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Macht es Sinn die CR2 in DNG zu wandeln? Welche Vorteile und Nachteile seht ihr dabei? Dreht sich hier bei alles um Lightroom.
Geändert von mdpeter (05.12.2011 um 14:38 Uhr)
Gruß Peter






Die Idee hinter DNG ist ja (wenn ich das richtig verstanden habe) ein einheitliches RAW-Format zu haben.
So konvertierte RAWs können dann von Entwicklersoftware geöffnet werden, die die spezielle Kamera nicht unterstützen (CR2 ist ja auch bei jedem Kameramodell anders und alte Konverter unterstützen neue Kameras nicht.)
Jetzt die RAW Daten in DNGs zu wandeln macht imho nur Sinn wenn man jetzt eine Software hat, die das eigene Kameramodell nicht unterstützt aber DNGs.
Als zum Beispiel damals die Entwicklung des RAW-Shooters eingestellt wurde, und dieser meine neue Kamera nicht mehr unterstützte habe ich überlegt meine RAWs vor der Entwicklung in DNGs zu wandeln um ihn weiter nutzen zu können. Ich habe mich dann aber doch für eine neue Software entschieden um diesen extra Schritt nicht machen zu müssen. Ähnlich ist es wenn man z.B. eine ältere Version von Photoshop benutzt.
Angst, dass irgend wann eine aktuelle Software alte RAW-Formate (die früher mal verbreitet waren) nicht mehr unterstützt habe ich ehrlich gesagt nicht. Wenn das dann doch mal irgend wann eintreten sollte wird es sicherlich ein Konvertierungstool geben, denn es gibt ja unmengen von Leuten die dieses Format genutzt haben. Ich fürchte allerdings, dass die Konvertierung der Daten dann nicht an den richtigen Tools oder Dateiformaten scheitern wird sondern an der Lesbarkeit von Datenträgern...
Dass in dieser fernen Zukunft die Software DNGs nicht unterstützt halte ich für genau so wahrscheinlich wie bei CR2...![]()
Grüße!
Steffen
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FARBE ist nicht nur überbewertet, sie ist eine Illusion!






Dng ist ein von Adobe entwickeltes Format. Ich denke, daß das Ziel der Entwicklung war, ein universelles Dateiformat für Rohdaten zu schaffen. Universalität hat aber auch mit Akzeptanz zu tun. Und diese Akzeptanz ist in meinen Augen noch nicht gegeben. Es gibt zwar Kameras, die dng-Dateien erzeugen, viele sind es aber nicht. Die proprietären Formate, wie zum Beispiel CR2, werden hier eindeutig von den Herstellern noch bevorzugt.
Wenn dng nicht direkt aus der Kamera herauskommt, bleibt also nur die Umwandlung vom proprietären Dateiformat nach dng. Ob das Sinn macht, hängt davon ab, was man damit erreichen will.
Dng wird haupsächlich damit beworben, daß es ein offenes Format ist, welches unabhängig von den Formaten der verschiedenen Hersteller quasi plattformübergreifend existiert. Durch diese Universalität soll Datensicherheit auf lange Zeit gewährleistet sein. Wenn ein proprietäres Format einmal von einer Software nicht mehr unterstützt wird, ist immer noch dng vorhanden.
Mit dieser Einschätzung bin ich persönlich nicht einverstanden. Wenn mein aktuelles CR2 von der Software nicht mehr unterstützt wird, dann taugt die Software nichts und ich schmeiss sie weg. Ich erwarte von einer Fotosoftware, daß sie alle Rohdatenformate unterstützt und zwar auf lange Zeit.
Ich kann mir nur einen einzigen Grund vorstellen, dng zu verwenden und zwar, wenn ich vorhabe, in die Rohdaten, also in dem Fall in die dngs, Metadaten zu speichern. Das ist mit CR2 zwar auch möglich, aber nicht ganz unkritisch. Wenn ich allerdings so etwas mache, dann bevorzuge ich es, die Rohdaten nicht anzutasten, sondern sidecare-files zu verwenden.
Warum also sollte ich CR2 nach dng wandeln wollen? Mir fällt kein für mich überzeugendes Argument ein.
Aus meiner Kamera kommen CR2-Dateien und das sind die Originale. Konvertiere ich ein Original in etwas anderes, dann ist das Ergebnis nicht mehr das Original. Lossless oder nicht, es ist nicht mehr das Original. Und wenn ich etwas archiviere, dann archiviere ich nur das Original und nicht irgend eine Umwandlung. Auch wenn diese Umwandlung verlustfrei ist, dann bedeutet das noch lange nicht, daß sie auch umkehrbar ist, daß ich also die Originaldatei daraus wiederherstellen kann.
Soweit ich weiß, ging bei früheren dng-Versionen einiges wenige flöten, nicht von Bild, sondern von den Daten, die der Hersteller zum Bild dazuschreibt. Warum also soll ich umwandeln?
Und sollte einmal doch die Situation eintreten, daß CR2 nur noch als verlöschender Stern am Himmel existiert, dann habe ich immer noch Zeit genug, meine Daten in ein dann lesbares Format, das nicht zwingend dng sein muß, zu konvertieren. Warum also sollte ich jetzt schon umwandeln?
ich hab mir vor einiger Zeit den Luxus geleistet, und einige Bilder nach dng konvertiert, unkomprimiert natürlich. Als ich die gewandelten Bilder dann öffnete, stellte ich fest, daß sie etwas anders aussahen als das Original, nicht viel, aber doch so, daß es mir auffiel. Vielleicht wars nur eine Einstellungssache, aber ich habe verschiedene Konverter ausprobiert und überall diese Unterschiede zwischen Original und Kopie. Warum also sollte ich nach dng umwandeln wollen?
Um das geschriebene zusammenzufassen: Ich arbeite nur mit den originalen Rohbilddateien und diese Dateien sind es auch die archiviert werden. Bei dng habe ich kein gutes Gefühl.
Edgar
Ich freue ich mich über jeden Kommentar zu den Bildern, die ich hier zeige. Diese Bilder dürfen selbstverständlich auch bearbeitet und im selben Thread wieder hochgeladen werden.






Genau, geworben wird von Adobe so damit.
Es ist ja nun aber nicht so, dass die Formate der Kamerahersteller, zumindest was den Bildinhalt angeht, Geheimnisse wären. Wie man daraus die Bilder Extrahiert ist ja afaik allgemein bekannt, sonst könnten die diversen Programme keine RAWs entwickeln.
Und die Informationen die in den RAWs enthalten sind, die der Hersteller nicht preis gibt werden auch in einem daraus gewonnenen DNG nicht enthalten sein. Das offene DNG kann also nur die Daten enthalten die auch beim CR2 offen sind...![]()
Geändert von zoz (05.12.2011 um 23:53 Uhr)
Grüße!
Steffen
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So isses. Die meisten Informationen rund um die diversen RAW-Formate sind ja bekannt, ernsthafte Versuche, Teile davon zu verschleiern, gab's meines Wissens nur mal seitens Nikon, die die Informationen zum Weissabgleich (IIRC) in den NEFs verschlüsselt haben.
Zu DNG sollte man wissen, dass es erstmal auch nur ein Containerformat ist (so wie viele Videoformate). Trotz Wunsch nach Standardisierung erlaubt es viele Freiheiten und Variationen, was den Inhalt angeht. Wirklich standardisiert sind DNGs nur dann, wenn man den ursprünglichen RAW-File in das DNG-eigene Format wandelt. Dabei gehen zum Teil Informationen verloren. Man kann die ursprünglichen RAW-Informationen aber auch schlicht in einen DNG-File "umtopfen", sie werden dann einfach als 1:1-Kopie in der DNG angehängt. Dann kann man es aber auch gleich lassen, schliesslich ist damit noch nichts gewonnen.
Das erklärt z.B. warum der selige RAWShooter nicht pauschal mit DNG-Dateien zurecht kam, sondern nur mit DNGs aus RAWs bzw. Kameras, die er ohnehin unterstützte (stand damals so in den Release-Notes). DNG ist also noch lange nicht DNG.
Ich sehe es genauso wie Steffen, man sollte sich darüber erst dann Gedanken machen, wenn man auf Software stösst, die die älteren RAW-Formate nicht mehr unterstützt. Da die meisten Formate bzw. die Unterstützungen dafür weit verbreitet sind (die allermeisten sogar in freier Form, siehe dcraw), dürfte das noch einige Zeit dauern. Sich schon jetzt die Mühe aufzulasten, alle Bildbestände zu konvertieren, nur um irgendwann einmal die Arbeit schon erledigt zu haben, sollte der Ernstfall tatsächlich mal eintreten, halte ich für vertane Zeit.
-- Markus
-- Nikon lens reviews, photozone.de





Danke für eure Beiträge. Jetzt weiß ich das es sich nicht lohnt in DNG zu wandeln.
Gruß Peter