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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : UMFRAGE: z.b. Canon EOS 550: Megapixelwahn oder sinnvolle Pixelzahl?



Mark
08.02.2010, 15:46
So, nun ist es offiziell: Die Megapixel-Schlacht geht weiter. Canon hat ja heute seine EOS 550 vorgestellt (http://www.canon.de/About_Us/Press_Centre/Press_Releases/Consumer_News/Cameras_Accessories/EOS_550D_Press_Release.asp) - eine Einsteiger-DSLR mit unfassbaren 18 (in Worten Achtzehn!) Megapixeln - macht das Sinn?

Benno Steuernagel-Gniffke
08.02.2010, 16:05
Tja, bei der Zielgruppe der Einsteiger ist es natürlich noch nicht angekommen, dass der Pixelwahn eher abträglich ist.

Somit haben sich bei dieser Zielgruppe die Marketingleute durchgesetzt, und die Ingenieure waren wohl zumindest froh, dass sie Arbeit haben.

Mango
08.02.2010, 17:05
Mehr als unnötig, aber für viele Einsteiger ist das mehr so "boah cool 18MP, die macht damit bestimmt bessere Bilder als die 500D mit nur 15MP" ;D

Anonym041
08.02.2010, 17:15
Die Anzahl Pixel ist wie eine PS Angabe und für den Einsteiger und "NixRaffUser" wichtig!

Das ein 450PS Fahrzeug (Radlader) nicht zwingend schneller sein muss als ein 45PS PKW (Corsa), das wissen nur die eingeweihten.

Ich persönlich - spreche da aber nur für mich - finde es quatsch und bin sehr froh das aus meinen Cams die alle 12 MP haben so gute Ergebnisse rauskommen die auch 1x2m Prints ermöglichen!

winnix
08.02.2010, 17:44
Vor 6 Monaten hätte ich mit "10 - 14 Megapixel reichen locker aus! " gestimmt, also seit ich die 7D habe sehe ich das anders. Ich liebe die 18mio Pixel, weil sie wirklich schärfere Bilder bzw. mehr Spielraum beim cropen bringen und ich möchte kein Pixel weniger haben.

cveith
08.02.2010, 17:48
mir reichen meine 10 MP voll und ganz aus ;)

Aber selbst zu den 4MP zeiten haben wir die Bilder auf Din A0 gedruckt. Also who cares. Irgendwann wird halt die Pixeldichte zu hoch, die Zerstreuungskreise zu klein und dann siehts halt scheisse aus ;)


Bei ner neuen Kamera würd ich mich aber mit dem mehr an Pickeln abfinden. Vorausgesetzt die Bildqualität stimmt noch.

winnix
08.02.2010, 18:05
Nur kurz zur Verdeutlichung was ich meine, das 2. Bild ist ein Ausschnitt vom Ersten.
Das Objektiv ist das 15-85.
2515925160

AndreasB
08.02.2010, 18:21
Ich glaub,

die mehr an MegaPixel bei den Einsteiger-DSLRs sind einzig und allein der Marketingabteilung geschuldet. Das sind dann die Zahlen die man dann ganz groß gedruckt in den Prospekten von Media, Saturn, etc. liest. Aber wahrscheinlich muss hier wirklich an die Zielgruppe gedacht werden und die lassen sich wohl nicht mit den gleichen Argumenten wie bei den einstelligen locken.

Mal kurze Zahlenspielerei wenn die 1Ds Mk III die gleiche Pixeldichte wie die 550D hätte wären das ca. 47 MegaPixel. Und wenn dat so jut wäre, dann hätte die dat auch!

Walter Schulz
08.02.2010, 19:12
Derselbe Pixelanzahl wie bei der 7D, von daher verstehe ich nicht, warum die Frage jetzt aufgeworfen wird.

Ciao, Walter

PeterBa
08.02.2010, 22:18
Anders gefragt, warum sollen 18MPix an einer Einsteigerkamera keinen Sinn machen?
Ich habe mir heute (8.2.10)Abend mal die Forenlandschaften bezgl. der 550D angesehen. bei der fc genau so wie hier relativ ruhig, im DFORUM etwas mehr Leben und im blauen Forum verkloppen sie sich fast. Warum? Wegen 18MPix und der Frage, ob dies sinnvoll ist.
Betrachten wir es mal von einer anderen Seite: die wenigsten Käufer dieser Kameras sind in Internetforen zu finden. Die machen nämlich eines: die kaufen sich ein aktuelles Einsteigermodell mit Kit-Linse - fotografieren - und freuen sich dabei. Keine rede von zu vielen Pixeln, oder Frontfocus oder sonstwas.
Für diese Zielgruppe, das ist der Massenmarkt ist diese Kamera geschaffen (Die Nachfolger werden noch mehr MPix haben)
Warum: Weil sich große zahlen besser verkaufen lassen.

Wir, die engagierten Amateure schimpfen, fluchen auf die vielen Pixel aber ändern können wir nichts daran.

Was hat Canon gemacht. sie sind sich ihrere Philosophie treu geblieben und haben eine leicht getunte kamera neu auf den Markt gebracht. Und ich verrate nichts neues, wenn auch dieses Modell Erfolge feiern wird. Nächstes Jahr wird über die MPix der 60D, der 7D MKII , die der 5D MKIII usw, gewettert.


Aber, stören uns die vielen Pixel wirklich beim Fotografieren?

Mark
09.02.2010, 06:58
Aber, stören uns die vielen Pixel wirklich beim Fotografieren?

Grossartige Frage!!!!

elastico
09.02.2010, 08:18
Am Wochenende meinte ein Bekannter zu mir: "Ist das nicht großartig? Hier sind 12 megapixel drin. Guck mal die Bilder, Super oder?" - er meinte sein neues Handy und zeigte mir Fotos auf eben diesem Handy-Display. Dass dieses Display nicht einmal annähernd 12MP darstellen kann (das schafft nicht mal der Monitor am Rechner) ist ihm zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bewusst. Er freut sich einfach über die superscharfen Fotos.

Ja, für ein Handy waren die Bilder wirklich nicht schlecht. Aber die wären natürlich auch mit 6MP oder 3MP (bei gleicher Optik) exakt genau so gut gewesen, vielleicht sogar besser weil noch kürzere Belichtungszeiten möglich gewesen wären ohne zu rauschen. Wer weiß.

Ihn interessiert so etwas aber überhaupt nicht und ich habe mir Erklärungen gespart. Ich habe mich mit ihm über die tollen Fotos gefreut.
DAS ist die Zielgruppe für diese Kameras. Meine einzige Angst ist, dass Canon diesen Trend auch in der höheren Preisliga weiter treibt. Nichts dagegen, wenn die Bilder rauscharm bei hohem ISO bleiben ohne Details durch Glättungen zu verlieren. Aber da wird irgendwann physikalisch einfach Schluss sein.

Viele Megapixel stören beim Fotografieren z.B. dann, wenn die Speicherkarten zu schnell voll werden (muss man immer größere Karten kaufen) und die Platten immer schnell voll werden (wieder größere kaufen) und man nicht mehr weiß wie man das alles sichern und archivieren soll... und man immer schnellere Rechner zum bearbeiten benötigt...

Papa1941
09.02.2010, 09:24
Ich denke mal, das ist insgesamt der Lauf der Zeit: Immer höher, schneller, weiter, usw....
Als ich vor knapp 30 Jahren meinen ersten Rechner kaufte (Commodore C64) da hatte man 32kByte Arbeitsspeicher. Es gab 8-Zoll- später 5-1/4-Zoll- dann 3-1/2-Zoll Disketten. Preis ca. 1 DM/MByte - heute 100stel Cent (wenn ich richtig gerechnet habe). Und mit einem Betriebssystem der ersten Stunde wäre heute niemand mehr zufrieden.
Im Prinzip machen wir doch alle mit, egal ob es die PCs, die Kameras, Autos, Urlaubsreisen, usw. sind. Und seien wir mal ehrlich: Zu allen Zeiten gab es immer wieder die Ansicht "Nun ist es aber genug. Mehr darf nicht sein." Usw... usw... Heute schmunzeln wir darüber, wieso bei der Einführung der Eisenbahn Meinungen geäußert wurden, dass die hohe Geschwindigkeit zu Gesundheitsstörungen führen würde - und, was ist passiert: NULLKOMMANIX.
Wir lieben alle unser (auch technisches) Hobby und befeuern den Thread "Zeigt her eure neueste Anschaffung". Na klar hat die 3- bis 4-Megapixel-Kamera schöne Fotos gemacht, aber dabei stehen geblieben ist keiner von uns, oder ??

zoz
09.02.2010, 09:42
Ob eine Kamera 12,15 oder 18 Megapixel hat ist doch eigentlich in jeder Beziehung ein marginaler Unterschied. Das die neue Einsteiger-Kamera von Canon immer die selbe Auflösung bekommt wie die aktuelle Amateurkamera ist doch bisher auch immer so gewesen, oder?
Eigentlich kein Grund sich überhaupt damit zu beschäftigen.*Angel*

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Canon überhaupt keine Sensoren mit geringerer Auflösung mehr herstellt. Die Kameras mit anderen Chips werden nur noch vom Lager verkauft, und wenn das alle ist kommt der Nachfolger, in den dann der dann aktuelle Chip verbaut wird.

Als ich vor 5 Jahren meine erste DSLR angeschafft habe hatten die aktuellen Crop-Modelle 8MP jetzt haben sie 18MP. Die Pixelzahl hat sich also in 5 Jahren etwas mehr als verdoppelt. Wenn ich das mit der Entwicklung von Speicherkarten- Festplattengrößen vergleiche, mache ich mir da auch beim Abspeichern keine Sorgen.;)

Ich konnte auch bisher bei keiner DSLR durch die Erhöhung der Pixelzahl eine Verschlechterung der Bildqualität feststellen. Zudem bieten die aktuellen DSLRs auch die Möglichkeit eine verringerte Auflösung als RAW abzuspeichern.

JürgenS.
09.02.2010, 09:55
Na ich das so, im Grunde stimmt das schon. Je mehr Pixel da sind, desdo besser. Ich beschneide ja auch mal mein Bild, und da will ich auch noch reserven haben um entsprechend zu vergrößern.
ABER: Es muss gewährleistet sein, dass die Qualität mit der Pixelzahl steigt. (oder zumindest gleich bleibt) Wenn sich durch die grüßere Pixeldichte die Qualität leidet, bringt es nichts. Da wären weniger mehr. Das ist für mich der Ausschlaggebende Punkt. Qualität. Dateigröße finde ich Nebensächlich (bei den heutigen Preisen für Speicher) Außerdem bin ich der festen Überzeugung, das Möglichkeiten für eine bessere Kompremierung gefunden werden, wo die Bildqualität nicht leidet.

seelenfaenger
09.02.2010, 12:11
Moin!
Als ich mit dem Wunsch schwanger war mir eine DSLR zu kaufen (und diese Schwangerschaft war eine lange welche) war für mich wichtig das
a) Die Kamera einen Vollformat Sensor hat, da ich ursprünglich meine alten Objektive weiterverwenden wollte
b) Die Auflösung so hoch war das genauso viel Bildinformationen gespeichert werden wie ich sie vorher auf einem Negativ zur Verfügung hatte. Zur damaligen Zeit hatte ich die Info das dafür ein ca. 12 Megapixel Sensor benötigt wird.

Was aus der Schwangerschaft wurde? Nun besitze ich eine Kamera mit 21 Megapixeln, habe ein neues Objektiv, habe einen Riesenspass mit dem Teil und lerne das Fotografieren (+ das HD Video filmen und schneiden) von vorne weil ich dieses Monster erstmal bändigen muss ;-) Ich bin das was man als ambitionierten Hobbyknipser bezeichnen würde. Für mich war die Pixel Zahl solang sie über den 12 Megapixeln war Jacke wie Hose. Nun stelle ich fest das ich eine unheimliche Flexibilität durch das mehr an Pixeln habe (anderer Beschnitt etc.). Ich kann mehr ausprobieren und mit dem Gerät spielen. Solange also das Mehr an Pixeln nicht auf Kosten der Qualität geht denke ich ist das auch in den Einsteigermodellen durchaus legitim und ermöglicht auch einem Einsteiger diese Flexibiltät die dieses Hobby noch schöner macht.

Kommt man ins grübeln wenn man sieht wie langsam die Einsteigermodelle in Regionen vordringen die vorher durch die teuren Geräte belegt wurden von denen man selber eines zu Hause liegen hat? Natürlich fragt man sich ob man vielleicht zu früh gekauft hat, ob man nicht besser bedient ist mit einem kleineren Gerät das günstiger ist.

Solche Gedanken kommen einem in jedem Bereich wieder der von technologischem Fortschritt getrieben ist. Und wenn ich dann meine damalige Einsteiger EOS 300 in die eine Hand nehme und in der anderen die Verarbeitung der EOS 5D II spüre dann weis ich das ich noch lange Spass mit diesem Gerät haben werde und sich deswegen der Kauf auch schon gelohnt hat.

Just my 2,5 Cent;-)


der seelenfaenger

P.S.: Ich denke auch das ich noch weiter Spass mit meiner alten EOS 300 (ohne D!) haben werde. Den einen oder anderen Film werde ich wohl immer mal wieder verknipsen ;-)

frapa
11.02.2010, 23:35
Bei höherer Pixeldichte hat man doch den Verdacht das Rauschen nimmt zu. Das Gegenteil ist aber eingetroffen, modernere Kameras haben damit immer weniger Probleme.
Selbst die ISO Werte gehen mitlerweile in den 6stelligen Bereich.
Das wäre zu Analogzeiten Utopisch gewesen, man wäre für Verrückt erklärt worden!

Fazit, solange die Hersteller alles technische im Gleichgewicht halten, ist mir die Anzahl Pixel Latte.

Fear
21.02.2010, 15:15
Ich persönlich halte mich meist aus den Megapixeldiskussionen heraus, da es einfach niemals ein Ende nehmen wird. Es gibt einfach 2 Lager die einen freuen sich über mehr Pixel, die anderen wollen weniger. Ich gehöre zu denjenigen die sich über mehr Megapixel freuen. Jedoch würde ich jetzt wegen 3 Megapixeln nicht gleich den Body wechseln ;) .

Aber ich will natürlich auch meine Aussage begründen.
Zu allererst verstehe ich nicht warum zB 18MP oft in der 100% Ansicht mit 10MP in der 100% Ansicht verglichen werden. Dieser Ansatzpunkt kann nur zu falschen Ergebnissen führen. Entweder man rechnet die 18MP erst runter auf 10MP und nimmt dann die 100% oder vice versa die 10MP rechnet man auf die 18MP hoch. Erst hier stimmt in etwa das Ergebnis.
Nun warum ich mich über das mehr an Pixeln freue liegt schon auf der Hand... mehr Freiheiten ich kann das Bild nehmen und um eine entsprechende Qualität zu erziehlen rechne ich einfach auf 12, 15 oder jede andere Megapixe Zahl runter die ich benötige und habe meist das bessere Ergebnis wie ein Bild einer Kamera die von vorne herein nur 12MP liefert.
Zum anderen bleibt recht viel Reserve um ein Bild später noch vernünftig beschneiden zu können um es dann trotzdem noch in einer angenhemen Grösse auszudrucken.
Zu guter letzt wenn ich mich nun entscheide, ein 18MP Bild auszudrucken erhalte ich mit 70Ddpi was die meisten Druckereien verwenden, eine grösse von ca 2Meter Breite und etwas mehr als 1Meter höhe. Um dieses Bild als ganzes zu Betrachten, muss ich mindesten 2 Schritte zurücktreten und dabei sehe ich kein Rauschen mehr.
Ich möchte auch behaupten, daß niemand an ein Bild an der Wand herantritt, um dann die Pixel und deren Rauschen zu bemängeln. Zumindest gibt es die nicht in meinem Bekannten und Kundenkreis.

für mich gilt also: Immer her mit den Megapixeln, ich werde sie schon gut unterbringen.
Jedoch muss ich hier frapa zustimmen, das ganze gilt nur solange sich alles in der Wage hält.

HolgerT
22.02.2010, 13:53
Nur kurz zur Verdeutlichung was ich meine, das 2. Bild ist ein Ausschnitt vom Ersten.
Das Objektiv ist das 15-85.
2515925160

Ich frage mich nur, wie toll das Bild geworden wäre, wenn du gleich den richtigen Ausschnitt genommen hättest. Verstehe mich nicht falsch - ich finde einen Pixel-Puffer zum Crop nützlich, aber was bringt es dir im echten Leben WIRKLICH? Denkst du, dass du diese Pixelzahl im Real-Life wirklich nutzt? Vielleicht hast du nur 2qm-Bilder zuhause...
Vor meinem Umstieg auf Nikon hatte ich eine 1Ds Mk3. Eine tolle Kamera mit 21MP. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei einem der etwa 20000 Bilder in die Verlegenheit gekommen wäre, auf die Pixelmasse beim Crop angewiesen gewesen zu sein, um noch ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich bei der Bilderstellung heftige Fehler gemacht.

HolgerT
22.02.2010, 13:57
Betrachten wir es mal von einer anderen Seite: die wenigsten Käufer dieser Kameras sind in Internetforen zu finden. Die machen nämlich eines: die kaufen sich ein aktuelles Einsteigermodell mit Kit-Linse - fotografieren - und freuen sich dabei.
Du bringst es auf den Punkt: 18 MP mit einer KIT-Linse. Jeder mag so viele MP haben wie er will, aber was nutzen mir 18MP mit einer eher schlechteren Linse? Das Bild wird bei SO einer Kombination wegen der MP nicht besser oder gar schärfer.
Ich behaupte, dass sich viele der Käufer in diesem Segment erst im zweiten Schritt darüber Gedanken machen, dass sie nun größere Festplatten und schnellere Rechner brauchen - ganz abgesehen von einer Datensicherung :)

zoz
22.02.2010, 14:24
Ich frage mich nur, wie toll das Bild geworden wäre, wenn du gleich den richtigen Ausschnitt genommen hättest. Verstehe mich nicht falsch - ich finde einen Pixel-Puffer zum Crop nützlich, aber was bringt es dir im echten Leben WIRKLICH? Denkst du, dass du diese Pixelzahl im Real-Life wirklich nutzt? Vielleicht hast du nur 2qm-Bilder zuhause...
Vor meinem Umstieg auf Nikon hatte ich eine 1Ds Mk3. Eine tolle Kamera mit 21MP. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei einem der etwa 20000 Bilder in die Verlegenheit gekommen wäre, auf die Pixelmasse beim Crop angewiesen gewesen zu sein, um noch ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich bei der Bilderstellung heftige Fehler gemacht.

Bei 21MP und "nur" 240ppi für eine Ausbelichtung komme ich nur auf A2 und nicht auf 2m²
Ja, ja man kann auch mit 4MP sehr schöne A2 Prints machen aber der Unterschied ist in einem direkten Vergleich durchaus sichtbar.

Auch ich bräuchte wahrscheinlich für 99% meiner Bilder keine zweistelligen Megapixel. Aber ich sehe halt auch keinen Nachteil für mich, dass die Kamera mehr kann. Und es gibt ab und an mal eine Gelegenheit wo ich dann alles brauche was die Kamera hergibt. Und wenn das nur ein Bild ist hat es sich für mich gelohnt...

BTW. Viel Auflösung kann man nicht nur für Crops und große Prints gut gebrauchen, sondern z.B. auch bei starken perspektivischen Korrekturen, wo man schnell mal lokal die Auflösung halbiert.

HolgerT
22.02.2010, 14:26
Ich will nicht unerwähnt lassen, dass es durchaus Anwendungsbereiche gibt, die 18MP und mehr verlangen. Alles, was in den Fine-Art Druck geht zum Beispiel. Dort wird mit mehr als 72DPI gedruckt und wenn man ein größeres Bild haben will, braucht auch mehr Megapixel. Allerdings fürchte ich, dass wir mit unseren "kleinen" DSLRs schlicht einpacken können und die Kollegen mit den Hasselblads und den 40+ Megapixel auf die Bühne treten.

Ich habe in meinem Büro ein selbst erstelltes Panorama in 160x60cm hängen. Die gestitchte und beschnittene Datei hatte eine Größe von etwas mehr als 63MP: 94-Dead-Vlei on Flickr - Photo Sharing! (http://www.flickr.com/photos/travel-pictures/2245375178/) Mit weniger Pixeln wäre der Ausdruck bestimmt nicht so gut geworden :)

PeterO.
22.02.2010, 14:31
Moin Holger,


(...)Ich behaupte, dass sich viele der Käufer in diesem Segment erst im zweiten Schritt darüber Gedanken machen, dass sie nun größere Festplatten und schnellere Rechner brauchen - ganz abgesehen von einer Datensicherung :)

Sehe ich genauso, und man sollte auch an einen gescheiten Bildschirm denken. Denn mehr Spass bei der EBV schlägt sich sicherlich auch in den Ergebnissen wieder.

Walter Schulz
22.02.2010, 14:50
Alles, was in den Fine-Art Druck geht zum Beispiel. Dort wird mit mehr als 72DPI gedruckt

[...DELETED...]

Oh, Murks. Brille nicht aufgehabt und 720DPI gelesen. Schaem ...

Ciao, Walter

winnix
22.02.2010, 15:06
Hallo Holger,
ich hab doch gleich den richtigen Ausschnitt genommen. Natürlich habe ich und wollte ich den Kopf fotografieren und nicht nur das Auge, ich denke das hat auch jeder verstanden und deine Frage ist nur rhetorisch ;)
Nun, bei der Frage wieviel, ich nenne es mal "Vergrößerungereseve" , ich brauche war ich schon immer etwas anspruchsvoller. Zu analogen Zeiten hab ich mit einer Canon A1 und mit diversen Fremdobjektiven begonnen, dann folgte schnell das eigene Fotolabor, dann flogen ganz schnell die Fremdobjektive raus, dann kam eine Mamiya 645 in's Haus und schließlich eine RZ67. Die Qualität hat mir dann gefallen, das Handling und Gewicht nicht. Der Kompromis war dann also die A1 + Canonobjektive + Ausbelichten im eigenen Labor. Jetzt kann ich es einfacher haben, 7D bietet mir die "Vergrößerungereseve" wie ICH sie mir wünsche und das bei geringen Gewicht einfachem und schnellen und auch noch zu einem akzeptablen Preis.
Die Frage nach dem was man WIRKLICH braucht stellt sich doch in der heutigen Zeit erfreulicher weise nicht wirklich und wenn dann müssten wir alle mit billig Autos rumfahren, damit kommt man auch zur Arbeit oder S-Bahn, wir könnten alle viel billiger im Wohnwagen oder Zelt leben als in einer schönen Wohnung oder einem Haus. Es gibt da eine Menge was man unter dem Begriff Lebensqualität zusammen fassen kann. Warum sollte ich dann bei meinem Hobby Kompromisse eingehen wenn es anderes auch geht?
Ich freue mich an schönen Bildern und wenn Sie dann richtig scharf sind freue ich mich noch mehr8)


Ich frage mich nur, wie toll das Bild geworden wäre, wenn du gleich den richtigen Ausschnitt genommen hättest. Verstehe mich nicht falsch - ich finde einen Pixel-Puffer zum Crop nützlich, aber was bringt es dir im echten Leben WIRKLICH? Denkst du, dass du diese Pixelzahl im Real-Life wirklich nutzt? Vielleicht hast du nur 2qm-Bilder zuhause...
Vor meinem Umstieg auf Nikon hatte ich eine 1Ds Mk3. Eine tolle Kamera mit 21MP. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich bei einem der etwa 20000 Bilder in die Verlegenheit gekommen wäre, auf die Pixelmasse beim Crop angewiesen gewesen zu sein, um noch ein ordentliches Ergebnis zu bekommen. Wenn dem so gewesen wäre, hätte ich bei der Bilderstellung heftige Fehler gemacht.

winnix
22.02.2010, 15:11
Wenn du das so siehst hättest du mal die 1Ds Mk3 behalten sollen;D, mit der kann man mit dem analogen MF ganz gut mithalten (mindestens).

... Allerdings fürchte ich, dass wir mit unseren "kleinen" DSLRs schlicht einpacken können und die Kollegen mit den Hasselblads und den 40+ Megapixel auf die Bühne treten.

HolgerT
22.02.2010, 18:41
Der Grund, wieso ich mich von Canon gelöst habe, lag nicht an der 1Ds, sondern an der 1D3 und meinen Erfahrungen mit dem Canon-Service. Ich mag lieber 12MP superscharfe Bilder als 10MP (1D3) Matsche. Das ist allerdings ein anderes Thema und gehört nicht in diesen Thread.

Wenn du das so siehst hättest du mal die 1Ds Mk3 behalten sollen;D, mit der kann man mit dem analogen MF ganz gut mithalten (mindestens).

HolgerT
22.02.2010, 18:46
Ich gebe ja gerne zu, dass ich mich auch nicht so einfach von dem Megapixelwahn lösen kann. Ich habe mir sehr genau (und reiflich und lange) überlegt, ob ich von 21MP auf 12MP zurückgehen soll.
Bis zuletzt habe ich mit der Nikon D3x geliebäugelt, habe aber (ausnahmsweise!) die Vernunft siegen lassen, denn in dem Segment verbrennt man in zu kurzer Zeit zuviel Geld.

Bei den kommenden Kameragenerationen würde ich mehr Wert auf Dynamikumfang, Rauschverhalten und Autofokusgenauigkeit legen als auf Megapixel, auch wenn ich weiß, dass mein erster Blick immer Richtung MP gehen wird (ich bin auch nur ein Mann :) )

Jedenfalls wünsche ich allen viel Spaß mit euren Kameras, egal, welche es sind.

Grüße,

Holger

Papa1941
22.02.2010, 21:45
Ich habe mal bei 10-14 MPix votiert.
Für das, was ich mache haben mir auch immer die 6 MPix meiner EOS 10D gereicht und das würde auch heute noch genügen.
Trotzdem bin ich über die 40D zur 7D gelangt. Die hat 18MPix und ich freue mich dran.
Wechselgründe waren aber niemals die erhöhte Pixelzahl, sonderen andere Dinge: z.B. dass ich das EFS 10-22 verwenden wollte (was an der 10D nicht ging); das brachte mich zur 40D.
Und jetzt, beim Wechsel zur 7D waren es das bessere Display, der veränderte AF, der 100-Proz.-Sucher und der erweiterte ISO-Bereich. Das Mehr an Megapixel war da halt dabei und es hat mich weder gestört noch habe ich es als nachteilig empfunden.
Mal schauen ob und wie es weitergeht. Falls eine 5D Mk? mit Vollformatsensor und sonstigen Features wie die 7D kommen sollte, würde ich wiederum ensthaft ins grübeln kommen. Und ob die dann vielleicht nochmehr Mpix hätte, würde mich eher weniger interessieren!
Alter schützt vor Torheit nicht - *psst*

4ever-pinguin
23.02.2010, 08:39
Hallo Freunde

Das für die Speicherung der Daten(18MP) mehr Platz braucht ist wohl klar. Aber das ist doch heute kein Argument. Die Festplatten werden grösser und billiger.
Rechnet man die 18Mp hoch auf Vollformat so kommt man höher als die 1DS Megapixel hat.
Können die Objektive das noch auflösen?
Irgendwann stösst man doch an die Grenze.
Im Netz gibt es ein Auflösungstest zwischen der 40D(10MP) und 50D(15MP). Die 50D sollte also um 50% besser sein ist es aber nur um ca 10- 20%
Die Kompacktkamera besitzer wissen das. Alte 5MP Kamera machen das brilliantere Foto als die neuen mit 12 MP.

Da die meisten an der 550D nur mit dem Standartobjektiv 18-55 fotografieren, wird das Objektiv wohl überfordert sein

Gruss

Thomas W.
23.02.2010, 22:51
Hi,

ich halte an einer Cropkamera 10-14 MP als vollkommen ausreichend, an VF darf es ruhig zwischen 16 und 20 MP sein.

Ein geringeres Rauschen und eine höhere Dynamik halte ich persönlich für wichtiger und erstrebenswerter als die ständige Erhöhung der Pixelanzahl.

5d-toni
27.02.2010, 22:06
Ich glaube, hier wird viel zu sehr fotografisch argumentiert. Der eigentliche Grund, nun eine Einsteigerkamera mit 18 MP zu präsentieren, ist eher ein ökonomischer: Der Entwicklungskosten für einen Sensor (den der 7d) sind wahrscheinlich nicht gering, ökonomisch ist es daher sinnvoll, den Sensor in möglichst großen Stückzahlen zu produzieren, dann senken sich die Entwicklungskosten pro Gerät, und Canon macht den entsprechenden Profit. Und der Einsteiger kann gleich unter zwei Geräten wählen, ob er sie beherrschen bzw. ihre Möglichkeiten ausnutzen kann - das kann er ja meist vorher gar nicht wissen -, ist Canon wohl ziemlich shietegal.

robdecologne
27.03.2010, 13:55
IMHO: Mehr Pixel und eine entsprechende Qualität der Optik vorausgesetzt bieten mehr Pixel mehr Spielraum - beim Croppen usw. Aber kaufentscheidend ist das Gesamtpaket. Deswegen hab' ich auf die 7D schon länger ein Auge geworfen. Nun kommt die 550 D daher und bietet den größten Teil der inneren Werte der 7D für weniger als die Hälfte.
Kann man dieses Gerät wirklich als Einsteigerkamera werten? Nur weil es deutlich unter 1 k€ liegt? Ich denke nicht, Einsteiger werden die Features kaum nutzen und greifen eher zu Paketen um oder unter 500 €.
Fazit: Die 550 D ist eine Kamera für den engagierten Hobbyisten und ein Hinweis darauf, dass der übliche Preisverfall der Halbleitertechnologien nun auch die DSLR-Szene erreicht hat. Die Preis-Segmente werden neu und nach unten definiert. Als User kann es mir nur recht sein, wenn hochwertige Technik günstiger wird.