Mark (01.09.2011)
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Das Männer in meinem Alter von der Analogen Photographie kommen und mit den hohen ISO-Werten ihre Probleme haben leuchtet ein.
Aber was oder ab wann beginnt der hohe ISO Wert??
Z.B. hat die Canon 60D eine Funktion " Tonwertpriorität".
In einem Fachbuch heißt es ( Text kurz zusammen gefasst) :
Dadurch gewinnt das Bild an Dynamik von 8-9 Lichtwerten und erreicht durchaus das Niveau durchschnittlicher Analogfilme.
Nachteil im hohen ISO-Bereich kommt es verstärkt zum Rauschen usw.
Mit eigeschaltener Tonwertpriorität ist nur noch der ISO Bereich 200-6400 möglich.
Um nicht in einen solchen " Verrauschten Bereich" zukommen versuche ich immer einen niedrigen Wert " ISO 100" vorzugeben, mein Nachteil ich habe unwiederbringliche Fotos vom Duschen unter einem " Urwald-Wasserfall" verwackelt"
da meine offenste Blende 4" war bei einer 20stel Sek.
So für den nächsten Urlaub will ich vorbeugen.
Ab wann beginnt jetzt im elektronischen Zeitalter ein hoher ISO Wert??
Gruß aus dem schönen Vierkirchen
Alfred

Ab da, wo es merklich rauscht..
Das fängt bei ner D700 erst bei ISO1600 an, bei ner D200 bei 400..
M.
Mark (01.09.2011)






Das hat Maddin eigentlich gut auf den Punkt gebracht. Ich würde ein paar Testfotos mit unterschiedlichen ISOs machen und dann gucken, wo für dich das Rauschen nicht mehr erträglich ist. Meine persönliche und subjektive Meinung: Die Bridgekamera war jenseits der 100 nicht mehr zu gebrauchen. Mit der D90 habe ich eine Grenze bei ca. 800 gezogen. Aber im Notfall dürfens auch mal mehr als 1000 sein.






Hallo Alfred,
mir ging das Anfangs auch so, als ich in die digitale Fotografie eingestiegen bin. Und bei der ersten Bridge-Kamera war wirklich das Rauschen ab ISO 400 störend.
Bei der EOS 20D war jedoch ISO 400 gar kein Problem mehr, mit der 40D bin ich oft auf die ISO 800 gegangen. Nun mache ich in dunklen Kirchen mit der 5D II Fotos mit 1600, gelegentlich 3200 ISO. Auch bei Bühnenveranstaltungen mit Kunstlicht verzichte ich meist auf den Blitz, gehe dabei auch auf 1600 und höher um noch mit 1/60 Sek Bewegungen der Akteure halbwegs einzufrieren.
Natürlich beginnt das Rauschen eher auf den dunklen Stellen im Bild als auf den hellen. Doch, wenn z.B. ein paar Opferkerzen eine Maria-Figur stimmungsvoll beleuchten, was stört dann ein wenig Rauschen?
Jahreszeitliche Grüße aus München,
Benno
Bilder, die ich im Canikon gepostet habe, dürfen von anderen bearbeitet werden, wenn sie im selben Thread wieder hochgeladen werden.






dasMaddin bringt es auf den Punkt: Je nach Kamera kann das sehr unterschiedlich ausfallen.
Einen guten Dienst erweist hier übrigens die ISO-Automatik (ich denke, dass es sowas bei Canon auch gibt??): Hier kann ich (bei Nikon jedenfalls) einstellen, dass ich "immer" mit ISO 200 arbeite, bis das Licht nicht mehr ausreichend ist, um zum Beispiel mindestens mit 1/80 oder 1/100 (einstellbar) zu arbeiten - DANN wird der ISO-Wert bis zu einer einstellbaren Grenze hochgedreht, um grad noch die eingestellte min. Belichtungszeit zu ermöglichen. Ist auch diese Grenze ausgereizt (bei mir aktuell ISO 3200 und 1/100sec), dann geht die Belichtungszeit in die Länge.
Ich habe mich bei D700 / D3 für ISO 3200 entschieden, auch wenn man dort schon ein Rauschen sehen kann, weil ich lieber ein leicht rauschiges, als ein verwackeltes (oder gar keins) Bild habe.






Wie stark es rauscht hängt von vielen Faktoren ab:
Kamera - hier ist die stärke des Rauschens vor allem von der Größe des Sensors abhängig. Auch rauschen modernere Kameras weniger als ältere Modelle (Jpg ooc, bei RAWs ist der Unterschied meist nicht so ausgeprägt).
Belichtung - ein knapp belichtetes Bild (bzw. knapp belichtete Bereiche im Bild) rauschen stärker.
Lichtqualität (Weißabgleich)- Farbiges Licht oder Licht mit extremen Farbtemperaturen führt dazu, dass in einem Farbkanal das Signal stärker ist als in anderen, so dass die schwächer belichteten stärker rauschen.
Motiv - Motive mit viel Strukturen führen dazu, dass man das Rauschen nicht so sieht.
Workflow - z.B. in der Nachbearbeitung kann man mit entsprechenden Filtern (Raw-Konvertern) das Rauschen sehr effektiv unterdrücken. Dieses kann zu Verlusten in Details führen, was dann abzuwägen ist. Durch eine Bearbeitung mit starkem Kontrast oder bestimmte Filter (z.B. Schärfen, Tonemapping) kann man das Rauschen aber auch verstärken.
Bildgröße - Je kleiner ich das Bild ausgebe desto weniger fällt rauschen auf, und desto stärker kann man zusätzlich noch entrauschen, da der Verlust von Details nicht so auffällt.
Für einen brauchbaren 10x15 Print reicht es eigentlich immer!
Ausserdem gilt meiner Meinung nach:
Keine Angst vor dem bösen Rauschen. Zu Bildern die unter ungünstigen Lichtverhältnissen entstanden sind passt oft auch eine körnige Ausgabe.
Wenn es ganz Arg wird hilft oft auch ein Wechsel zu schwarzweiß.
Wo die Grenzen der Akzeptanz liegen muss jeder für sich selbst entscheiden, und hängt natürlich auch von der Anwendung ab. Für ein Familienfoto setze ich völlig schmerzfrei auch Iso 6400 ein und pusche das dann noch 2 EV... Soll es doch Rauschen, es geht um den Moment, nicht um technische Qualität.
Geändert von zoz (04.09.2011 um 00:07 Uhr)
Grüße!
Steffen
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FARBE ist nicht nur überbewertet, sie ist eine Illusion!





Keine Angst vor Rauschen!
Ein meiner Meinung völlig überbewerteter Punkt. Ich habe manchmal Situationen, wo es nötig ist, bei blende 2,8 sogar auf ISO werte bis 3200 zu gehen. und? die Bilder sind nicht mehr glasklar, aber ..... es ist erstaunlich, was man dann noch fotografieren kann. Wenn Bilder nicht verwackelt werden sollen, oder das Tier doch noch scharf sein sollen, dann ist ein hoher ISO Wert notwendig. wenn man das nicht will, dann soll man eben kein Bild machen.
Steffen hat es recht gut auf den Punkt gebracht.


Jetzt müssten wir erstmal dein Alter wissen...
Das ist genauso wie zu analogen Zeiten auch - es ist eine Geschmacksfrage und eine Frage der Nutzung.
Als damals der Fuji Neopan 1600 Filme herauskam gab es immer noch einige die über die "Körnigkeit" geschimpft haben.
Für mich war das nach langer Nutzung des T-max 3200 eine Offenbarung. Die Körnung war für mich ein Quantensprung, für andere einfach "untragbar".
Heute fotografiere ich mit der 5D MKII Motive mit ISO 6.400 und bin verzückt von der Qualität. Wenn ich das mit einem gepushten T-max 3200 vergleiche...
Kurzum - das musst du schon selber herausfinden.





Oh ja, das kann ich nachvollziehen. Ich weiß noch, wie ich dmals eine 27DIN Film um zwei Stufen unterbelichtet hatte, dann entsprechend manuell enntwickelt und adie Ergebnisse auf ca. A4 vergrößert haben. Mein Gott hat das "gerauscht" Aber das war egal. Der Bildeindruck war einfach super.






Ob die 60D das kann bin ich nicht sicher, ich denke aber schon. Das ist ein sehr hilfreiches Feature.
Man muss nur aufpassen grade im WW bzw. UWW Bereich geht das dann auch manchmal in die Hose. Z.B. wenn ich das 16-35 drauf habe würde die Cam auf 1/20 bei 16mm gehen und dann erst die ISO anheben. Das würde bei Dir den gleichen Effekt hervorrufen.
Bei der 1D kann ich die längste Verschlusszeit einstellen. Bei mir sind das für die Hochzeiten 1/125s. So kann ich Verwackler/Bewegungsunschärfe recht einfach ausschließen. High-Iso beginnt bei mir bei der 400D bei ISO400, bei der 7D bei ISO1600 und bei der 1D bei ISO3200. Da ich oft in dunklen Kirchen unterwegs bin nutze ich diesen Bereich zwischen ISO1600 und ISO6400 sehr ausgiebigWobei ich die 7D auf ISO3200 und die 1D auf ISO6400 begrenzt habe, danach wird es recht "unschön" grade in Farbe... die High-ISO Bilder entwickle ich meisst in s/w dann ist das Rauschen noch erträglich. Ansonsten hilft da nur NetImage
Gruß vom demotivierten Verschlussquäler
Fuji X100 und nen bissel Canon Zeugs... - Abblenden? - Wie geht das denn?
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