm einigermaßen interpretieren kann, bei den RGB Histogrammen weiß ich nicht wie ich die zu behandeln habe, daher sehe ich mir die Histogramme auch nur äußerst selten an.
Ich weiß zum Beispiel überhaupt nicht, was ich tun muß, wenn "der Rotkanal clipped"

Ciao

massi

Jeder Farbkanal muss für sich so behandelt werden wie ich das oben schon beschrieben habe. Wenn also der rote Farbkanal clipped muss man kürzer belichten. Wenn einem dabei dann im blauen die Schatten zulaufen, muss man sich entscheiden oder die Schatten aufhellen.
Wenn man sich nur das Luminanzhistogramm anguckt kann einem sowas entgehen, da der RGB Mittelwert erst clipped wenn alle Farbkanäle am Anschlag sind, und das passiert bei stark gesättigten Farben erst sehr spät.
An diesem Punkt versagt glaube ich auch die Überbelichtungswarnung, da sie auch mit den Luminanzwerten arbeitet.

Anonym22
22.09.2008, 11:56
Nutze das Histogramm ebenfalls.

Bislang hat mir das Luminanzhistogramm immer als Anhaltspunkt gereicht. Werd beim nächsten Mal aber mal mit den RGB Werten schauen - Dank zoz hab ich es jetzt auch verstanden :D

ROMAN
06.10.2008, 23:29
wenn ich ehrlich bin, noch nie verwendet :-[. mein Histogramm ist mein auge ... immerhin hat das lasern beim dock 3500 gekostet sollte schon was reisen :)
also ich check immer aufm display ob das past oder nicht